BP-Wahl 22: Nach Wallentin und Grosz auch Rosenkranz am Wahlzettel

Die Hofburg in Wien, ein Touristenhotspot und der Sitz des Bundespräsidenten
© pixabay | Ab August können die Kandidaten Unterstützungserklärungen sammeln

Die letzten Jahre waren im Thema Politik sehr aufregend. Von einer engen BP-Wahl über Ibiza bis hin zu unzähligen Lockdowns war alles dabei. Nun kandidiert der derzeitige Präsident Alexander Van der Bellen für eine zweite Amtszeit. Hier findest du alle wichtigen Informationen und Wissenswertes zur anstehenden Wahl!

Erstellt von: | Aktualisiert am 30. August 2022
Anzeige

Live-Ticker BP-Wahl 2022

Update 30. August 2022

Auch FPÖ-Kandidat Walter Rosenkranz steht fix am Wahlzettel: 18.500 Unterstützungserklärungen wurden nach eigenen Angaben am heutigen Dienstag an die Bundeswahlbehörde übergeben. 
Amtsinhaber Alexander Van der Bellen verfolgt indessen eine andere Strategie: Er gilt als Fixkandidat, wartet allerdings mit der Übergabe der Unterstützungen in jedem Fall bis zum Ablauf der Frist am 2. September. 

Update 25. August 2022

Als vierter Kandidat hat am Donnerstag MFG-Vorsitzender Michael Brunner bekannt gegeben, dass er die nötigen Unterstützungserklärungen für die Kandidatur bei der Bundespräsidentenwahl zusammen hat. Er werde diese am 31. August bei der Bundeswahlbehörde abliefern.

Update 24. August 2022

Tassilo Wallentin hat ebenso wie Gerald Grosz die notwendigen 6.000 Unterstützungserklärungen für eine Kandidatur bei der Bundespräsidentenwahl zusammen. Wallentin hatte am Dienstag laut Eigenangaben rund 6.500 Unterschriften. Grosz hat laut seinem Umfeld 8.500 Unterschriften.

Update: 19. August 2022

Dominik Wlazny alias Marco Pogo lieferte als erster die für eine Kandidatur bei der Bundespräsidentenwahl nötigen 6.000 Unterstützungserklärungen bei der Bundeswahlbehörde in Wien ab. Er sei selbst "überrascht", dass es so schnell gegangen sei, betonte er. Derweil waren die anderen Kandidaten noch fleißig beim Sammeln.

Für die Bundespräsidentschaftswahl am 9. Oktober stehen alle Kandidaten in den Startlöchern. Derzeit wird sich darum bemüht die Anhänger zur Unterzeichnung von Unterstützungserklärungen zu motivieren. Denn um bei der Wahl antreten zu können, muss jeder Kandidat bis 2. September mindestens 6.000 solcher Erklärungen vorlegen. Jeder, der am "Stichtag", dem 9. August, stimmberechtigt ist, kann für jeweils nur einen Österreicher (älter als 35 Jahre) eine Unterstützungserklärung abgeben.

Damit diese Unterschrift gültig ist, müssen Unterstützungswillige persönlich aufs Gemeindeamt, beziehungsweise Magistrat, gehen. Hier kann man ab dem "Stichtag" (der 61. Tag vor der Wahl) seine Unterstützungserklärungen beglaubigen lassen. Damit ist es jedoch noch nicht getan, die so unterschriebenen und beglaubigten Unterstützungserklärungen müssen noch per Post oder auf anderem Wege den Zustellungsbevollmächtigten des jeweiligen Kandidaten überbracht werden. Dieser muss die Erklärungen spätestens beim "Einreicheschluss" am 2. September (17 Uhr) der Bundeswahlbehörde vorlegen, 6.000 solcher Erklärungen sind notwendig, damit der Kandidat dann auch bei den Wahlen antreten darf.

Wann und wo wird gewählt?

Die 14. Bundespräsidentenwahl in Österreich wird am 9. Oktober 2022 stattfinden. Bei einer möglichen Stichwahl wäre Sonntag, der 6. November 2022 als Termin festgelegt. Ein jeder österreichische Staatsbürger hat die Möglichkeit bei einem konkret zugewiesenen Wahllokal seine Stimme abzugeben, dieses Wahllokal wird je nach Ort des Hauptwohnsitzes fixiert. Wo genau sich dieses Wahllokal befindet und zu welchem man gehört wird, vorab bekannt gegeben.

