Teuerungspaket: Direkt aufs Konto oder per Antrag?

Wie viel Geld gibt es jetzt wie und wann? Die Regierung hat ein neues Teuerungspaket für die Bevölkerung geschlossen. Von der Erhöhung des Klimabonus, Sonderzahlungen für Arme, Hilfen für Betriebe - und die langfristige Anpassung von Sozialleistungen und Steuerstufen.

Erstellt von: | Aktualisiert: 06.07.2022
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Die Maßnahmen im Überblick

Maßnahmen für Einzelpersonen

  • Der "Klimabonus", der im Oktober allen Hauptwohnsitzern in Österreich ausgezahlt wird, wird auf 250 Euro erhöht, unabhängig vom Wohnort. Dazu kommt eine Einmalzahlung von 250 Euro - in Summe werden also 500 Euro überwiesen (Kinder bekommen die Hälfte). 
  • Besonders betroffene Gruppen wie Arbeitslose und Mindestpensionisten bekommen 300 Euro extra
  • Im August wird eine zusätzliche Einmalzahlung der Familienbeihilfe in Höhe von 180 Euro pro Kind ausgezahlt
  • Die Erhöhung des Familienbonus von 1500 auf 2000 Euro sowie des Kindermehrbetrags wird vorgezogen

Maßnahmen für Unternehmen

  • Eine "Strompreiskompensation" soll die Energiekosten mildern
  • Betriebe sollen Mitarbeitern eine Prämie von bis zu 3000 Euro steuer- und abgabenfrei auszahlen dürfen
  • Energieintensive Unternehmen bekommen einen Direktzuschuss

Kontodaten aktualisieren

Bis zum Ablauf der Frist solle man laut einer Information, die bereits an 5,5 Millionen Österreicherinnen und Österreicher zugestellt wurde:

  • seine Kontodaten auf FinanzOnline überprüfen und aktualisieren.

Noch in diesem Jahr ausbezahlt werden sollen daraufhin der erhöhte Familienbonus sowie die Einmalzahlung von EUR 300,– an alle Bezieherinnen und Bezieher von Arbeitslosengeld, Sozialhilfe, Studienbeihilfe oder Mindestpension. Außerdem noch im Oktober kommt es zur Auszahlung des Klimabonus.

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Strukturelle Maßnahmen

  • Die kalte Progression wird Großteils abgeschafft; ein jährlicher "Progressionsbericht" von Wifo und IHS soll die Höhe der "Inflationssteuer" feststellen - zwei Drittel des Betrags werden nach einer Automatik rückerstattet; über ein Drittel kann die jeweilige Regierung verfügen, wie es zurückerstattet wird
  • Familien-  und Sozialleistungen werden künftig laufend der Inflation angepasst. Das umfasst neu Familienbeihilfe, Studienbeihilfe, Kinderabsetzbetrag, Kinderbetreuungsgeld, Reha- und Umschulungsgeld.

Paket für sozial Schwache

Mit 2023 sollen Sozialleistungen automatisch an die Inflation angepasst werden. Vor allem betrifft das Familien- und Studienbeihilfe. Da dieser Teil des Pakets aber erst ab nächstem Jahr zu wirken beginnt, vereinbarte die Regierung hier ebenfalls Sofortmaßnahmen. So erhalten sozial Schwächere, sprich Arbeitslose, Sozialhilfeempfangende und Empfänger der Mindestpension - sollen spätestens im September eine Einmalzahlung über 300 Euro bekommen.

Paket für Familien

Für Familien soll es bereits im August eine finanzielle Erleichterung geben. Pro Kind bekommt jede Familie in Österreich einmalig 180 Euro. Die Auszahlung erfolgt zusätzlich zur Familienbeihilfe.

Außerdem werden Familien durch die Vorziehung des erhöhten Familienbonus und des erhöhten Kindermehrbetrags unterstützt. Ausbezahlt werden 2000 statt 1500 € und 550 statt 450 €. Vorgesehen war die Erhöhung im Juli, stattdessen werden die Maßnahmen auf das ganze laufende Jahr vorgezogen. Die Auszahlung erfolgt voraussichtlich ab September.

