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Kann eine Paartherapie die Ehe retten?

Ist meine Beziehung am Ende? Viele Paare stellen sich diese Frage. Oft ist eine Paartherapie dann der richtige Ansatz, um aneinander und an der Beziehung zu arbeiten. Welche Möglichkeiten des Coachings es gibt und mit welchen Kosten die Paartherapie verbunden ist, erfahren Sie hier.

Ein Paar beim Therapeuten
© 123rf | Für viele Paare ist die Therapie ein Schritt in richtung glückliche Beziehung

Haben wir noch eine Chance? Wer sich diese Frage stellt, hat in seiner Liebesbeziehung Höhen und Tiefen, endlose Diskussionen über die selben Themen oder Gesprächsverweigerung, Sexuelle Unlust und ähnliche Konflikte erlebt. Die Fronten sind verhärtet und das Verständnis füreinander ist verloren gegangen.

Die Qualität einer Beziehung lässt sich nicht nur darüber definieren, wie oft oder worüber gestritten wird, sondern besonders daran, wie ein Paar mit
diesen Konflikten umgeht und ob es bereit ist, gemeinsam nach einer Lösung zu suchen.

Wann ist eine Paartherapie sinnvoll?

Gelingt es nicht, gemeinsam Probleme zu bewältigen, können sie auf Dauer krank machen. Um es nicht so weit kommen zu lassen, sollte eine Paartherapie in Betracht gezogen werden, um wieder respektvollen Umgang miteinander zu erlernen.

Jedoch nicht allen fällt der Schritt in die Beziehungsberatung leicht. Zu sehr wird befürchtet, dass die Beziehung womöglich an einem Lebensphasenübergang angekommen ist, oder dass Ausnahmesituationen, die die Beziehung zu einer Belastungsprobe gemacht haben, offen analysiert werden.

Doch gibt es auch Paare, die sich bewusst dafür entscheiden, eine Gesprächstherapie aufzusuchen. Wenn sie zum einvernehmlichen Schluss gekommen sind, sich zu trennen und begleitend dazu Beratung in Anspruch nehmen wollen.

Eheberatung nach Affäre

Eine Affäre belastet eine Beziehung wie kaum ein anderes Ereignis, ihre Auslöser sind oft vielschichtig. Wenn es passiert ist, ist das oft ein Zeichen, dass schon vorher Unzufriedenheit da war. Bei Zufriedenheit in der Beziehung kann diese durch Dritte nicht erschüttert werden, so Gottfried Kühbauer, Diplom-Lebens- und Beziehungsberater.

Für den Betrogenen stürzt eine Welt ein, Selbstwert und Selbstbewusstsein sind beschädigt. Im schlimmsten Fall verursacht der Seitensprung ähnliche Symptome wie bei einer posttraumatischen Belastungsstörung. Das Vertrauen, die Basis jeder Partnerschaft, ist zerstört: der Mensch, den man so gut zu kennen glaubte, hat gelogen und womöglich über längeren Zeitraum ein geheimes Doppelleben geführt. Dem Untreuen verzeihen und so tun, als wäre nichts gewesen scheint unmöglich. Doch was ist die Alternative? Ohne Versöhnung bleibt nur Trennung als Ausweg. Untreue ist für viele Menschen ein Grund, um die Beziehung oder Ehe sofort zu beenden.

Wollen aber beide Partner dennoch die Beziehung nicht aufgeben, können Paartherapie und Eheberatung Lösungswege zur Auseinandersetzung mit dieser Krise finden. In diesem Rahmen kann der Betrogene erstmals über seine extremen Gefühle und seine Verzweiflung, die der Partner mit seinem Treuebruch bei ihm ausgelöst hat, sprechen. Der Untreue offen und transparent über seine Beweggründe.

Generell dauern Therapien in Beziehungen, bei denen eine Affäre die Fronten verhärtet, länger und gestalten sich schwieriger als bei sexuell treuen Partnern. Eine Krise kann aber, gestützt durch Paarberatung, als Chance gesehen werden. Paare lernen sich danach oft nochmal ganz neu und intensiv und die Bedürfnisse des jeweils anderen kennen.

Paartherapie nach Geburt

Auch das erste gemeinsame Kind verändert eine Beziehung nachhaltig. Das
Liebespaar hat nun auch die Elternfunktion übernommen. Während für die Part-nerin naturgemäß das Kind an erster Stelle steht, leiden die Männer am Aufmerksamkeitsentzug. Haushalt und der Nachwuchs werden oft der Frau überlassen.

