So geht Wien gegen die Teuerung vor: Bis zu 1000 € Unterstützung

Viele Euromünzen und Scheine auf einem Berg darauf Taschenrechner
Auch Wien schnürt ein eigenes Unterstützungspaket

Neben der Regierung hat nun auch Wien weitere Schritte gegen die Teuerung verkündet. Bis zu 1.000 Euro können Wiener an Unterstützung von der Stadt erhalten.

Erstellt von:
Anzeige

Neben der Regierung hat auch Wien weitere Schritte gegen die Teuerung verkündet – nachdem zuletzt Kritik an der geplante Erhöhung der Fernwärmetarife laut geworden war. Nun wird die neue Wiener Energieunterstützung um eine weitere Säule erweitert, wie Bürgermeister Michael Ludwig und Finanzstadtrat Peter Hanke (beide SPÖ) erläuterten. Vorgesehen ist eine Einmalzahlung von 200 Euro. Rund 650.000 Haushalte beziehungsweise mehr als 1 Mio. Menschen sollen davon profitieren.

Für den Erhalt des "Energiebonus '22" sind Einkommensgrenzen zu beachten, bezugsberechtigt sind:

  • in Wien Hauptgemeldete
  • mit einem Jahresbruttoeinkommen von maximal 40.000 Euro
  • oder 100.000 Euro Gesamtjahreseinkommen bei Mehrpersonenhaushalten

Die Unterstützung kommt per Antrag im vierten Quartal zur Auszahlung.

Anzeige

Insgesamt bis zu 1000 Euro Unterstützung

Um Teuerung und die steigenden Energiepreise abzufedern, hat die Stadt bisher drei Säulen in Sachen Energieunterstützung präsentiert.

So erhalten besonders betroffene Menschen 200 Euro ohne Antrag direkt aufs Konto. Eine größere Gruppe Anspruchsberechtigter, konkret rund 210.000 Wiener Haushalte, können etwa die Teilübernahme von Rückständen beantragen. Die dritte Säule unterstützt thermische Sanierungen und Umrüstungen.

Die neue Unterstützung bedeutet, dass besonders bedürftige Personen insgesamt bis zu 1.000 Euro erhalten könnten, wenn sie sich denn für alle drei Säulen qualifizieren,

Des weiteren wird außerdem eine neue Fairnesskommission eingerichtet. Sie wird die internationalen Energiemärkte beobachten und sicherstellen, dass billigere Einkaufspreise zeitnah an die Kunden weitergeben werden, hieß es. Auch die Möglichkeit der Ratenzahlung wird ausgedehnt.

Anzeige

Für Fernwärme-Kunden wird außerdem eine neue Ombudsstelle eingerichtet, sowie ein Treueprogramm entwickelt. Die Wien Energie gab bekannt sich freiwillig dazu zu verpflichten, im kommenden Winter bei Strom, Gas und Wärme keine Abschaltungen durchzuführen, wurde mitgeteilt.

Die Stadt verzichtet als Alleineigentümerin in den Jahren 2022 und 2023 auch auf Dividendenzahlung der Wiener Stadtwerke an den Stadthaushalt. Jeder erwirtschaftete Euro soll stattdessen für Investitionen in die Energiewende und den "bestmöglichen Kundenpreis" verwendet werden, wurde beteuert.

Das Vorhaben der Wien Energie hat zuletzt für gröberen Wirbel gesorgt. Sie hat angekündigt, die Preise für Fernwärme um 92 Prozent erhöhen zu wollen. Das Unternehmen hat einen Antrag auf Anpassung des amtlichen Preisbescheids gestellt. Dieser wird nun von der Stadt bzw. der Behörde geprüft.

Anzeige

Diese Geschichte teilen!


Hinterlassen Sie einen Kommentar!

[email protected]

23. Juni 2022 - 11:43 Uhr

Meine Frau hat weniger als die mindest Pension bin neugierig was für sie jetzt nach den beschlossenen,Zshlungspsketenfinanziell aussieht.

Alle Kommentare anzeigen

Peter Pittner

21. Juni 2022 - 22:50 Uhr

alle machen sich in die hose wegen der 92% fernwärmeerhöhung und ein rauschen geht durch das rathaus.ich zahle für gas seit jänner 120% mehr das interessiert die sozis im rathaus nicht.danke

weitere interessante Beiträge