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Corona Impfung: Neuer Impfstoff 2021 auch in Österreich?

Der Coronavirus hat unsere Welt erneut fest im Griff. Seit Jänner arbeiten Institute und Unternehmen mit Hochdruck daran einen Impfstoff gegen SARS-CoV-2 zu finden. Nun stehen wir kurz davor eine Impfung am Markt begrüßen zu dürfen. Doch was bedeutet das genau?

Experten sagen, dass eine Rückkehr zur „Normalität“, also eine Beendigung einschränkender Maßnahmen und verordneter Verhaltensregeln, erst mit der Entwicklung und flächendeckenden Anwendung eines Impfstoffs gegen SARS-CoV-2 möglich ist. Frank Ulrich Montgomery, der Vorsitzende des Weltärztebundes, hat sich sogar für eine Corona-Impfpflicht ausgesprochen.

Moderna meldet Erfolg mit Corona-Impfstoff

Im weltweiten Rennen um einen Impfstoff hat ein weiteres Forschungsprojekt einen entscheidenden Erfolg gemeldet. Der Corona-Impfstoff des US-Biotechkonzerns Moderna zeigt laut einer am Montag (16.11.2020) veröffentlichten Zwischenanalyse eine Wirksamkeit von 94,5 Prozent beim Schutz vor Covid-19.

Im Gegensatz zu anderen Impfstoffen muss dieser lediglich bei minus 20 Grad aufbewahrt werden und ist dann sechs Monate haltbar.

Weltweit laufen 214 Impfstoffprojekte 

Derzeit sind laut Aufzeichnungen der Weltgesundheitsorganisation (WHO) durch pharmazeutische Unternehmen weltweit 214 Impfstoffprojekte gegen SARS-CoV-2 angemeldet. Die Gesellschaft kann auf die Forschung setzen – weltweit und vor allem in Deutschland. Denn, Deutschland zählt international zu den Ländern mit besonders vielen Projekten für Impfstoffe gegen Covid-19.

Forscher arbeiten seit Jänner unter Hochdruck an der Entwicklung eines Impfstoffs gegen das neuartige Coronavirus. Ziel der Impfung ist es, den Körper zur Bildung von Antikörpern gegen den Virus anzuregen, um die Viren abzufangen, bevor sie in die Zellen eindringen und sich vermehren.

Impfstoff gefunden

Einen 90-prozentigen Schutz vor Covid-19 biete nun der Impfstoffkandidat BNT162b2 der beiden Firmen Pfizer und Biontech, wie es am Montag in einer Aussendung hieß. Das Biontech-Präparat BNT162b2 ist ein sogenannter RNA-Impfstoff, der auf einem bisher völlig neuen Mechanismus basiert. Er enthält genetische Informationen des Erregers, aus denen der Körper ein Viruseiweiß herstellt – in diesem Fall das Oberflächenprotein, mit dessen Hilfe das Virus in Zellen eindringt.

Projekt "Lightspeed" zu 90 Prozent erfolgreich

Biontech hatte den Impfstoff BNT162b2 im Projekt „Lightspeed“ (Lichtgeschwindigkeit) seit Mitte Jänner entwickelt. Die für eine Zulassung entscheidende Phase-3-Studie begann Ende Juli. Bis Montag (09. November) haben mehr als 43.500 Menschen mindestens eine der beiden notwendigen Impfungen bekommen, die im Abstand von drei Wochen verabreicht werden. Ein Impfschutz wird nach Angaben der Hersteller eine Woche nach der zweiten Injektion erreicht, dies war bei 90 Prozent der Probanden der Fall.

Zu möglichen Nebenwirkungen lasse sich noch nicht allzu viel sagen, da sich bis jetzt nach Angaben der Unternehmen keine sicherheitsrelevanten Nebenwirkungen gezeigt haben. Unklar sei, ob der Impfstoff gleichermaßen effizient wirkt – insbesondere bei Risikogruppen wie älteren Menschen. Außerdem fehlen Angaben dazu, wie sehr die Impfung vor schweren Verläufen von Covid-19 schütze.

Corona Impfung in Österreich

Die EU-Kommission hat am Dienstag, den 10. November bereits erklärt, dass man mit Biontech und Pfizer einen Vertrag zur Lieferung des vielversprechenden Impfstoffs ausgehandelt habe. Zur weltweiten Verteilung des Impfstoffes und zu den sinnvollen Impfstrategien in den verschiedenen Ländern, seien jedoch noch viele grundlegende Fragen offen.

Wann genau der Impfstoff in Österreich erhältlich sein wird ist noch unklar. Rudolf Anschober, der österreichische Gesundheitsminister äußerte sich dazu wie folgt:

"Ich bin weiterhin optimistisch, dass wir tatsächlich eine gute Chance haben, dass im ersten Quartal 2021 die ersten Lieferungen von Impfdosen nach Österreich gelangen und damit schrittweise das Risiko von Covid-19 verringert wird."

Sputnik V: Russischer Impfstoff seit August im Einsatz

Russland hatte mit "Sputnik V" bereits im August als weltweit erstes Land einen Corona-Impfstoff zugelassen und damit die Kritik von Experten auf sich gezogen, da dieser erst weniger als zwei Monate an Menschen getestet worden war. Bisher wurden laut RDIF keine ernsten Nebenwirkungen festgestellt.

Russland veröffentlichte nun erstmals Zwischenergebnisse einer großen Studie, die im September startete, die laut RDIF auf den Daten von 16.000 Teilnehmern basieren, die je zwei Dosen des Impfstoffs erhielten. Vor dem Start der Studie hat Russland bereits 10.000 Menschen aus Hochrisikogruppen mit "Sputnik V" geimpft.

Die Zwischenanalyse erfolgte, nachdem 20 Teilnehmer der Studie Covid-19 entwickelt hatten. Das ist deutlich weniger als die bestätigten 94 Corona-Fälle, auf denen die Zwischenergebnisse von BioNTech und Pfizer beruhten. Damit verzeichnet der Impfstoff Sputnik V eine Erfolgsquote von 92 Prozent.

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