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Kohlenmonoxid-Vergiftungen häufen sich: Achtung vor mobilen Klimageräten

In Wien häufen sich die Fälle von Kohlenmonoxidvergiftungen. Erst am Dienstag ist wieder eine Person, diesmal eine 14-Jährige, in ihrem Bad in Wien Favoriten unter der Dusche bewusstlos zusammengebrochen.

Stilisierte Klimaanlage vor blauem Hintergrund
© pixabay | Mobile Klimagerät können an Kohlenmonoxidvergiftung schuld sein

Ihr Zustand ist kritisch. Vor allem im Sommer lauert die Gefahr in der Kombination von mobilen Klimageräten und Gasthermen. Durch die falsche Verwendung kann ein Abgasrückstau entstehen, wodurch sich das farb- und geruchlose Kohlenmonoxid in der Wohnung ausbreiten kann. Wohnbaustadträtin Kathrin Gaal und MieterHife fassen die Gefahrenherde zusammen und geben Auskunft zu den wichtigsten Sicherheitsfragen.

Wenn es eine Klimaanlage sein muss, dann fix montierte Split-Klimageräte.

Wenn eine mobile Klimaanlage und die Therme gleichzeitig in Betrieb sind, liegt die Gefahr im Luftverbrauch beider Geräte. Bei hohen Außentemperaturen kann es vorkommen, dass die Thermik im Kamin nicht mehr richtig funktioniert. Der normalerweise vorherrschende Unterdruck, der durch die Temperaturunterschiede außerhalb und innerhalb der Wohnung entsteht, saugt Kohlenmonoxid von der Therme nach draußen ab.

Durch die Sommerhitze ist dieser Effekt nur noch beschränkt gegeben. Wenn dann noch dazu eine mobile Klimaanlage dem Raum die Wärme und die Luft zum funktionieren absaugt, entsteht der Unterdruck nicht außerhalb, sondern innerhalb der Wohnung. In der Konsequenz gelangt das Kohlenmonoxid zurück in die Wohnung. Der Leiter der MieterHilfe Christian Bartok rät unbedingt zu einer fest montierten Klimaanlage, denn durch diese lässt sich der ungewünsche Effekt vermeiden. Diese sollte jedoch vom Vermieter genehmigt und von fachkundigem Personal installiert werden. 

Regelmäßige Wartungen verlängern Lebensdauer. Von Mensch und Gerät.

Die Wartung der Therme ist gleich in mehrerer Hinsicht von Vorteil. Auf der einen Seite werden dadurch Energiekosten gespart, auf der anderen wird das Austreten von Kohlenmonoxid und die Gefahr eines damit verbundenen Unfalls deutlich verringert. Zusätzlich raten Experten zu regelmäßigen Überprüfungen durch den Luftverbund. Dieser stellt sicher, dass auch bei widrigen Witterungsverhältnissen eine ausreichende Sauerstoffzufuhr innerhalb der Wohnung gegeben ist und den Bewohnern und Bewohnerinnen keine Gefahr droht.

Seit dem 1.1.2015 ist rechtlich eindeutig festgehalten, dass der Vermieter die Therme oder Warmwasseraufbereitungsgeräte als mitvermieteten Gegenstand reparieren und gegebenenfalls sogar austauschen lassen muss, ganz auf seine Kosten. Ausgenommen sind dabei jedoch Ein- und Zweifamilienhäuser und setzt auch eine routinierte Wartung voraus, welche wiederrum zu den Pflichten der Mieter und Mieterinnen gehört. Dabei wird die Therme gereinigt und auf Funktionstüchtigkeit hin überprüft.

Risiko auf Kohlenmonoxidvergiftung gänzlich verhindern!

Zum Beispiel durch den Umstieg auf alternative Heizformen, wie Infrarotheizungen und gleichzeitig eine viel behaglichere Wärme genießen! Erfahren Sie hier kompakt und informativ alles Wissenswerte zum Heizen mit Infrarot.

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