Vor der Geburt des Kindes hat man sich bewusste Zeit zu zweit
geschworen, den Babysitter ins Haus kommen zu lassen, um gemeinsamen Aktivitäten als Paar nachgehen zu können, Freunde und Hobbys nicht zu vernachlässigen. Zur anfänglichen Euphorie gesellt sich nun auch die Überforderung. Statt sich gegenseitig zu unterstützen, fühlen sich viele Partner gegenseitig im Stich gelassen. Vorwürfe und Enttäuschung folgen.

Bevor die Frustration über die neuen Lebensumstände zu groß und im schlimmsten Fall auf das Kind übertragen wird, wäre es ratsam, eine Paarberatung in Anspruch zu nehmen. Sie unterstützt im neuen Lebensabschnitt von der Partnerschaft zur Elternschaft und hilft, neue, gemeinsame Ziele zu finden.

Paarberatung nach einem Jahr Beziehung

Auch für frisch Verliebte bietet sich präventiv Paartherapie an. Wer sich schon zu Beginn besser kennenlernen möchte, kann von einem professionellem Paarcoaching profitieren. Beispielsweise bei Fragen, wie es nach der Zeit der ersten Verliebtheit weitergeht, was tun, wenn der erste Streit kommt. Auch kann analysiert werden, ob die Beziehung gerüstet ist für mehr Verbindlichkeit, wie Ehe und Familiengründung.

Die bewusste Entscheidung für eine Festigung der Liebesbeziehung ist emotional und finanziell günstiger als Scheidung oder Trennung, attestiert Beziehungs-berater Kühbauer.

Tipp: Für junge Paare und Heiratswillige bietet Gottfried Kühbauer einen „Partnercheck“ als Online-Test an.

Paartherapie nach Krebserkrankung oder schweren chronischen Erkrankungen

Eine besondere Belastung für eine Beziehung stellen schwere und chronische Erkrankungen des Partners dar, sowohl körperliche als auch psychische. Ursprüngliche Rollenmuster werden aufgebrochen, Aufgaben müssen umverteilt werden, Hilflosigkeit, Schuldgefühle und Wut können auf beiden Seiten auftreten.

Gleichzeitig haben beide Partner das Bedürfnis nach Wertschätzung und Anteilnahme, auch wollen beide ihre Sorgen und Ängste teilen können. Ein heikles Thema ist in einer solchen Phase oft die körperliche Nähe. Sie ist weiterhin wichtig, jedoch müssen sich viele Patienten mit körperlichen Erkrankungen mit ihrem veränderten Körper auseinander setzen, damit umgehen lernen, bevor sie auch wieder mit ihrem Partner intim werden können.

Eine Gesprächstherapie ist hier die Hilfe für das Paar bei der Frage, wie es mit dieser Herausforderung umgehen kann. Die Stärken des Einzelnen und die Stärke der Beziehung, über das Problem der Erkrankung hinaus gehend können untersucht werden.

Paartherapie um sich zu trennen?

In der Regel zielt eine Paartherapie auf die Zufriedenheit beider Partner ab. Wenn Probleme aber zu schwerwiegend sind oder Gefühle für den anderen zu gering, kann das auch das Ende der Beziehung bedeuten. Doch auch eine Trennung kann als Erfolg angesehen werden, wenn sich beide Beteiligten bewusst fürs Zusammenbleiben oder dagegen entschieden haben.

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Kosten der Paartherapie

Hat man sich als Paar entschieden, einen Beziehungscoach zu konsultieren, stellt sich auch die pragmatische Frage nach den Kosten. Diese können stark variieren. Das Spektrum reicht durchschnittlich von ca. 80 bis über 200 Euro pro Sitzung (Doppelstunde). Nach oben sind die Grenzen allerdings offen. In diesem Fall sollte man Reputation mit dem Honorar abwägen.

Eine günstige Alternative bietet die Imago Paarambulanz. Sie staffelt das Honorar nach dem Bruttoeinkommen und startet bei 30 Euro pro Person.
Berücksichtigt werden muss, dass ein Coaching deutlich länger als eine Stunde dauert. Die Kosten sollten unbedingt so gewählt werden, dass man sie als Paar bewältigen kann.

Kann eine Paartherapie die Ehe retten?

