Wärmepumpen: mit Luft- oder Erdwärme, lohnt sich der Umstieg?

Das Bild ziegt einen Mann und zwei Buben vor einer Wärmepumpe.
© Pixabay | Effizient heizen dank Wärmepumpe.

Die Wärmepumpe als modernes Heizsystem ermöglicht sparsames und umweltfreundliches Heizen – lohnt sich ein Umstieg? Hier finden Sie alles Wissenswerte rund um verschiedenen Varianten von Wärmepumpen, Vor- und Nachteile, staatliche Förderungen und kompetente Installateure für die Montage der passenden Wärmepumpe.

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Vorteile der Wärmepumpe: Darum lohnt sich diese Heizung

Die Wärmepumpe kann nicht nur ein modernes, effizientes Heizsystem betreiben, sie punktet darüber hinaus mit weiteren vielfältigen Funktionen. Die größten Vorteile einer Wärmepumpenheizung im Überblick:

  • Da die Wärmepumpe hauptsächlich Umweltwärme und zu einem kleinen Teil Strom nutzt, ermöglicht sie eine Unabhängigkeit von fossilen Brennstoffen.
  • Mit einer Wärmepumpe profitieren Sie bei den Kosten im Vergleich mit anderen Heizsystemen von einer Heizkostenersparnis, da kostenlose Umweltwärme als Energiequelle genutzt wird und die Wärmepumpe sehr effizient arbeitet. Mit einem Viertel Strom wird 100 Prozent Heizleistung erbracht!
  • Die Wärmepumpe zählt zu den umweltschonendsten Systemen zur Wärmeerzeugung. Sie reduziert den Energieverbrauch ebenso wie klimaschädliche CO2-Emissionen.
  • Im Vergleich zu Pelletsheizungen, Stückholzheizungen und anderen Heizvorrrichtungen benötigt die Technik einer Wärmepumpe wenig Platz und ist generell sehr wartungsarm.
  • Eine Heizungssanierung ist in der Regel kein Problem, beispielsweise wenn eine Wärmepumpe im Altbau nachgerüstet werden soll. Meist sind nur kleine Änderungen an der vorhandenen Heizungsinstallation nötig und Heizkörper lassen sich weiterhin problemlos nutzen.

Tipp: In Verbindung mit Niedertemperatur-Wärmeabgabesystemen (wie Fußboden-, Wand- oder Deckenheizungen) ist das Heizen mit Wärmepumpen besonders effektiv.

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Wärmepumpe kaufen: Beratung und Service kompetent

Sie möchten eine Wärmepumpe kaufen und sind auf der Suche nach einem professionellen Installateur? Lassen Sie sich vom Installateur-Meisterbetrieb B-GAS für Gas, Wasser, Heizung und Klima mit 24h Installateur-Notdienst beim Kauf beraten und erhalten Sie einen Voranschlag zu den Kosten für die Wärmepumpe. B-GAS übernimmt nicht nur die Montage, Installation und Inbetriebnahme Ihrer neuen Luftwärmepumpe zum Heizen oder einer Brauchwasserwärmepumpe für Warmwasser, sondern unterstützt Sie auch mit möglichen Förderungen für Wärmepumpen (mehr dazu finden Sie weiter unten im Artikel). Entdecken Sie bei B-GAS ein breitgefächertes Sortiment an Wärmepumpen von Top-Herstellern wie Vaillant, LG oder Saunier Duval.

Welche Arten von Wärmepumpen gibt es und wie funktionieren sie?

Wärmepumpen nutzen Umweltwärme – bzw. die in Luft, Boden oder Wasser gespeicherte Sonnenenergie – als Energiequelle zum Heizen oder zum Erwärmen von Brauchwasser. Sie werden anhand der genutzten Wärmequelle unterschieden. Am weitesten verbreitet sind:

  • Erdwärmepumpe
  • Luftwärmepumpe
  • Grundwasserwärmepumpe

Welche Wärmequelle im jeweiligen Fall am effizientesten für die Wärmepumpe nutzbar ist, hängt von den örtlichen Begebenheiten und dem Wärmebedarf ab.

