Teuerungspaket: Wer kriegt wie viel Geld und wann?

Wie viel Geld gibt es jetzt wie und wann? Die Regierung hat ein neues Teuerungspaket für die Bevölkerung geschlossen. Von der Erhöhung des Klimabonus, Sonderzahlungen für Arme, Hilfen für Betriebe - und die langfristige Anpassung von Sozialleistungen und Steuerstufen.

Erstellt von:
Anzeige

Die Maßnahmen im Überblick

Maßnahmen für Einzelpersonen

  • Der "Klimabonus", der im Oktober allen Hauptwohnsitzern in Österreich ausgezahlt wird, wird auf 250 Euro erhöht, unabhängig vom Wohnort. Dazu kommt eine Einmalzahlung von 250 Euro - in Summe werden also 500 Euro überwiesen (Kinder bekommen die Hälfte). 
  • Besonders betroffene Gruppen wie Arbeitslose und Mindestpensionisten bekommen 300 Euro extra
  • Im August wird eine zusätzliche Einmalzahlung der Familienbeihilfe in Höhe von 180 Euro pro Kind ausgezahlt
  • Die Erhöhung des Familienbonus von 1500 auf 2000 Euro sowie des Kindermehrbetrags wird vorgezogen

Maßnahmen für Unternehmen

  • Eine "Strompreiskompensation" soll die Energiekosten mildern
  • Betriebe sollen Mitarbeitern eine Prämie von bis zu 3000 Euro steuer- und abgabenfrei auszahlen dürfen
  • Energieintensive Unternehmen bekommen einen Direktzuschuss
Anzeige

Strukturelle Maßnahmen

  • Die kalte Progression wird Großteils abgeschafft; ein jährlicher "Progressionsbericht" von Wifo und IHS soll die Höhe der "Inflationssteuer" feststellen - zwei Drittel des Betrags werden nach einer Automatik rückerstattet; über ein Drittel kann die jeweilige Regierung verfügen, wie es zurückerstattet wird
  • Familien-  und Sozialleistungen werden künftig laufend der Inflation angepasst. Das umfasst neu Familienbeihilfe, Studienbeihilfe, Kinderabsetzbetrag, Kinderbetreuungsgeld, Reha- und Umschulungsgeld.

Paket für sozial Schwache

Mit 2023 sollen Sozialleistungen automatisch an die Inflation angepasst werden. Vor allem betrifft das Familien- und Studienbeihilfe. Da dieser Teil des Pakets aber erst ab nächstem Jahr zu wirken beginnt, vereinbarte die Regierung hier ebenfalls Sofortmaßnahmen. So erhalten sozial Schwächere, sprich Arbeitslose, Sozialhilfeempfangende und Empfänger der Mindestpension - sollen spätestens im September eine Einmalzahlung über 300 Euro bekommen.

Paket für Familien

Für Familien soll es bereits im August eine finanzielle Erleichterung geben. Pro Kind bekommt jede Familie in Österreich einmalig 180 Euro. Die Auszahlung erfolgt zusätzlich zur Familienbeihilfe.

Außerdem werden Familien durch die Vorziehung des erhöhten Familienbonus und des erhöhten Kindermehrbetrags unterstützt. Ausbezahlt werden 2000 statt 1500 € und 550 statt 450 €. Vorgesehen war die Erhöhung im Juli, stattdessen werden die Maßnahmen auf das ganze laufende Jahr vorgezogen. Die Auszahlung erfolgt voraussichtlich ab September.

» Mehr zum Teuerungspaket für Familien

Anzeige

Paket für alle Österreicher

Über die im Umweltressort aufgebaute Klimabonus-Architektur bekommt jeder in Österreich lebende Erwachsene 500 €: 250 € davon als Klimabonus, 250 € als sogenannten „Geld-zurück-Bonus“. Und (ebenfalls für Familien): Pro Kind kommen hierzu noch einmal 250 € gibt es für jedes Kind. Mit Kosten von rund 750 Millionen Euro macht der Klimabonus den größten Anteil der Finanzierungsmaßnahmen aus. Er ist eine Ausgleichsmaßnahme für die Mehrkosten, die durch die CO₂-Bepreisung entstanden sind.

