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Energiebonus: Wann zahlt Wien welchen Betrag an die Wiener aus?

Viele Euromünzen und Scheine auf einem Berg darauf Taschenrechner
Auch Wien schnürt ein eigenes Unterstützungspaket

Neben der Regierung hat nun auch Wien weitere Schritte gegen die Teuerung verkündet. Bis zu 1.000 Euro können Wiener an Unterstützung von der Stadt erhalten.

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Insgesamt bis zu 1000 Euro Unterstützung

Um Teuerung und die steigenden Energiepreise abzufedern, hat die Stadt bisher drei Säulen in Sachen Energieunterstützung präsentiert.

So erhalten besonders betroffene Menschen 200 Euro ohne Antrag direkt aufs Konto. Eine größere Gruppe Anspruchsberechtigter, konkret rund 210.000 Wiener Haushalte, können etwa die Teilübernahme von Rückständen beantragen. Die dritte Säule unterstützt thermische Sanierungen und Umrüstungen.

Die neue Unterstützung bedeutet, dass besonders bedürftige Personen insgesamt bis zu 1.000 Euro erhalten könnten, wenn sie sich denn für alle drei Säulen qualifizieren,

Des weiteren wird außerdem eine neue Fairnesskommission eingerichtet. Sie wird die internationalen Energiemärkte beobachten und sicherstellen, dass billigere Einkaufspreise zeitnah an die Kunden weitergeben werden, hieß es. Auch die Möglichkeit der Ratenzahlung wird ausgedehnt.

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Wiener Energiebonus einfach erklärt

In Wien wird es drei Formen der Energieunterstützung geben, die jeweils unterschiedliche in Wien lebende Personengruppen betrifft.

1. Wiener Energiekostenpauschale

Die Wiener Energiekostenpauschale ist eine automatische finanzielle Soforthilfe, sprich das Geld wird ohne eigenes Zutun direkt auf das Konto überwiesen. Dabei werden 200 € an alle Betroffenen ausgezahlt (etwa 234.000 Wiener haben Anspruch). Das sind:

  • Beziehende der Mindestsicherung
  • Beziehende einer Ausgleichs- oder Ergänzungszulage
  • Beziehende einer Arbeitslosenleistung
  • Beziehende der Wohnbeihilfe

Zuschlag für Alleinerziehende

Aufgrund der besonderen Situation von Alleinerziehenden werden diese zusätzlich unterstützt und erhalten einen Zuschlag zur Energiekostenpauschale in Höhe von 100 Euro.

» Zum Ansuchen für Alleinerziehende und Details

2. Wiener Energieunterstützung Plus

Die Energieunterstützung Plus ist ein vereinfachter Zugang zu Hilfen für eine wesentlich größere Zielgruppe. Die Unterstützung erfolgt in Form einer (Teil-)Übernahme von Energierückständen beziehungsweise der Jahresabrechnung durch Direktanweisung an das Energieunternehmen, Energieberatungen oder Austausch elektrischer Geräte.

Die Umsetzung ist für das 4. Quartal 2022 mit Anfang Oktober 2022 vorgesehen und umfasst Beziehende einer Mindestsicherung, einer Wohnbeihilfe, einer AlVG-Leistung (Arbeitslosengeld, Notstandshilfe, Pensionsvorschuss und Umschulungsgeld) oder einer Ausgleichs- oder Ergänzungszulage, Personen mit GIS-Befreiung und Personen, die vom Kostendeckel des Erneuerbaren Ausbaugesetzes (EAG §72a) umfasst sind.

3. Wiener Energiebonus '22

Pro Haushalt werden 200 Euro direkt aufs Konto überwiesen. Von dieser Unterstützung, die im 4. Quartal im Dezember 2022 zur Auszahlung kommen wird, können 2 Drittel der Wiener Haushalte (rund 650.000 Haushalte) profitieren.

Zielgruppe des Wiener Energiebonus '22 sind in Wien Hauptgemeldete mit einem Jahresbruttoeinkommen von maximal 40.000 Euro bei Einpersonenhaushalten (entspricht einem Bruttomonatsgehalt von 2.835 Euro inklusive Urlaubs- und Weihnachtsgeld) oder 100.000 Euro Gesamtjahresbruttoeinkommen bei Mehrpersonenhaushalten.

