Sprechende Bäume: Naturpark "Am Himmel" wird zum Klangraum

Lebensbaumkreis am Himmel
© Kuratorium Wald | Lebensbaumkreis am Himmel

Der "Lebensbaumkreis" Am Himmel in Wien-Döbling wurde mit einer neuen Soundanlage ausgestattet. Montiert wurden 40 rote Metallstelen mit Lautsprechern und Sensoren. Wer sich einer Säule nähert, bekommt über den jeweiligen Baum Auskunft.

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Open-Air-Konzertsaal "Am Himmel"

Vor 20 Jahren wurde in Wien-Döbling - konkret auf einem Areal mit dem Namen "Am Himmel" - vom Kuratorium Wald ein inzwischen beliebtes Ausflugsziel errichtet: Den "Lebensbaumkreis". Der kann auch sprechen. Neue Audiostellen, die vor den Bäumen aufgestellt wurden, geben Auskunft über die jeweiligen Exemplare. Der "Klangraum" macht die Location aber auch zum Open-Air-Konzertsaal.

Sprechende Bäume: Naturpark "Am Himmel" wird zum "Klangraum"

Gedacht war und ist das Gelände als "Ort der Ruhe und Erholung", der zwischen Menschen, Natur und Kultur vermitteln solle, betonen die Betreiber. Dazu gehört auch ein Cafe ("Oktogon"), die Sisi-Kapelle, ein Spielplatz sowie ein Weingarten. Das Herzstück der Anlage bilden jedoch 40 "Lebensbäume". Sie sind Zeitabschnitten im Jahresverlauf zugeordnet.

Details dazu sind auch direkt an Ort und Stelle zu erfahren. Eine neue Soundanlage macht dies möglich: Montiert wurden 40 rote Metallstelen mit Lautsprechern und Sensoren. Wer sich einer Säule nähert, bekommt Klaus Maria Brandauer zu hören. Der Schauspieler hat die Texte gelesen, die über den jeweiligen Baum Auskunft geben.

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Klassische Musik an Wochenenden und Feiertagen

Dazu kommen weitere sechs Stellen, welche die Umgebung beschallen können. Durch die neue Anlage mutiert der Platz bei Bedarf zur Freiluftarena. Am Wochenende oder an Feiertagen sind Klassik-Aufzeichnungen zu hören. Geplant ist laut Kuratorium Wald auch die Produktion besonderer Aufnahmen, bei denen jedem Baum bzw. jeder Säule ein eigenes Instrument zugewiesen wird. Besucher, die durch das Gelände flanieren, hätten dann an jedem Standort ein anderes Hörerlebnis. Auch Lesungen mit Musikeinspielungen sind vorgesehen.

Die Gesamtkosten der Neugestaltung beliefen sich auf 600.000 Euro. Finanziert wurde der "Klangraum" unter anderem mittels einer EU-kofinanzierten Förderung. Auch das Land Niederösterreich und die Stadt Wien haben sich beteiligt.

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