Teuerung: "Strompreisbremse" ist fix

Glühbirne mit Eurozeichen statt Draht
© 123rf.com | Strompreisbremse wurde beschlossen

Lange wurde er disktutiert: Der Strompreisdeckel ist nun fixiert. Mit der Strompreis-Bremse will die Regierung gegen die Teuerung vorgehen. Bis zu 500 € Entlastung soll der Deckel bringen. Was genau dahinter steckt?

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Die explodierenden Preise am Energiemarkt und der Tropfen auf den heißen Stein in Form des Energiebonus haben unsere Regierung nun doch dazu veranlasst eine Strompreisdeckelung zu beschließen. ÖVP und Grüne hab sich nun darauf geeinigt, dass 80 Prozent des Durchschnittsverbrauchs gestützt bzw. gefördert werden. Alles, was darüber hinausgeht, muss zum marktüblichen Preis zugekauft werden. 

Strompreisbremse: Maßnahmen im Überblick

  • Strompreisbremse tritt mit 1. Dezember 2022 in Kraft
  • 80 Prozent der Stromkosten eines durchschnittlichen Haushalts werden reguliert
  • Grenze wird bei 2.900 Kilowattstunden pro Jahr festgelegt. Für den Verbrauch bis zu dieser Grenze müssen künftig 10 Cent pro kWh bezahlt werden.
  • Für sozial schwache Haushalte gibt es zusätzlich Hilfe
  • Haushalte mit mehr als drei Personen können einen Antrag für zusätzliche Unterstützung stellen
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Pro Haushalt 2.900 kWh gedeckelt

Bei den 80 Prozent des Durchschnittsverbrauches wird pro österreichischem Haushalt von etwa 2.900 Kilowattstunden (kWh) ausgegangen. Bis zu dieser Marke sollen nur zehn Cent pro Kilowattstunde verrechnet werden. Für jede weitere Kilowattstunde wird dann der marktübliche Preis zu zahlen sein.

Soziale Staffelungen oder Unterschiede je nach Haushaltsgröße wird es dabei vorerst nicht geben. Die Regierung plant jedoch in weiterer Folge, Haushalte mit zusätzlichen Personen pro Kopf zusätzlich zu entlasten. Dies wird per Antrag möglich sein, die generelle Preisbremse für alle Haushalte wird indes automatisch von der Stromrechnung abgezogen.

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500 Euro Entlastung jährlich

Mit der Strompreisbremse soll es zu einer durchschnittlichen Entlastung von rund 500 Euro im Jahr pro Haushalt kommen; insgesamt stehen angeblich rund 2,5 Milliarden Euro zur Verfügung. Die Frage, wie energieintensive Unternehmen, vor allem Klein- und Mittelbetriebe, über den Winter kommen, soll durch den Energiekosten-Zuschuss beantwortet werden. Hier heißt es von Regierungsseite, man warte noch auf eine entsprechende Richtlinie der EU. Die Strompreiskompensation für die Industriebetriebe hingegen ist im Klimaschutzministerium in Ausarbeitung.

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28. September 2022 - 08:56 Uhr

Leider nur die halbe Wahrheit im Artikel angegeben.Hier fehlt die Angabe das nur bis zu einem Höchstbetrag von 40 Cent / kWh vom Staat übernommen wird.

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strobl gerhard

23. September 2022 - 09:07 Uhr

Wird die Strompreisbremse beim Angebot berücksichtigt oder tritt sie erst bei der Jahresabrechnung in Kraft.

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