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Für Fernwärme-Kunden wird außerdem eine neue Ombudsstelle eingerichtet, sowie ein Treueprogramm entwickelt. Die Wien Energie gab bekannt sich freiwillig dazu zu verpflichten, im kommenden Winter bei Strom, Gas und Wärme keine Abschaltungen durchzuführen, wurde mitgeteilt.

Die Stadt verzichtet als Alleineigentümerin in den Jahren 2022 und 2023 auch auf Dividendenzahlung der Wiener Stadtwerke an den Stadthaushalt. Jeder erwirtschaftete Euro soll stattdessen für Investitionen in die Energiewende und den "bestmöglichen Kundenpreis" verwendet werden, wurde beteuert.

Das Vorhaben der Wien Energie hat zuletzt für gröberen Wirbel gesorgt. Sie hat angekündigt, die Preise für Fernwärme um 92 Prozent erhöhen zu wollen. Das Unternehmen hat einen Antrag auf Anpassung des amtlichen Preisbescheids gestellt. Dieser wird nun von der Stadt bzw. der Behörde geprüft.

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HELMUT HANS VANA

15. September 2022 - 17:11 Uhr

Wie und wo beantragt man den erwähnten €200.ENERGIEBONUS. bis dato fand ich im Internet kein diesbezügliches Formular!

Alle Kommentare anzeigen

Wunderl

13. September 2022 - 19:16 Uhr

Bin ich arbeitslos, bekomme ich diverse Extras. Viele wissen nicht, daß Notstandshilfe bis 1250€ pro Monat möglich ist. Kommt auf den vorigen Verdienst an.Ein Teilzeitarbeiter mit 1100 € netto erhält nicht dieselbe Förderung, obwohl weniger Verdienst.Bin ich zu einem gewissen Stichtag arbeitslos, bekomme ich. Arbeite ich zu diesem Stichtag und werde vor dem Herbst arbeitslos, erhalte ich keine extra Förderung. obwohl ich bei geringem Arbeitslosengeld die teuren Energiepreise zahlen muss. Geht allerdings der zum Stichtag Arbeitslose, der die extra Förderung erhalten hat, nun wieder arbeiten, verdient also schön vor dem Winter, muß er die extra Förderung für "Arne" nicht retournieren.Ungerechtes Giesskannenprinzip.

Marie

13. September 2022 - 17:42 Uhr

Ich habe bis jetzt nichts bekommen. Bin halt so doof, und hab lange und viel gearbeitet.Einzig die 150€ Klimabonus habe ich eingereicht. Er ist noch nicht gutgeschrieben worden. Die Rechnung kommt evtl.im November. 92% mehr muß ich zahlen für die Fernwärme, beschlossen von der Stadt Wien="soziale"SPÖ. Ich muß also für gleichbleibende Leistung € 1100 mehr zahlen!! Das allerdings mind.1 Jahr, selbst wenn die Kosten geringer sind! Dann der Strom. Im Dezember läuft mein Vertrag aus. Heute sagten sie im Radio, die EnergiePreise steigen Anfang nächsten Jahres nochmals extrem an. Mein Erspartes ist weg. Das ich gerne meinen Enkerl nach und bach gegeben hätte. Diese Familie braucht es auch. Leider verdienen sie zu zweit zuviel! Blöd, warum bleibt die Frau auch nicht zuhause oder geht schwarz putzen. Sie haben trotzdem wenig, können sich keinen Urlaub leisten u.zahlen noch das alte Haus ab (Folge der Finanzkrise, der Restkredit hat sich verdoppelt). Danach fragt niemand. Nur wieviel Nettolohn man hat. Arme werden immer gefördert. Ist das wirklich so? Ich bezweifle es. Habe eine Bekannte, die verdient 1250 netto. Leider zu viel anscheinend. Warum bleibt sie nicht zuhause und kassiert Mindestsicherung?

[email protected]

23. Juni 2022 - 11:43 Uhr

Meine Frau hat weniger als die mindest Pension bin neugierig was für sie jetzt nach den beschlossenen,Zshlungspsketenfinanziell aussieht.

Peter Pittner

21. Juni 2022 - 22:50 Uhr

alle machen sich in die hose wegen der 92% fernwärmeerhöhung und ein rauschen geht durch das rathaus.ich zahle für gas seit jänner 120% mehr das interessiert die sozis im rathaus nicht.danke

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