» Mehr zum Teuerungspaket für Familien

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Paket für alle Österreicher

Über die im Umweltressort aufgebaute Klimabonus-Architektur bekommt jeder in Österreich lebende Erwachsene 500 €: 250 € davon als Klimabonus, 250 € als sogenannten „Geld-zurück-Bonus“. Und (ebenfalls für Familien): Pro Kind kommen hierzu noch einmal 250 € gibt es für jedes Kind. Mit Kosten von rund 750 Millionen Euro macht der Klimabonus den größten Anteil der Finanzierungsmaßnahmen aus. Er ist eine Ausgleichsmaßnahme für die Mehrkosten, die durch die CO₂-Bepreisung entstanden sind.

Paket für Unternehmen

Eine Milliarde soll an Sofort-Entlastung in Österreichs Unternehmen fließen. Strukturelle Entlastungen und Systemänderungen sollen mit dem Geld erreicht werden. Ganz konkret sind für Österreichische Unternehmen eine Strompreiskompensation, sowie für energieintensive Firmen Direktzuschüsse vorgesehen. Beide dieser Maßnahmen sollen noch 2022 wirksam werden.

Außerdem werden langfristig die kalte Progression abgeschafft, Sozialleistungen jährlich valorisiert und die Lohnnebenkosten gesenkt.

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Walter Gerhard

19. September 2022 - 20:10 Uhr

Habe die 500€ für Strom verwendet

Alle Kommentare anzeigen

Walter Gerhard

17. September 2022 - 21:54 Uhr

Habe die 500€ schon bekommen Danke

Mustafa Husseini

13. September 2022 - 00:18 Uhr

Sehr geehrte Damen und Herren, Wann man Die teuerungspaket 500€ bekommt ?Mit freundlichen Grüßen Mustafa Husseini

olive

17. August 2022 - 09:30 Uhr

Mein Mann bekommt Rente, ich habe keine Einkünfte. Steht mir dieser Teuerungsausgleich ebenfalls zu und falls ja wie bekomme ich ihn ? Danke für etwaige Infos !

Maximilian Lüttgendorff

12. August 2022 - 16:10 Uhr

Liebe Frau Gabriele,WAS haben Sie davon, wenn man den Ärmsten der Armen nicht hilft? Mehr Geld? Ein tolles Gefühl? Ganz ehrlich, Sie sollten froh sein, dass diese Stadt/unser Land sich so für sozial Schwächere engagiert. Da gibt es nichts zu meckern.Beste Grüße

Gabriele L.

27. Juli 2022 - 14:01 Uhr

Wie kann es sein das Sozialhilfebezieher de oft seit Jahren zu Hause sind, und davon gibt sehr viele. Die aber auch nicht arbeiten wollen. Gilt aber auch für Notstandsbezieher und Arbeitslose. Klar manche können nichts dafür. Aber das ist nur ein Bruchteil. Die anderen leben auf Kosten vom Steuerzahler. Und die sind es die noch belohnt werden. Warum sollen diese arbeiten gehen wenn sie mehr für das zu Hause sein bekommen als wenn sie arbeiten gehen. Da sollte man etwas ändern.

Gabriele

27. Juli 2022 - 13:45 Uhr

Bin verheiratet und bekomme weder Sozialleistung, Mindestsicherung, und sonstige Unterstützung. Und trotz Krankheit bekomme ich nicht mal eine Pension. Auch haben wir hohe Kosten. Man wird bestraft wenn man verheiratet ist. Einmal Zahlung gut und schön nur ist das ein Tropfen auf den heißen Stein. Und es ist traurig das man nur arbeiten darf und sich aber nichts leisten kann!!! Das kann doch nicht der Sinn sein.

23. Juli 2022 - 06:42 Uhr

Lebe alleine , 1042€ habe ich an pension ,weder mietbeihilfe (465€ miete) noch sonst irgend eine Hilfestellung falle überall durch . Hätte ich lieber ein paar Jahre auf Kosten des Staates gelebt ... würde ich jetzt mehr bekommen ! Traurig das ganze

Günter K

14. Juli 2022 - 08:29 Uhr

Laut Auskunft der Stadt Wien, gibt keine Frist die am 15. Juli endet!Das ist eine Falschinformation.