Eine Paartherapie ist eine psychotherapeutische Methode, mit der ein Therapeut die Kommunikation zwischen zwei Partnern zu verbessern versucht und gegenseitige Wertschätzung wieder herzustellen. In moderierender neutraler Funktion unterstützt er das Paar, Emotionen und Probleme zu beschreiben und Standpunkte einzunehmen.

Wie kann eine Paartherapie helfen?

Die Paardynamik hilft zu verstehen, was in Menschen passiert und welchen Wechselwirkungen unterschiedliche Persönlichkeiten unterliegen. Wünsche und Bedürfnisse auf Augenhöhe zu vermitteln, und auf die des Partners zu hören - diese Hilfe stellt die Paartherapie. Aber auch darauf, dass sich beide Partner ihre Eigenverantwortung gegenüber der Beziehung bewusst machen. Am Ende steht das Ziel wieder glücklich zu sein, zusammen oder getrennt. Im Falle einer Trennung unterstützt die Gesprächstherapie dabei, diese friedlich und im Einvernehmen zu vollziehen.

Wie funktioniert eine Paartherapie?

Am Anfang steht das Kennenlernen zwischen Therapeut und Paar. Das Paar schildert seine Probleme und formuliert Wünsche und Erwartungen an die Therapie. Auch die Frage, ob an der Beziehung festgehalten werden soll oder ob eine Trennung zur Debatte steht, wird zu Beginn gestellt. Im Anschluss wird das Therapieziel festgelegt.

Im Laufe der Therapie analysiert der Beziehungscoach seine Klienten und wählt eine Therapiemethode. Es gibt aber auch Therapeuten, die sich ausschließlich auf eine bestimmte Methode spezialisiert haben.

Dem Paar können gemeinsame Hausaufgaben gestellt werden, durch die es lernen soll, den täglichen Umgang miteinander positiver zu gestalten.

Wie viele Sitzungen sind notwendig?

Je nach Problematik sollte mit einem Umfang von 5 bis 20 Sitzungen gerechnet werden, um kontinuierlich an der Situation arbeiten zu können. Sinnvoll sind Intervalle von einer bis zu vier Wochen.

Die Ziele einer Gesprächstherapie sind unterschiedlich - geht es manchen um die Frage, ob ihre Beziehung prinzipiell noch eine Chance hat, wollen andere bedingt durch äußere Umstände die daraus entstandene Krise überwinden.

Übrigens: Bei jedem zweiten Paar verbessert sich die Beziehung nach durchschnittlich 15 Sitzungen, so die Statistik. Danach gilt es, diesen Erfolg langfristig zu sichern, in dem alte Fehler und Verhaltensmuster vermieden werden.

Gottfried Kühbauer warnt jedoch davor, die Paartherapie zur Ersatzbeziehung werden zu lassen. Sollte sich nach einer gewissen Anzahl an Therapiesitzungen keine positive Veränderung im Verhalten der Partner in der Beziehung zeigen, oder das Paar nicht zu einer einvernehmlichen Lösung gekommen sein, sei es ratsamer, die Therapie abzubrechen und sich anderweitig um Hilfe umzusehen, so der Beziehungsberater.

Wie kann man sich auf die Paartherapie vorbereiten?

Bereits vor einer Paartherapie ist es ratsam, sich gemeinsam einzugestehen, dass die Beziehung gefährdet ist. Das Paar als solches befindet sich in der Krise, nicht nur jeweils der andere. Dieser Konsens sollte die Basis der Entscheidung sein, zur Paartherapie zu gehen.

Den richtigen Therapeuten wählen

Die Begriffe Paartherapie, Eheberatung, Paarcoaching sind rechtlich nicht ge-schützt, die Grenzen zwischen Therapie und Beratung sind fließend. Manche sind medizinisch oder psychologisch ausgebildet.

In Österreich sind der Diplom-Lebensberater und der Psychotherapeut zulässige Berufsbezeichnungen.

Besonders wichtig ist es, einen Therapeuten zu finden, zu dem beide Partner Vertrauen aufbauen können und der beiden gegenüber sozial neutral eingestellt ist. Wesentlich sollte dieser unvoreingenommen gegenüber den verschiedenen Lebensmodellen und Wertesystemen der Lebensgefährten sein. In der Therapie werden immerhin intimste Beziehungsdetails offen gelegt und gerade deswegen sollte die Chemie zwischen Paar und Beziehungscoach von Anfang an stimmen.

Manche Therapeuten bieten bereits am Telefon eine Voranalyse an, um eine
erste Einschätzung treffen zu können, und um den Weg der Zusammenarbeit zu ermitteln.