Unabhängig von der Energiequelle funktionieren alle Kompressions-Wärmepumpen nach dem gleichen Prinzip: Der Umgebung wird zunächst Wärme entzogen, die dann in einem weiteren Schritt ein Kältemittel verdampft. Ein meist strombetriebener Verdichter komprimiert das Kältemittel-Gas und bringt es auf ein höheres Temperaturniveau. Die Energie aus dem erhitzten Gas wird über einen Wärmetauscher auf das Heizsystem übertragen und das Kältemittel verflüssigt sich wieder.

Erfahren Sie im Folgenden, wie sich die verschiedenen Wärmepumpen unterscheiden und wo ihre Vor- und Nachteile liegen.

Wie effizient ist eine Erdwärmepumpe?

Die thermische Energie für eine Erdwärmepumpe, auch Sole-Wasser-Wärmepumpe genannt, kann über zwei Techniken nutzbar gemacht werden:

  1. Vertikale Erdwärmesonde: Bei der Nutzung einer Erdwärmesonde wird die Erdwärme über Rohre entzogen, die über eine Bohrung senkrecht in den Boden eingesetzt werden. Dieses System punktet mit einer geringen Flächenbedarf und dank der ganzjährig nahezu konstanten Temperatur im Erdreich mit hoher Effizienz. Wie tief die Sonde eingebaut wird, hängt einerseits vom Wärmebedarf und andererseits von der Wärmeleitfähigkeit des Bodens ab.
  2. Horizontale Erdwärmekollektoren: Erdwärmekollektoren arbeiten mit einem waagrechten Rohrsystem, dem Flächenkollektor, der unter der Frostgrenze im Boden (also ca. ein bis eineinhalb Meter tief) verlegt ist. Die darüberliegende Fläche darf weder versiegelt oder verbaut noch mit tiefwurzelnden Pflanzen bepflanzt werden. Die Erschließung der Wärmequelle ist bei dieser Technik mit weniger Aufwand und somit auch weniger Kosten verbunden.

Vor- und Nachteile der Erdwärmepumpe auf einen Blick:

Pro Contra
geringe Temperaturschwankungen Bei Sonde höhere Kosten durch Tiefenbohrung
Höhere Wärmequellentemperatur Bei Flächenkollektoren höherer Platzbedarf
geringe Schallemissionen des Geräts Genehmigung für Tiefenbohrung erforderlich
passive Kühlung möglich  
bei Flachkollektoren i.d.R. keine Genehmigung erforderlich  
geringer Platzbedarf bei Tiefsonden  
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Luftwärmepumpe: Vorteile und Nachteile

Für Luftwärmepumpen, ebenfalls als Luft-Wasser-Wärmepumpen bezeichnet, sind in der Regel keine Genehmigungen oder Bohrungen erforderlich, da Außen- oder Abluft als Wärmequelle fast überall verfügbar ist. Dadurch sind Aufwand und Kosten bei der Installation und Montage von Luftwärmepumpen geringer. Auf der anderen Seite ist die Temperatur der Außenluft von der Jahreszeit abhängig: Während die Luftwärmepumpe im Sommer sehr effektiv arbeitet, benötigt sie im Winter bei niedrigen Temperaturen mehr Antriebsenergie als Erd- oder Grundwasserwärmepumpen. Diese Form der Wärmepumpe eignet sich daher ideal als Ergänzung zu bereits bestehenden Heizsystemen. Sowohl eine Innenaufstellung als auch eine Außenaufstellung des Geräts ist möglich.

Vor- und Nachteile der Luftwärmepumpe auf einen Blick:

Pro Contra
Geringe Investitionskosten Bei niedrigen Temperaturen weniger effizient
Geringer Installationsaufwand Geringere Wärmequellentemperatur
Nahezu unbegrenzte Verfügbarkeit der Wärmequelle Luft  
i.d.R. keine Genehmigung erforderlich  
als Split-Wärmepumpe zur Kühlung geeignet  
Innen- oder Außenaufstellung möglich  

Die Grundwasserwärmepumpe und ihre Funktionsweise

Um dem Grundwasser mittels einer Grundwasserwärmepumpe, oder Wasser-Wasser-Wärmepumpe, Wärme entziehen zu können, wird das Wasser über einen Förderbrunnen hochgepumpt und anschließend über einen Schluckbrunnen wieder in das Grundwasser zurückgeleitet. Da zwei Bohrungen notwendig sind, ist die Installation vergleichsweise arbeitsintensiv. Um das Grundwasser anzapfen zu können, sind wasserrechtliche Genehmigungen nötig.

