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Parken Text: Fritz Lindengrün

Parkpickerl, Parkkarte und Park-Pauschale

Für Langzeitparker gibt es in Wien einige Möglichkeiten das lästige Ausfüllen von Parkscheinen in den Kurzparkzonen zu vermeiden, so existieren Park & Ride-Anlagen oder etliche Parkgaragen. Für Bewohner des jeweiligen Bezirkes gibt es das Parkpickerl, beruflich in der Gegend Beschäftigte können die Parkkarte beantragen und für alle anderen besteht die Möglichkeit eine Pauschale für die Parkgebühren zu bezahlen.

Parkpickerl neben der Begutachtungsplakette
© wikimedia.org/ Gugerell | Das ist es! Das berüchtigte Parkpickerl (rechts im Bild)

Parkpickerl

Nur Bewohner mit Hauptwohnsitz in Wien können für ihren Wohnbezirk ein Parkpickerl (Parkkleber) beantragen. Hierfür müssen Sie einen Antrag beim zuständigen Magistratischen Bezirksamt Ihres Hauptwohnsitzes stellen. 

1. bis 9. Bezirk, 15. Bezirk im Bereich der Stadthalle sowie 20. Bezirk:

  • € 120,- (1 Jahr)
  • € 240,- (2 Jahre)

Ab 4. September 2017 gilt in Favoriten (10. Bezirk) ebenfalls die flächendeckende Kurzparkzone, von Montag bis Freitag von 9 bis 19 Uhr.

>> Weitere Informationen

12. und 14. Bezirk, 15. Bezirk außerhalb des Stadthallenbereichs sowie 16.,  17. und 18. Bezirk:

  • € 90,- (1 Jahr)
  • € 180,- (2 Jahre)

Das Parkpickerl erlaubt es Ihnen ihr Auto im jeweiligen Bezirk in den Kurzparkzonen und auf AnwohnerInnnen-Parkplätzen ohne zusätzliche Kosten abzustellen. In Geschäftsstraßen können Sie (innerhalb der flächendeckenden Kurzparkzonen) auch mit Parkpickerl nur 1,5 Stunden parken und müssen auf der Parkscheibe einstellen, wann Sie Ihr Auto abgestellt haben.

(Noch) kein Parkpickerl benötigen Sie im 11., 13., 19., 21., 22. und 23. Bezirk

Parkpickerl 2017: Ab Oktober 2017 wird wohl auch im 10. Bezirk das kostenpflichtige Parkpickerl eingeführt.

Informationen zu den geänderten Parkscheinpreisen finden Sie hier.

elektronisches Parkpickerl

Seit 1. September 2016 ersetzt das elektronische Parkpickerl seinen Vorgänger. Neu ist, dass diese Variante nicht mehr abgekratzt werden muss, durch einen integrierten RFID-Chip (Radio Frequency Identification) wird mit einem Lesegerät ausgelesen, ob das Parkpickerl noch gültig ist. Es kann bequem mehrere Jahre an der Windschutzscheibe kleben bleiben und muss nicht jährlich durch ein Neues ersetzt werden.

Wer noch kein elektronisches Parkpickerl erhalten hat, der muss dies jedoch nicht vorzeitig umtauschen, bei Neubeantragung, beziehungsweise Verlängerung wird dies automatisch ausgestellt. 

Parkkarte

Für Beschäftigte, die am Anfang oder Ende der Dienstzeit kein öffentliches Verkehrsmittel benützen können, gibt es eine Ausnahmebewilligung. In begründeten Fällen wird für die Betroffenen eine Parkkarte ausgestellt.

Ein Antrag kostet € 14,30.

Hotline: +43 1 95559 (auch für Antragsberatung)

Pauschale Entrichtung der Parkometerabgabe

Hinter diesem bürokratendeutschem Begriff verbirgt sich eine Art Kurzpark-Flatrate. Sie bezahlen einen pauschalen Betrag für einen gewissen Zeitraum (min. 3 Monate max 2 Jahre) und erhalten eine Bescheinigung mit der Sie in allen Kurzparkzonen Wiens ohne Mehrkosten parken dürfen (je nach Regelung 1,5 bis max. 3 Stunden).

