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Museum Text:

Naturhistorisches Museum

Das im Auftrag von Kaiser Franz Joseph I. gebaute Museum beherbergt alte und neue Sammlungen, die mit Themen wie Erdgeschichte, Anthropologie und Mikrokosmos Groß und Klein faszinieren. Wichtige Infos für Ihren Besuch im NHM Wien, wie Eintrittspreise, Tickets und Öffnungszeiten, erfahren Sie hier.

Frontalansicht des Gebäudes Naturhistorisches Museum Wien mit grünem Garten im Vordergrund und bei strahlendem Sonnenschein.
© WienTourismus/Karl Thomas | Seit 1889 gibt es das Naturhistorisches Museum Wien. Mit seinen rund 30 Millionen Sammlungsobjekten ist das NHM eines der bedeutendsten naturwissenschaftlichen Museen der Welt.

Naturhistorisches Museum Wien

Adresse: Burgring 7, 1010 Wien

Öffnungszeiten:
Donnerstag bis Montag 9:00 - 18:30 Uhr
Mittwoch 9:00 - 21:00 Uhr
Dienstag geschlossen

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Das Naturhistorische Museum: Dauerausstellung

Das Naturhistorische Museum in Wien beherbergt einige interessante Sammlungen zum Thema Mensch, Tier, Erde und deren Entwicklungen und ist eines der bedeutendsten naturwissenschaftlichen Museen der Welt. 

Das Museum wurde 1889 eröffnet und ist weitgehend im Originalzustand erhalten. Es werden rund 30 Millionen Objekte wissenschaftlich betreut.

Um alle ausgestellten Objekte und Infotafeln einigermaßen intensiv zu besichtigen, sollten zumindest zwei bis drei Stunden eingeplant werden. Solange man kein Blitzlicht verwendet, ist das Fotografieren und Filmen für den privaten Gebrauch gestattet.

Die Dauerausstellungen

Die Sammlung des NHM ist in zwei Stockwerken auf insgesamt 50 Säle aufgeteilt. In dem Hochparterre sind Ausstellungsstücke aus der Geologie, der Urzeit und der Anthropologie zu finden. Hier ist auch die knapp 30.000 Jahre alte Venus von Willendorf zu finden. Am Ende des Rundgangs ist eine Sonderausstellung zu einem Jubiläum oder einem bestimmten Thema zu bestaunen.

Bei der interaktiven „Zeitmaschine“ kann die Bewegung der Kontinente über die Jahrmillionen durch ein Steuerrad simulieren werden. In einer Fotostation im Anthropologiesaal ist es möglich sich als Neandertaler oder in Mittelaltertracht fotografieren zu lassen.  Auch das digitale Planetarium ist mit seinen Weltraumsimulationen einen Besuch wert.

Der erste Stock ist ganz der Zoologie gewidmet. Hier sind Nachbildungen von den verschiedensten Tieren zu finden. Hier können Einzeller unter dem Mikroskop betrachtet werden. In den Vitrinen sind Insekten und Spinnentiere zu bestaunen.

Zoologische Präparate zahlreicher Fische, Reptilien und Vögel sind ausgestellt. Die gesamte Säugetiersammlung umfasst heute zwischen 80.000 und 100.000 Exemplare, wovon natürlich nur ein Teil ausgestellt werden kann.

Themenfelder der Sammlung

  • Mineralien, Gesteine, Meteoriten
  • Erdgeschichte, Fossilien
  • Saurier
  • Eiszeit, Evolution
  • Urgeschichte
  • Anthropologie
  • Mikrokosmos
  • Einzeller, Korallen, Weichtiere
  • Kebse, Spinnentiere, Insekten
  • Wirbeltiere

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Wo ist das NHM und wie komme ich hin?

Das Naturhistorische Museum befindet sich am Maria-Theresien-Platz (Burgring 7, 1010 Wien). Gegenüber liegt direkt das Kunsthistorische Museum. Beide Gebäude liegen an der Wiener Ringstraße.

Öffentlich ist das NHM am besten mit der U2 bzw. U3 erreichbar. Einfach an der Station Volkstheater aussteigen und das Museum wird einem sofort ins Auge springen (ansonsten ist der Weg zum Museum gut beschildert). Alternativ kann man auch die Straßenbahnlinien 1, 2, 46, 49, 71 oder D nutzen.

Wer mit dem Auto anreist, kann in der Parkgarage am Museumsquartier parken. Diese hat rund um die Uhr offen. Pro Stunde zahl man dort 2,50 Euro. Falls man längere Zeit in Wien verbringt, empfiehlt es sich, das Auto für 3,60 Euro pro Tag in einer Park & Ride-Anlage abzustellen.

Naturhistorisches Museum: Preise und Führungen

Kinder und Jugendliche unter 19 Jahren*frei
Erwachsene€ 12,-
Mitglieder des Vereins Freunde des NHM Wien*frei
Senioren, Besitzer der Vienna-Card, Ö1 Club-Mitglieder u. a. Ermäßigungsberechtigte*€ 10,-
Studenten, Lehrlinge, Soldaten und Zivildiener bis 27 Jahre*€ 7,-
Gruppen (ab 15 Personen) pro Person€ 10,-
Jahreskarte**€ 33,-
Menschen mit gültigem Behindertenpass und eingetragene Begleitperson€ 10,-
Menschen mit Kulturpass ("Hunger auf Kunst & Kultur"), Rollstuhlfahrerfrei
Audioguide€ 5,-
* Gültiger Lichtbildausweis erforderlich
** gültig ein Jahr ab Kaufdatum