Vor- und Nachteile der Grundwasserwärmepumpe auf einen Blick:

Pro Contra
Höhere Wärmequellentemperatur Wasserrechtliche Genehmigung erforderlich
geringe Schallemissionen des Geräts Aufwendige Installation
Passive Kühlung möglich  
Geringe Temperaturschwankungen  
Hohe Effizienz  
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Warmwasser mit Wärmepumpenboiler

Vielleicht haben Sie schon gehört, dass eine Wärmepumpe nicht nur als Heizsystem funktioniert, sondern ebenfalls zur Bereitung von Warmwasser eingesetzt werden kann. Sogenannte Bauchwasserwärmepumpen dienen ausschließlich der Bereitstellung von Warmwasser und nicht als Heizung – nicht verwechseln! In der Funktionsweise gleichen sie Wärmepumpen mit Heizungsfunktion. Bevorzugt wird Luft als Wärmequelle genutzt, vor allem wenn sie durch andere elektrische Geräte oder beispielsweise einen Heizkessel in der Nähe bereits passiv erwärmt wird. Mit einer Brauchwasserwärmepumpe können andere Systeme zur Warmwasserbereitung entweder ergänzt oder gänzlich ersetzt werden.

Tipp: Besonders effizient ist die Kombination mit einer Photovoltaikanlage, die den Antriebsstrom der Wärmepumpe liefert.

Kühlen mit Wärmepumpe

Eine Wärmepumpe kann nicht nur zum Heizen genutzt werden, dieses Heizsystem ermöglicht ebenso die Kühlung von Gebäuden, ohne dass ein separates Klimasystem benötigt wird. Dabei wird der Heizkreislauf schlichtweg umgekehrt und der Luft in den Innenräumen wird über den Fußboden, die Wände oder die Decke Wärme entzogen. Eine aktive Kühlung ist sowohl mittels einer Luftwärmepumpe als auch mittels einer Erdwärmepumpe möglich. Eine Erdwärmepumpe kann darüber hinaus ebenso wie eine Grundwasserpumpe passiv kühlen.

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Förderung für Wärmepumpe beantragen

Die Umstellung eines fossilen auf ein klimafreundliches Heizungssystem sowie die Neuerrichtung und die Renovierung der Heizung wird vom Bund im Rahmen unterschiedlicher Projekte sowohl für Private als auch für Betriebe gefördert.

Für Private: „Sauber Heizen für Alle“ & „Raus aus Öl und Gas“

  • Einkommensschwache Haushalte können sich über die Aktion „Sauber Heizen für Alle“ für eine Förderung registrieren, die für die Kosten von Material, Montage, Planung und Entsorgung beantragt werden können. Obwohl in erster Linie der Anschluss an eine umweltfreundliche Nah- oder Fernwärme finanziell unterstützt wird, wird eine Wärmepumpenheizung ebenso gefördert, sollte es keine Anschlussmöglichkeit geben.
  • Gleiches gilt ebenso für die Förderinitiative „Raus aus Öl und Gas“.

Tipp: Für die gleichzeitige Installation einer thermischen Solaranlage wird ein zusätzlicher Solarbonus vergeben.

Für Betriebe:

► Weiterführende Informationen zu Umweltförderungen des Bundes finden Sie unter www.umweltfoerderung.at

Im Bundesland Wien:

  • In Wien stellt die Stadt Wien zusätzlich finanzielle Unterstützung für die Sanierungsmaßnahmen im Zuge der Errichtung einer Wärmepumpenheizung bzw. der Umstellung auf ein Wärmepumpenheizsystem zur Verfügung, sofern ein Anschluss an die Fernwärme nicht möglich ist.

► Lesen Sie mehr auf der Website der Stadt Wien.

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