Paket für Unternehmen

Eine Milliarde soll an Sofort-Entlastung in Österreichs Unternehmen fließen. Strukturelle Entlastungen und Systemänderungen sollen mit dem Geld erreicht werden. Ganz konkret sind für Österreichische Unternehmen eine Strompreiskompensation, sowie für energieintensive Firmen Direktzuschüsse vorgesehen. Beide dieser Maßnahmen sollen noch 2022 wirksam werden.

Außerdem werden langfristig die kalte Progression abgeschafft, Sozialleistungen jährlich valorisiert und die Lohnnebenkosten gesenkt.

Anzeige

Diese Geschichte teilen!


Hinterlassen Sie einen Kommentar!

Herbert

24. Juni 2022 - 09:35 Uhr

Wenn die versprochenen Hilfen genau so wie die Energiekosten Gutscheine funktionieren na dann gute Nacht Österreich.

Alle Kommentare anzeigen

Brigitte Eger

22. Juni 2022 - 09:24 Uhr

Wir Pensionisten fallen wieder durch.

22. Juni 2022 - 03:27 Uhr

Erika Dusek hat recht.Sie haben diese Flüchtlinge wirklich gehen lassen, lebendig auf Kosten des Staates, sie haben noch nie einen Tag in Österreich gearbeitet, die machen nur Kinder und bekommen Kindergeld, soziale Unterstützung Fön Steuergelder

Schiefer Johann

21. Juni 2022 - 20:08 Uhr

Das ist ein Tropfen auf den heißen Stein

Erika Dusek

21. Juni 2022 - 17:27 Uhr

Haben die Pensonisten vergessen die immer gearbeitet haben sondern die Reichen werden immer reicher und die mittelschicht immer ärmer das ist nicht gut.

21. Juni 2022 - 14:51 Uhr

Wann genau bekommt man den Bonus

Fritz

21. Juni 2022 - 14:26 Uhr

Nur Lügen und politische Show.

Evelin Schriebl

21. Juni 2022 - 14:06 Uhr

Auf die die ein bisschen mehr haben alles die Mindestpensionen fallen wie immer durch und bekommen nichts?

Labak Walter

21. Juni 2022 - 11:30 Uhr

Wie soll ich mit 1130€ Pension Leben Miete ist zum zahlen Strom Auto ich komme aus Kärnten in Nötsch im Gailtal

Georgine

21. Juni 2022 - 08:51 Uhr

Das Pflegegeld wird nicht der Inflation angepasst? Gerade in den unteren Stufen reicht es nicht!!!

Anna

21. Juni 2022 - 07:34 Uhr

Einmalzahlung, Anpassung, ... Ab September , ein Tropfen auf verbrannten Stein .... Was ist bis zur Auszahlung? Es sind Monate dazwischen wo man hungert....Von dem hat ein Mindestsicherung Empfänger nichts wenn es nur eine Einmalzahlung am SEPTEMBER gibt. Ein Mindestsicherung Empfänger kann nichts von der Steuer absetzen.

Karl-Heinz und Heidi

21. Juni 2022 - 07:16 Uhr

Auf Pensionistenehepaare, die von nur 1 Pension leben, wird nichts berücksichtigt!

Fritz Gaber

21. Juni 2022 - 02:02 Uhr

Warum bekomme ich weil ich Strom und Gas monatlich mit dem Vermieter abrechne den 150€ Bonus nicht? Es werden sicher viele Österreicher in der selben Situation sein. Helft uns doch auch bitte.

Iris

20. Juni 2022 - 10:16 Uhr

Lächerlich, dass die kalte Progression abgeschafft werden soll. Das passiert schon seit 20 Jahren in Österreich.

weitere interessante Beiträge