Albertina Wien

Das renommierte Ausstellungshaus und Museum Albertina im Zentrum Wiens beherbergt eine der größten und bedeutensten grafischen Sammlungen der Welt. Aktuelle Kunstausstellungen und Infos zum Museumsbesuch finden Sie hier.

Lage, Anfahrt, Besucherinfos

Adresse:
Albertinaplatz 1, 1010 Wien (1. Bezirk)

Tel: +43 1 534 83-0

Öffnungszeiten:
Täglich 10.00 – 18.00 h
Mittwoch und Freitag 10.00 – 21.00 h

Anfahrt:
» U-Bahn-Linien U1, U2, U4: Haltestelle Karlsplatz/Oper
» Straßenbahn 1, 2, D, 62, 65, Badner Bahn: Haltestelle Staatsoper/Kärtner Ring
» Bus 3A: Haltestelle Albertina

Mit dem Auto:
» Kurzparkzone Innere Stadt
» Parkgaragen: Operngarage, Garage Ringstraßengalerie, Garage Stephansplatz

  • Garderobe: gratis sowie verschließbare Kästchen, bei Schlechtwetter besteht Garderobenpflicht
  • Kinder: Kinderprogramm, Schulführungen, Kinderwägen gestattet, Wickeltisch vorhanden
  • Hausordnung: Haustiere verboten, Fotografieren innerhalb der Ausstellungsräume verboten, telefonieren verboten
  • Restaurant: DO & CO Albertina; siehe auch: » Restaurant-Tipps in der Nähe der Albertina
  • Bibliothek: Sammlung von Fachbüchern zur Kunstgeschichte » Online-Katalog der Albertina Bibliothek
  • Museum-Shop: Souvenirs, Ausstellungskataloge, Bildbände etc. (Tel.: +43 1 534 83-552)
  • Prunkräume: Zur Besichtigung und mietbar

Die Albertina Wien ist Partnerin der » Langen Nacht der Museen, die jährlich im Oktober in ganz Österreich stattfindet.

Geheimtipp der Redaktion – der Würstelstand bei der Oper:
Zwischen Albertina und der » Wiener Staatsoper befindet sich ein legendärer » Würstelstand. Schon Plácido Domingo hat hier höchstpersönlich Würstel ausgegeben! Auch bei den Wienern und Wienerinnen wird er als "heißer" Hungerstiller nach so mach langer Opernnacht gehandelt. Und so bietet sich ein heißes Würstchen auch nach einer ausgiebigen Kunstschau in der Albertina an.

Restaurantmeile um die Albertina

Ein Tag in der Albertina

Klaus Albrecht Schröder, Direktor der Albertina, nimmt uns mit auf einen Rundgang durch die Säle des Ausstellungshauses. Das Video bietet einen spannenden Vorgeschmack auf den Kunstwerke des Museums. 

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Aktuelle Ausstellungen

Gustostückerl aus über 100 Jahren Kunstgeschichte erwarten die Besucher der Dauerausstellung Monet bis Picasso. Die Sammlung Batliner. Bereits seit 2007 erfreut sich die Albertina der Bereicherung durch eine der wertvollsten europäischen Privatsammlungen der internationalen klassischen Moderne. Werke vom französischen Impressionismus bis zur jüngsten Gegenwart können hier besichtigt werden. 

Beginnend bei Monet, Renoir, Degas, Cézanne und Toulouse-Lautrec, gehen die Schwerpunkte weiter über den deutschen Expressionismus mit den Künstlergruppen "Die Brücke" und "Der Blaue Reiter" über den Surrealismus bei Miró, die russische Avantgarde bei Malewitsch und Lissitzky bis hin zum späten Picasso und münden mit Exponaten von Giacometti und Bacon in die zweite Hälfte des 20. Jahrhunderts. Den krönenden Abschluss bilden die zeitgenössischen Künstler Richter, Baselitz, Kiefer und Longo. Hinzu kommen Arbeiten von Paul Klee aus der Sammlung Carl Djerassi und Werke der Sammlung Eva und Mathias Forberg. » Mehr Infos zur Dauerausstellung Monet bis Picasso

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Die berühmtesten Kunstwerke in der Albertina

(c) Albertina Wien

Dürers Feldhase ist nicht nur seine berühmteste Naturstudie und ein erster Höhepunkt der Naturbeobachtung in der abendländischen Kunst, sondern auch ist das Herzstück der Albertina. Unter all seinen Zeichnungen sollte das „Häslein“ die glanzvollste Karriere machen. Mit differenzierter Pinselführung hat Dürer in Aquarell- und Deckfarben das weiche, längere Haarkleid an Bauch und Schenkeln sowie das Kurzhaar am Rücken des etwa zweijährigen Tieres festgehalten und mit Deckweiß einzelne Haare, ja selbst die Tasthaare an der Schnauze, die Vibrissen, und das farblich ausgeprägte Fell mit dem schwarzen Pinsel herausgearbeitet. Das Tier wurde von vorn und in leichter Aufsicht gemalt; die wachsamen Augen und die hoch aufgerichteten Ohren des Hasen machen den Eindruck, als würde er aus dem ruhigen Verharren aufspringen und flüchten wollen. 