08. Juli 2022 - 08:11 Uhr

Sozialhilfebezieher bekommen fürs Nuchtstun ziemlich viel Geld!! Müssen weder deutsch können, sich nicht integrieten etc! Alleinerzieherinnen in Pension, nach 30 oder mehr Arbeitsjahren, bekommen oft nur wenig mehr als € 1.000,- und keine Bonizahlungen. Wieso fsllen arbeitende Menschen durch den Rost und die Nichtstuer bekommen Steuergeld ? Das beantwortet eh kiemand,weil niemand wirklich an den Bürgern interessiert ist ! In DE erhalten solche Pensionisten eine gewaltige Pensionserhöhung! Bei uns werden Schmarotzer bevorzugt, aber Schüler vor der Matura werden ausgewiesen.....etc. Verbrecher bleiben da

07. Juli 2022 - 15:56 Uhr

Leute die in karenz sind bekommen auch einen Dreck. Da geht man immer arbeiten ist 1.5 Jahre bekommt nur karenzgeld was gerade mal 600 Euro sind. Verstehe nicht wieso die Ams und Mindestsicherung Bezieher einen Bonus nach den anderen bekommen während alle anderen durch die Finger schauen müssen . Da rennt ja gewaltig was schief .Bonus kassieren fürs nix tun BRAVO LIEBE REGIERUNG !!!!!! Wieso überhaupt Gruppen machen , die Teuerungen betreffen jeden Menschen und nicht nur Ams und Sozialhilfe Bezieher .

Prochaska Gerhard

05. Juli 2022 - 12:01 Uhr

Bin leider durch Corona arbeitslos geworden und jetzt seid längeren im Krankenstand.Bekomme genauso wenig Krankengeld wie Arbeitslose.Warum falle ich nie rein in die Sonderzahlung ,habe 40 Jahre gearbeitet.Hauptsache Leute die immer zu Hause waren ,bekommen immer alles.Bitte erklären sie mir das.Danke

Herbert

24. Juni 2022 - 09:35 Uhr

Wenn die versprochenen Hilfen genau so wie die Energiekosten Gutscheine funktionieren na dann gute Nacht Österreich.

Brigitte Eger

22. Juni 2022 - 09:24 Uhr

Wir Pensionisten fallen wieder durch.

22. Juni 2022 - 03:27 Uhr

Erika Dusek hat recht.Sie haben diese Flüchtlinge wirklich gehen lassen, lebendig auf Kosten des Staates, sie haben noch nie einen Tag in Österreich gearbeitet, die machen nur Kinder und bekommen Kindergeld, soziale Unterstützung Fön Steuergelder

Schiefer Johann

21. Juni 2022 - 20:08 Uhr

Das ist ein Tropfen auf den heißen Stein

Erika Dusek

21. Juni 2022 - 17:27 Uhr

Haben die Pensonisten vergessen die immer gearbeitet haben sondern die Reichen werden immer reicher und die mittelschicht immer ärmer das ist nicht gut.

21. Juni 2022 - 14:51 Uhr

Wann genau bekommt man den Bonus

Fritz

21. Juni 2022 - 14:26 Uhr

Nur Lügen und politische Show.

Evelin Schriebl

21. Juni 2022 - 14:06 Uhr

Auf die die ein bisschen mehr haben alles die Mindestpensionen fallen wie immer durch und bekommen nichts?

Labak Walter

21. Juni 2022 - 11:30 Uhr

Wie soll ich mit 1130€ Pension Leben Miete ist zum zahlen Strom Auto ich komme aus Kärnten in Nötsch im Gailtal

Georgine

21. Juni 2022 - 08:51 Uhr

Das Pflegegeld wird nicht der Inflation angepasst? Gerade in den unteren Stufen reicht es nicht!!!

Anna

21. Juni 2022 - 07:34 Uhr

Einmalzahlung, Anpassung, ... Ab September , ein Tropfen auf verbrannten Stein .... Was ist bis zur Auszahlung? Es sind Monate dazwischen wo man hungert....Von dem hat ein Mindestsicherung Empfänger nichts wenn es nur eine Einmalzahlung am SEPTEMBER gibt. Ein Mindestsicherung Empfänger kann nichts von der Steuer absetzen.

Karl-Heinz und Heidi

21. Juni 2022 - 07:16 Uhr

Auf Pensionistenehepaare, die von nur 1 Pension leben, wird nichts berücksichtigt!

Fritz Gaber

21. Juni 2022 - 02:02 Uhr

Warum bekomme ich weil ich Strom und Gas monatlich mit dem Vermieter abrechne den 150€ Bonus nicht? Es werden sicher viele Österreicher in der selben Situation sein. Helft uns doch auch bitte.

Iris

20. Juni 2022 - 10:16 Uhr

Lächerlich, dass die kalte Progression abgeschafft werden soll. Das passiert schon seit 20 Jahren in Österreich.

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