Der Boden bestimmt die Atmosphäre des Raumes, Bodenleger beauftragen

vier Bilder mit verschiedenen Räumen und Böden
© 123rf.com | Kühl, warm, elegant? Der Boden bestimmt die Atmosphäre des Raumes!

Auf die Basis kommt es an! Ein schöner Fußboden bildet das optische Fundament und bestimmt die Atmosphäre eines jeden Raumes. Von robusten Feinsteinfliesen, pflegeleichtem Laminat bis zum edlen Eichen-Steckparkett: Wir treten ihn mit Füßen, macht er unser Zuhause doch erst lebenswert.

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Was macht ein Bodenleger?

Der alte Parkett ist verschoben oder zerkratzt? Der PVC-Boden in der Küche löst sich schon in all seinen Einzelteilen ab? Die Fließen im Bad haben in den 70er Jahren ihren zweiten Frühling erlebt? Dann muss wohl oder übel ein neuer Boden her. Der furchtlose Do-It-Yourselfer mag nun vielleicht überlegen selbst Hand anzulegen, den nächsten Baumarkt aufzusuchen und das Projekt alleine zu bewerkstelligen. Es sei ihm gegönnt. Wer die Zeit, Geduld und vor allem das Geld hat, solche Unterfangen selbst anzugehen: Werkmannsheil!

Wer jedoch einen zuverlässigen Partner, mit Ideen und Expertise sucht, der einem beim Abenteuer "Boden" tatkräftig unterstützt und die komplette Arbeit übernimmt, der wird bei einem Wiener Bodenleger bestimmt fündig.

Bodenleger statten Räume mit Teppich, Parkett, Laminat, Linoleum, PVC- und Korkböden oder jeglichen Belägen aus anderem Material aus. Gemeinsam wird der zu bestückende Raum vermessen, das Wunschmaterial ausgewählt und anschließend verlegt. Der Profi berechnet den Materialbedarf, transportiert, verlegt und klebt. Der Kunde kann sich entspannt zurück lehnen und sich auf die neue Optik seines Zuhauses freuen.

Warum einen Bodenleger beauftragen?

Die Arbeit eines Bodenlegers beschränkt sich nicht nur auf das Verlegen des Bodens selbst. Der Bodenleger weiß, dass der Fußboden ein wichtiger Teil jedes Interieurs ist, das Herzstück der eigenen vier Wände. Denn der Fußboden trägt wesentlich dazu bei Gemütlichkeit, Schönheit und eine heimelige Atmosphäre in unseren vier Wänden zu schaffen. Der Profi bringt sich bei der Planung ein, liefert Muster, damit Sie die Qualität von vorgeschlagene Materialien bewerten können und trifft mit dir gemeinsam eine ideale Wahl, die dein Heim zum optischen Hingucker macht. Mit dem Boden lebt die Wohnung.

Mit der Vorbereitung steht und fällt der Boden

Nicht nur die Wahl des neuen Bodens, auch die Vorbereitung dafür ist essentiell. Bevor der neue Boden verlegt werden kann, muss der alte Belag weg und der Untergrund vorbereitet werden - ein ebener und sauberer Boden ist essentiell. Unregelmäßigkeiten werden dabei gegebenenfalls mit einer geeigneten Spachtel- bzw. Ausgleichmasse (Estrich) behoben, der Boden angeschliffen und neuer Haftgrund aufgetragen.

Estrich erfüllt hier generell zwei Aufgaben. Zum einen wird er aufgetragen um Unebenheiten auszugleichen und zum anderen wirkt Estrich bereits wärme- und trittschalldämmend. Auf den so vorbereiteten Unterboden kann dann der neue Belag angebracht werden. Ob dieser genagelt, gesteckt oder geklebt wird, ist von Fußboden zu Fußboden unterschiedlich. Wie genau mit dem neuen Traumboden umzugehen ist, weiß der Profi.

Bodenleger Preise: Was kostet ein neuer Fußboden?

Die Kosten für einen neuen Fußboden hängen Großteils vom gewählten Material ab, so ist Holz selbstverständlich teurer als ein PVC-Belag. Berechnet werden die Materialkosten nach den zu verlegenden Quadratmetern, hinzu kommt die Arbeitszeit des Bodenlegers und eventuelle Zusatzleistungen wie z.B. das Montieren von Leisten oder Sockeln. Einen pauschalen Gesamtpreis pro Quadratmeter kann man dahingehend nicht nennen. In folgender Tabelle, haben wir versucht eine grobe Annäherung an die Materialkosten zusammenzustellen.