Anzeige

Wer darf in Österreich wählen?

In der Bundesverfassung ist verankert, dass österreichische Staatsbürger, die spätestens mit Ablauf des Tages der Wahl 16. Lebensjahr beendet haben. Ebenfalls darf keine gerichtliche Verurteilung vom Wahlrecht bestehen. Das passive Wahlrecht (wer gewählt werden darf) liegt bei 35 Jahren. Neuerdings hat die Jugendabteilung „JUNOS“ von der Parlamentspartei NEOS die Idee gehabt, dieses Alter zu senken. "Wir sind der Meinung, die Österreicherinnen und Österreicher haben die Chance verdient, die besten Köpfe in die Hofburg zu wählen und nicht nur ergraute.", sagt die Bundesvorsitzende Anna Stürkgh.

Die Kandidaten der Bundespräsidentenwahl 2022

Großer Favorit ist selbstverständlich der amtierende Präsident Alexander van der Bellen. Nach 2016 stellt er sich seiner zweiten Amtszeit. Sehr früh seine Kandidatur bekannt gegeben hat außerdem Marco Pogo (Dominik Wlazny) von der Bierpartei. Die Impfgegner-Partei MFG (Menschen, Freiheit, Grundrechte) stellt mit Michael Brunner ihren Kandidaten und die FPÖ schickt Walter Rosenkranz ins Rennen um die Hofburg. Aufgrund der zweiten Kandidatur von van der Bellen werden SPÖ, ÖVP und NEOS keinen Kandidaten aufstellen.

Anbei findest du alle weiteren Kandidaten:

Name

Partei

Kandidatur angekündigt

Wolfgang Ottowitz

Parteilos

16. Oktober 2021

Hubert Thurnhofer

Parteilos

26. Oktober 2021

Dominik Wlazny (alias Marco Pogo)

Bierpartei

2. Dezember 2021

Rudolf Remigius Kleinschnitz

Parteilos

21. Jänner 2022

Martin Wabl

Parteilos

14. Februar 2022

Thomas Schaurecker

Parteilos

3. März 2022

Robert Maschall

Parteilos

21. März 2022

Barbara Rieger

Parteilos

7. April 2022

Johann Peter Schutte

Parteilos

22. April 2022

Konstantin Haslauer

Parteilos

6. Mai 2022

Alexander van der Bellen

Die Grünen

22. Mai 2022

David Packer

Bestes Österreich

15. Juni 2022

Franz Josef Gollowitsch

Parteilos

21. Juni 2022

Gerald Grosz

Parteilos

21. Juni 2022

Michael Brunner

MFG

27. Juni 2022

Gerhard Kuchta

Demokratische Alternative

4. Juli 2022

Walter Rosenkranz

FPÖ

12. Juli 2022

Meinungsumfragen zu den Kandidaten folgen:

Anzeige

Keine Wahl wie 2016

An die Wahl von 2016 kann sich wohl jeder noch erinnern. Doch die damaligen Zeiten sind lange vorbei und das politische Parkett ist ein anderes. Die FPÖ hat mit Ibiza schwere Zeiten hinter sich und befindet sich langsam aber doch, auch wegen der Coronakrise im Aufwärtstrend. Doch eigentlich sollte an Alexander van der Bellen kein Weg vorbeiführen. Denn einerseits hat er in den vergangen sechs Jahren einen soliden und souveränen Job erledigt und andererseits werden sich die politisch-rechten Parteien wie MFG und FPÖ und auch Gerald Grosz werden sich die Stimmen gegenseitig wegnehmen.

Laut Prognosen und Umfragen wird der amtierende Präsident mehr als 60% erreichen. Mit rund 20% wird wohl Walter Rosenkrank Zweiter. Dahinter werden sich Marco Pogo, Gerald Grosz und Walter Brunner den 3. Platz untereinander ausmachen.

Doch genau vorhersagen wird man auch diese Wahl nicht können. Die Wahlkampftouren durch ganz Österreich werden ebenfalls im August gestartet. Gespannt wird ein jeder dann am 9. Oktober 2022 um 17:00 Uhr vorm Fernseher sitzen und die ersten Hochrechnungen ansehen!

Anzeige

Diese Geschichte teilen!


Hinterlassen Sie einen Kommentar!

weitere interessante Beiträge