Bundesmuseen-Card

Die Bundesmuseen Card ist in allen acht Bundesmuseen zum Preis von 59 Euro erhältlich. Mit ihr kann man ein Jahr lang jedes von ihnen einmal gratis besuchen. Neben dem NHM sind das folgende Museen:

NHM Führungen für Erwachsene

Es ist möglich, einen kulturhistorischen Spaziergang durch das Museum bis auf das Dach zu buchen. Dort gibt es einen fantastischen Ausblick über Wien.  Eine Führungskarte kostet 8 Euro. Den Ausblick über den Dächern Wiens gibt es zu folgenden Zeiten:

  • Auf Deutsch: Mittwoch 18:30, Sonntag 16:00 Uhr
  • Auf Englisch: Sonntag 15:00 Uhr

Jeden Mittwoch um 19:00 Uhr gibt es in der historischen Kuppelhalle des naturhistorischen Museums ein Genussdinner. Sollte ein Abend zu wenig sein, ist es auch möglich die Nacht im Museum zu verbringen. Inkludiert sind dabei ein Welcome-Drink, eine Live-Show im Planetarium und eine Taschenlampenführung. Geschlafen wird im Sauriersaal und Frühstück gibt es im Café in der Kuppelhalle.

NHM Führungen für Kinder

Im NHM gibt es zahlreiche Veranstaltungen und Aktivitäten für Familien und Kinder. Bei einem Mindestalter von 7 Jahren, können Kinder zum Beispiel eine ganze Nacht im Museum verbringen oder den eigenen Geburtstag mit Freunden und Dinosauriern verbringen. Termine müssen hier online durch eine Anfrage gemacht werden.

Eine einstündige Familienführung kann auch spontan vor Ort gebucht werden. Eine Führungskarte kostet 4 Euro. Neben Sonderterminen, an Tagen wie Weihnachten, sind die Zeiten der Veranstaltungen für Kinder wie folgt:

  • Für Kinder ab 3 Jahren: jeden letzten Sonntag im Monat um 16:00 Uhr
  • Für Kinder ab 6 Jahren: jeden Samstag, Sonntag und Ferientag um 14:00 Uhr

Vorträge im Naturhistorischen Museum

Spannende Vorträge von Wissenschaftlern sind in der Regel jeden 2. und 4. Mittwoch im Monat um 18:30 Uhr. Der Besuch des Vortrags ist in der Eintrittskarte inkludiert. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Die Geschichte des NHM

Die ältesten Bestände des naturhistorischen Museums Wien sind über 250 Jahre alt. Kaiser Franz I. Stephan von Lothringen, der Gemahl Maria Theresias, kaufte um 1750 die damals größte und berühmteste Naturaliensammlung der Welt von dem Florentiner Gelehrten Johann Ritter von Baillou und legte damit den Grundstein für das naturhistorische Museum. Der Kaiser liebte seine Sammlung und besuchte sie angeblich jeden Tag.

In kaiserlichem Auftrag reiste Nicolaus Joseph Jacquin 1755 in die Karibik, zu den Antillen, nach Venezuela und Kolumbien. Von dieser Reise brachte Jacquin viele lebende Tiere und Pflanzen nach Wien.

Museum der Aufklärung?

Nach dem frühen Tod des Kaisers übergab Maria Theresia die naturwissenschaftliche Sammlung ins Eigentum des Staates und machte sie öffentlich zugänglich – es entstand das erste Museum im Sinne der Aufklärung!
Auf ihren Wunsch kam der berühmte Mineraloge Ignaz von Born nach Wien. Born, der ein neues Verfahren zur Gewinnung von Edelmetallen entwickelt hatte, erhielt den Auftrag, die Sammlungen zu ordnen und zu erweitern. Unter ihm wurde das Naturalienkabinett schon bald zu einem Zentrum praxisorientierter Forschung.

Ein neues Museum

Die Sammlungen waren im Laufe der Geschichte so umfangreich geworden, dass die Räumlichkeiten in der Hofburg nicht mehr ausreichten. Als Kaiser Franz Joseph 1857 die Schleifung der nicht mehr zeitgemäßen Basteien für den Bau der Ringstraße anordnete, wurde daher auch der Neubau von zwei Museen geplant.

1871 begannen unter der Leitung der Architekten Gottfried Semper und Carl Hasenauer die Erdaushebungen für das Naturhistorische Museum. In weniger als 20 Jahren wurde es fertiggestellt. Am 10. August 1889 wurde das Museum von Kaiser Franz Joseph I. feierlich eröffnet.

Diebstahl im NHM

Anfang der 2000er Jahre geschah ein skurriler Diebstahl im NHM. Anstatt sich an teuren Edelsteinen zu vergreifen, hatte es der dreiste Betrüger aber auf die Federn der Vögel abgesehen. Der Schweizer gab sich als Greifvogelexperte aus und bekam Zugang zu den Präparaten. Als er sich das Vertrauen erschlichen hatte, konnte er unbeaufsichtigt die Vogelfedern entwenden.

Im Zuge einer Interpol-Fahndung konnte der Betrüger schließlich in der Schweiz geschnappt werden. Inzwischen hatte er bereits mehrere Museen in Deutschland und der Schweiz bestohlen. Es entstand Schaden in Millionenhöhe.

» Museen in Wien - Überblick zu den einzelnen Häusern!

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Bitte, WO bekomme ich das Seniorenticket um 8,-- €?

, 25.08.2019 um 15:21

ich interessiere mich für die geologie n.ö., besonders für das donaudelta bei mistelbach im tertiär

, 08.08.2016 um 12:51
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