Boden Preis pro m²
Kork 15 - 50 €
Teppich 10 - 80 €
Vinyl/PVC 5 - 15 €
Laminat 15 - 60 €
Fliesen 20 - 100 €
Linoleum 15 - 35 €
Parkett 30 - 200 €
Dielenböden 30 - 100 €

Bedenke: Je nach Art und Material des gewählten Bodenbelages, sowie der zu bearbeitenden Fläche nimmt das Verlegen unterschiedlich viel Zeit in Anspruch. Hinzu kommt, dass ein Profi in der Regel nicht alleine arbeitet. Weitere Materialkosten fallen außerdem beispielsweise für Kleber, Feuchtigkeitssperren oder auch Trittschalldämmungen an.

Stundensatz eines Bodenlegers

Laut Lohnordnung (Quelle WKO) liegt der Stundensatz eines Bodenlegers bei 11,78 € die Stunde (Stand, Mai 2021). Hinzu kommen selbstverständlich noch Steuern, eventuelle Spezialisierungen und ein Zuschlag des Unternehmens. Heißt für die Arbeitskraft eines Bodenlegers kann in etwa mit 30 bis 60 € die Stunde gerechnet werden.

Die gängigsten Bodenbeläge: Vor- und Nachteile

Weit unterschätzt: Der Boden gestaltet den Raum mit. Der Bodenbelag stellt die Basis eines jeden Wohnkonzepts dar. Je nach Material und Farbe kann die Stimmung eines Raumes völlig anders wirken. Grund genug, sich mit den unterschiedlichen Gestaltungsformen des Bodens näher zu beschäftigen. Von edel und dunkel bis freundlich hell und ausgefallen bunt - alles ist möglich. Die Vor- und Nachteile der einzelnen Bodenbeläge haben wir hier zusammengetragen.

Parkett

Parkett oder Laminat? Wer sich einen Boden in Holzoptik wünscht, steht oft vor der Frage: Echtholz oder Fake? Die größten Vorteile von Parkett liegen wohl in der Einfachheit der Verlegung (Klick-Parkett) und der breiten Vielfalt der möglichen Optik (Von Bambus bis dunkle Eiche).

» Alles rund um das Thema Parkett

» Parkett auf Fußbodenheizung?

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Laminat

Laminat ist und bleibt die günstige Alternative zu Parkett. In der Optik gleich, handelt es sich jedoch bei Laminat nicht um reines Holz, was den Bodenbelag vergleichsweise sehr günstig macht. Bei der Auswahl des Laminatbodens ist die Panelstärke (Dicke der tragendenen Platte aus Holzfaser) und die Güteklasse der Dekorschicht (Optik). Da es mittlerweile auch Laminat in Fliesen, Marmor oder Stein-Optik gibt, steht einem hier die Dekor-Welt weit offen.

  • Laminat ist sehr strapazierfähig und leicht auszubessern
  • Leichtes, schnelles Verlegen Dank Klick-System, wie bei Parkett
  • Design Vielfalt, jede Optik möglich
  • sehr günstig

Nachteile von Laminat:

  • Der Boden muss zusätzlich gedämmt werden, da der Trittschalleffekt relativ hoch ausfällt - die Nachbarn werden es dir danken.
  • Laminat ist sehr wasserempfindlich (fängt an sich in Nassräumen zu wölben)
  • Abschleifen ist nicht möglich, da kein Holz

Vinylboden und PVC Böden

Vinyl- und PVC-Böden sind Bodenbeläge auf Polyvinylchlorid Basis. Meist wird auch Linoleum synonym für diese Art von Belag verwendet, ist jedoch nicht dasselbe.

  • Vinyl und PVC sind sehr pflegeleicht, schalldämmend und leicht zu Verlegen.
  • Durch die plastikbeschaffenheit ist der Boden rutschfest und wasserabweisend.
  • Vergleichsweise sehr günstig
  • Beide Beläge bieten eine hohe Design Vielfalt

Nachteile von Vinyl- und PVC-Böden:

  • Schwere Möbel können Abdrücke im Material hinterlassen
  • Unbedingt vor Kauf die Beschaffenheit und Angaben prüfen, manche Beläge klnnen Wohngifte enthalten (Plastik)
  • Der Untergrund muss für das Verlegen von Vinyl und PVC besonders ordentlich vorbereitet werden, sonst löst sich der Boden schnell wieder.