Der Antrag kann formlos persönlich, per E-Mail, Post, mittels Fax oder auf elektronischem Wege eingebracht werden.

Zuständige Behörde:

Bemessungsstelle
Rechnungs- und Abgabenwesen (MA 6)
Dezernat II - Abgaben, Referat 2
2., Meiereistraße 7, Sektor B, 1.Stock
Telefon: +43 1 4000-86800
Fax: +43 1 4000-99-86800
E-Mail: kanzlei-d02r02(at)ma06.wien.gv.at

Kosten der Pauschalen Entrichtung

Zeitraum0 -24 h0 - 14 h bzw. 14 - 24 h
3 Monate636 €318 €
pro weiteren Monat212 €106 €
max. 24 Monate5.088 €2.544 €

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weitere Meinungen

Ich kann nicht nachvollziehen, warum man bei den Kleingartensiedlungen rund um den Böhmischen Prater ein Parkpickerl nehmen muss. Hier gab es nie ein Parkplatzproblem ... das Argument wegen der U1 - Verlängerung lasse ich hier nicht gelten, denn die ist viel zu weit entfernt, als dass wir das hier zu spüren bekommen würden! Also reine Abzocke!!!! .. Auch wurden die Bürgerinnen und Bürger nicht gefragt, ob sie das wollen. In anderen Bezirken wurden sehr wohl die betroffenen Anrainer befragt und hatten so die Möglichkeit dagegen zu stimmen!! Tja, Wien ist eben anders!
Das Parkpickerl zieht sich bis in das Privatleben. Denn wenn man Besuch bekommt, müsste dieser nach der vorgeschriebenen Maximalparkdauer theoretisch den Parkplatz verlassen und einen neuen suchen, oder den Besuch beenden. Die öffentlichen Verkehrsmittel sind nur zu Fuß (10 - 15 Minuten) zu erreichen. Für ältere Menschen ist das eigentlich unzumutbar! Ich selbst würde zu meiner Arbeitsstelle öffentlich über eine Stunde benötigen ... mit dem Auto sind das nur 17 Minuten!!! Also auf den öffentlichen Verkehr umzusteigen ist ebenfalls nicht zumutbar!
Als Bewohner eines Kleingartenhauses gibt es ja keine Möglichkeit auf seinem Grundstück zu parken. Auch das wissen die Verantwortlichen ... der Rubel rollt!!!!

, 14.10.2018 um 19:03

Jetzt wird man gezwungen erhebliche Mehrkosten in Kauf zu nehmen für das 2 Fahrzeug welches man schon Jahre hat um eine Garage anzumieten! Oder "Verkaufens es halt!"
hört man!? Wien verärgert nicht nur viele Privatpersonen, sondern auch Betriebe für die es wieder zu erheblichen Mehraufwänden führt. Im Grunde zahlt alles der Konsument, denn dadurch verteuert sich alles und bewußt wird man zu Einschränkungen gezwungen!
Danke an euch gewählte Volksvertreter, das Raurittertum hält anscheinen im 3. Jahrtausend wieder Einzug - eine Frechheit ist diese Vorgangsweise!!!

, 07.02.2018 um 14:43

Vielleicht wäre es bzgl. des Parkpickerls auch sinnvoll, die Antrags- sowie Verwaltungsgebühr in Höhe von 50€ zu erwähnen!

, 24.01.2018 um 08:55

Alles nur eine Abzocke wie immer zahlt der Steuerzahler für nichts,was kommt als nächstes? Muß man für die luft die man Atmet auch bald zahlen? Mehr Parkplätze gibt es doch auch nicht,so kann man Geld machen das ja nichtmal für uns verwendet wird.

, 29.08.2017 um 06:31

Wie verhält sich das für Touristen, welche in.einem privaten Appartement für eine Woche in Wien im 17. Bezirk sind? Alle zwei Stunden Parkzettel wechseln? Hat sich die Wiener Bürokratie dafür etwas überlegt?

, 29.07.2017 um 06:16
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