Für Menschen, die in einer solchen Ausnahmesituation Unterstützung brauchen, bietet Gottfried Kühbauer Unterstützung an. Melden Sie sich gerne telefonisch um einen Termin zu vereinbaren.

DLB Gottfried Kühbauer
Beziehungsberatung für Einzelpersonen und Paare, sowie Mediation
Praxis: 1010 Wien Schwedenplatz 2/3/26 (Ecke Laurenzerberg 5)
Tel.: (+43) 01 403 64 94
Website: www.kuehbauer.at

Klienten können dadurch schon vorab merken, ob die Chemie zum Coach stimmt, können Hoffnungen und Ziele artikulieren und Methoden abklären.
Üblicherweise bieten Therapeuten Erstgespräche, so genannte Clearinggespräche, und Voranalysen kostenlos an, in denen sie einen Überblick über den zu erwartenden Zeitrahmen der Therapie geben und deren Vorgangsweise erläutern.

Paartherapie online: Vorteile und Nachteile

Der Gang zur Paartherapie stellt für manche eine Überwindung dar. Im Zeitalter der Digitalisierung bietet sich jedoch alternativ zur face-to-face-Therapie eine Online-Paarberatung an.

Vorteile

  • Überall auf der Welt und zu jeder Zeit kann eine Paartherapie durchgeführt werden
  • Geeignet Fernbeziehung, die Partner können getrennt voneinander und doch gemeinsam teilnehmen
  • Unterhaltungen bei der Online-Therapie finden oft schriftlich statt. Körpersprache, Gesichtsausdruck und Tonfall entfallen, dadurch ist es leichter, sich auf Probleme und deren Lösung zu konzentrieren.

Nachteile

  • Therapeut kann Klienten nicht körpersprachlich wahrnehmen
  • Nicht jeder traut dem Internet
  • Emotionale Verbundenheit zwischen Paar und Therapeut ist eingeschränkt
  • kreative Methoden können nicht angewandt werden

Methoden, Formen und Grundlagen der Paartherapie

Die Paartherapie bedient sich verschiedener Verfahren der Psychotherapie, auch oft in Kombination. Therapeuten planen gemeinsam mit dem Paar den Ablauf und passen Methoden an seine Bedürfnisse an.

  • Eine häufig angewandte Methode ist die systemische Therapie, die mit Rollenspielen, Skulpturarbeiten usw. Die Lebensgeschichte der Partner betrachten, um zu sehen wie sehr sie Verhalten und Emotionen in der Partnerschaft beeinflusst.
  • Die am besten erforschte Therapieform in der Paartherapie ist die kongitiv-verhaltenstherapeutische. Sie arbeitet mit Komponenten wie der Diagnostik, Kommunikations- und Problemlösungstraining, Steigerung der gegenseitigen Akzeptanz und Toleranz usw.
  • Die analytische Paartherapie untersucht wie die Psychoanalyse in Einzelsitzungen (als aufdeckendes Therapieverfahren) unbewusste Motive und daraus folgende Verhaltensmuster der Partner. Tiefere Konflikte können ihren Ursprung oftmals in der Kindheit liegen und vom jeweils anderen reaktiviert werden.

Paartherapie mit Narzissten

Es gibt Pärchen, die überzeugt sind, eine gute Partnerschaft zu führen. Und dennoch herrscht ein Gefühl der Schieflage vor. Machtkämpfe werden ausgefochten. Der eine liebt, dem anderen ist nicht möglich, diese Liebe genauso zu erwidern. Die Partnerschaft bewegt sich nicht auf Augenhöhe und für den Liebenden wird der Leidensdruck immer größer. So fühlt sich die Beziehung zu einem Narzissten an.

Narzisstischen Menschen liegt mangelndes bis gänzlich fehlendes Selbstwertgefühl zugrunde, die eigene Aufwertung erfolgt über die Abwertung des Partners. Diese fruchtet, da das Gegenüber ebenso über wenig bis kein Selbstwertgefühl verfügt.

Narzissten können nicht mit Kritik umgehen, auch nicht wenn sie konstruktiv gemeint ist, denn sie streben unaufhörlich nach Anerkennung und Bewunderung. Wenn diese Ausbleiben wird die Beziehung endgültig auf eine Bewährungsprobe gestellt.