(c) Albertina Wien

Für das vorliegende Bild saß Picasso wohl seine schwangere Lebensgefährtin Françoise Gilot Modell. Die junge Frau mit grünem Hut strahlt eine fast animalische Kraft aus: Ihre unterschiedlich großen Augen, von denen eines merkwürdigerweise in den Hut verrutscht ist, haben etwas Katzenhaftes. Dennoch kann nicht übersehen werden, dass Picasso seine junge Geliebte wie üblich mit kühlem Blick und mit fast erschreckender Nüchternheit beobachtet. Kühl und nüchtern mutet auch der das Bild beherrschende Farbklang Grau-Grün-Ocker an, desgleichen die fast brutale Art, wie die flächigen Formen mit schwarzen Pinselstrichen umrissen sind. Wie schon André Breton festgestellt hat, pflegt Picasso die Frau nicht als Subjekt zu behandeln, sondern als Objekt.

(c) Albertina Wien

Das Brustbild des Apostels wird häufig als mögliche Studie für den hl. Petrus in Leonardos Abendmahl im Kloster S. Maria delle Grazie angesehen. Der Apostel hat ein charaktervolles Gesicht und scheint in seiner Körperhaltung – sein Kopf weicht zurück, seine Hand rafft unsicher den Mantel, der erhobene Zeigefinger ist ein Zeichen des Zorns - auf ein momenthaftes Ereignis zu reagieren, nämlich die Prophezeiung von Christus beim Abendmahl, dass einer der Apostel ihn verraten werde.

Diese Bilder der Albertina sind Millionen wert

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Museum mit Schwerpunkt graphische Künste

Die Albertina präsentiert sich nunmehr nicht mehr als Graphische Sammlung Albertina, wie sie bislang tituliert worden ist, sondern schlichtweg als Albertina.
Bestimmte Maßnahmen von Direktor Schröder wie Teile des Umbaues – etwa der Abbruch des historischen Bibliotheksgangs sowie die Errichtung des Flugdachs (nach dem Entwurf von Hans Hollein) über dem Museumsaufgang – sind vor allem bei Kunsthistorikern und Denkmalschützern umstritten, ebenso wie seine Museums- und Ausstellungspolitik.

Schröder als Direktor der Albertina distanziert sich vom traditionellen Image der Spezialisierung auf die graphischen Künste, empfindet diese vielmehr als krampfhafte Isolierung von anderen Kunstgattung, auch wenn diese Tradition auf jahrhunderte alter Geschichte beruht und die Albertina bislang zu den vollständigsten, größten und wertvollsten Grafiksammlungen der Welt zählt.

Der Bestand umfasst etwa 900.000 druckgrafische Arbeiten von der Spätgotik bis zur Gegenwart und ca. 50.000 Zeichnungen und Aquarelle, darunter Ikonen wie der Feldhase von Albrecht Dürer, wunderbare und herausragende Zeichnungen von Raffael, Michelangelo, Rubens, Rembrandt, Cezanne, Picasso, Schiele und vielen mehr.

Demgegenüber bekennt sich Schröder ganz vehement zu einer gesamtheitlichen Darstellung von Kunst. Seinem Geschick ist es auch zu verdanken, dass die Sammlung Batliner, die, ausgehend vom Impressionismus, einen umfassenden Überblick über die Entwicklung der klassischen Moderne – und zwar vor allem in der Malerei – aufzeigt und mit etwa 250 Werken seit 2007 als Dauerleihgabe in der ständigen Ausstellung zu bewundern ist.

Seit Oktober 2008 ist eine zusätzliche Ausstellungsfläche für zeitgenössische Kunst von 2000 Quadratmetern eröffnet. Vor allem die vielbeworbenen Blockbuster-Ausstellungen locken hier ein großes Publikum an.

Bibliothek und Studiensaal

Außer der ständigen Schausammlung und den wechselnden Sonderausstellungen bietet die Albertina einen Studiensaal, eine umfassende Fachbibliothek und Bilddatenbank für wissenschaftliche Recherchen. Die gesamten Räumlichkeiten sind mit zeitgerechter Technik ausgestattet, Restaurant, Cafe und Shop befinden sich ebenfalls im Haus. In den Habsburgischen Prunkräumen des Palais werden exklusive Events wie Konzerte, Cocktails und Diners veranstaltet, das glanzvolle Ambiente kann aber auch gesondert für Festivitäten, Meetings, Konferenzen und Ähnliches angemietet werden.

Mehr Infos zur » Geschichte der Albertina

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