Es klingt paradox, denn Narzissten möchten in einer Beziehung sein, laufen aber trotzdem davon. Ihre größte Angst ist es, als nicht liebenswert durchschaut zu werden. Um das zu verhindern, wird die Beziehung meist vom Narzissten vorzeitig beendet.

Gelingt es, den narzisstischen Partner zu überzeugen, einen Paartherapeuten aufzusuchen, besteht die Aufgabe für diesen, einen Balanceakt zu vollführen.
Denn Narzissten möchten ja nicht über Gefühle reden und können auch gereizt reagieren, wenn sie nach ihrer Kindheit gefragt werden. Denn genau hier sitzt der Schmerz. Selbstreflexion des Therapeuten ist in diesem Fall ein Muss, insofern sollte behutsam die richtige Wahl nach einem solchen getroffen werden.

Es muss in der Gesprächstherapie gelingen, dem ambivalenten Verhalten des Narzissten - sein großes Ego und zugleich seine Opferrolle -  die Stirn zu bieten und nicht die eine oder andere Seite zu bestätigen.

Dem Partner kann der Coach helfen, herauszufinden, warum er gerade diesen Menschen liebt, der durch sein narzisstisches Verhaltensmuster das ohnehin schon geringe Selbstbewusstsein wieder zu fördern und zu stärken.

Paartherapie mit depressiven Partnern

Einer Schätzung zufolge leiden 800.000 Österreicher an depressiven Erkrankungen. Beziehungsprobleme können mitunter einer mehrer Auslöser für das Auftreten der Erkrankung sein, umgekehrt kann eine Depression aber auch wie ein Verstärker für schon existierende Konflikte wirken.

Jedoch fällt es besonders schwer, eine psychische Erkrankungen anzuerkennen, bedingt dadurch auch der Gang zur Gesprächstherapie. Doch wäre der sichere, anonyme Rahmen einer solchen besonders ratsam, um sich damit auseinanderzusetzen. Denn oft verschwimmen die Rollen und der Partner wird zum Therapeuten, was wiederum neues Konfliktpotenzial generiert. Oft stellen sich die Partner auch die Frage, inwiefern sie selbst Schuld an diesem Umstand tragen.

Im Coaching wird der Umgang der Partner miteinander analysiert, negative Ver-haltensmuster erkannt und die gegenseitige Unterstützung in der Partnerschaft gefördert.

Die Beziehungsberatung kann zwar keine depressionsspezifische Behandlung ersetzen, aber wesentlich zur Stabilisierung der Partnerschaft beitragen. Paartherapeuten beraten auch bei der Suche nach sinnvollen, ergänzenden Behandlungsformen.

Tiergestützte Paartherapie

Alternativmedizinische Behandlungsverfahren setzen bei der Heilung oder Linderung neurologischer oder psychisch/neurotischer Erkrankungen und seelisch und/oder geistiger Behinderungen auch auf vierbeinige Therapeuten.

Angewandt auf Paare hört sich tiergestützte Therapie vielleicht in manchen Oh-ren esoterisch an, aber Tiere können sehr effektiv eingesetzt werden. Manche Paare empfinden Widerstand, weil sie erkennen, dass ihr Gegenüber, der Therapeut, Recht hat mit der Analyse ihrer Beziehung. Genau hier kann es hilfreich sein, mit Tieren - speziell Pferde - zu arbeiten. Unter anderem, um die Blockade zu minimieren und den Verständnisprozess zu fördern.

Pferde sind als Herdentiere auf ihre Wahrnehmung angewiesen, sie beobachten andere Pferde und Menschen. Sie sind sozusagen wahre Meister im Lesen von Körpersprache. Als solche nehmen sie den Menschen in den Fokus, spüren Intentionen und Emotionen. Tierisches Feedback wird meist auch einfacher angenommen als beispielsweise in Rollenspielen. Meist wechseln sich Einheiten mit und ohne Pferde ab.

Die Paararbeit mit Pferden besteht aus Körper- und Wahrnehmungsübungen für beide Partner, einzeln und im gemeinsamen Setting. Es nimmt Kontakt mit ihnen auf und lernt, ein Pferd zu führen. Ohne Hilfsmittel, nur mit Präsenz und Körperspannung. Je präsenter das Paar ist, umso eher wird das Pferd mit ihm interagieren. Die Pferde fungieren als Spiegel für die einzelnen Partner und als Paar. Darüber hinaus ist es Ziel, dass Paar gemeinsame Abenteuer erlebt, zusammen Spaß hat und sich neu kennen lernt.

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