Linoleumboden

Bei Linoleum denken viele gleich an Plastik, etwas Künstliches und Umweltunfreundliches. Dabei wird das Material unfairer Weise mit PVC oder Vinyl gleichgesetzt. So ist dem nicht, Lionleum ist eigentlich ein umweltfreundliches Material, das zur Gänze der Natur entspringt. Linoleum besteht aus einer Kombination aus Leinöl, Holzmehl, Naturharz und gemahlenem Kalkstein, ist damit nur aus natürlichen Rohstoffen gefertigt und zu 100% umweltfreundlich.

  • Linoleum zählt zu den robusteren Bodenbelägen, ist langlebig, antistatisch und sehr pflegeleicht.
  • Sehr gut verträglich mit Fußbodenheizungen, da sich das Material nicht ausdehnt
  • Keine Rillen oder Fugen, damit sehr hygienisch
  • Durch die natürlichen Komponenten weißt Linoleum eine leicht fungizide und antibakterielle Wirkung auf. Ist somit der ideale Boden für Allergiker.

Nachteile von Linoleum:

  • Wie die meisten natürlichen Böden, quillt auch Linoleum bei zu viel Nässe auf - ist damit nicht für Nassräume geeignet.
  • Weist einen ausgeprägten Eigengeruch auf, der sich erst über die Zeit verflüchtigt
  • Kann nicht mit Lauge gereinigt werden, da es auf alkalische Mittel reagiert.
  • Die Farbe des Bodens ändert sich über die Zeit, es bildet sich ein sogenannter "Reifeschleier".

Teppichboden

Manch einer mag behaupten, dass Teppichböden passé und aus der Mode sind. Man darf dabei jedoch nicht den hohen Gemütlichkeitsfaktor des Teppichbodens außer Acht lassen, speziell in Schlafzimmern feiert der kuschelige Boden ein Comeback.

  • Teppichböden sind in den unterschiedlichsten Farben und Materialien wählbar.
  • Die schalldämmende und wärmende Wirkung ist besonders in Altbauwohnungen von Vorteil.
  • Das Laufgefühl ist angenehm, Barfußfans werden ihre Freude mit diesem Boden haben.

Nachteile eines Teppichbodens:

  • Im Vergleich ist dieser Boden sehr pflegeintensiv, Verschmutzungen und Flecken sind mühsam zu reinigen.
  • Dadurch stellt sich auch die allgemeine Hygiene des Bodens komplexer dar.
  • Für Allergiker nicht geeignet.

Holz-Dielen Boden

Im Gegensatz zu anderen Vollholzböden besteht der Dielenboden aus massiven Brettern (bis zu einigen Metern lang), die entweder umlaufend oder an den Längsseiten mit Nut und Feder geschraubt oder genagelt sind. Grundsätzlich sind auch Dielen nichts anderes als Parkett, mit dem einzigen Unterschied, dass die Bretter aus einem Holz in Stammlänge produziert werden.

  • Der Dielenboden ist ein massives Naturprodukt das keinerlei Bindemittel oder Klebstoffe enthält.
  • Ähnlich wie bei anderen Vollholzböden ist der Dielenfußboden mehrfach abschleifbar, sprich hat eine sehr lange Lebensdauer.

Nachteile von Dielen:

  • Parkett kann in unterschiedlichen Mustern verlegt werden, Holzdielen nicht.
  • Holz dehnt sich aus und zieht sich zusammen, dadurch können Fugen und Risse entstehen - es gilt die Luftfeuchtigkeit im Auge zu behalten.
  • Damit das Holz Platz hat, ist ein gewisser Abstand zu den Wänden notwendig (Dehnungsfuge) - dadurch kann sich der Boden auch verschieben.

Fliesen

Fliesen sind pflegeleicht und in Vor- und Nassräumen gerne gesehen. Die Fliese bietet eine enorme Variantenvielfalt und lässt keinen optischen Wohntraum unerfüllt.

  • Fliesen sind neben Steinböden der langlebigste Boden.
  • Leicht zu reinigen und hygienisch.
  • Der ideale Belag für jede Fußbodenheizung.
  • Sehr robust gegenüber allen Beanspruchungen.

Nachteile eines Fliesenbodens:

  • Fliesenböden sind kein DIY-Unterfangen. Fliesen müssen unbedingt von einem Profi verlegt werden!
  • Fliesenböden sind kalt (ohne Fußbodenheizung).
  • Sollte die Optik einmal nicht mehr zusagen, sind Fliesen nur mit hohem Aufwand wieder wegzustemmen.

Korkboden

Kork ist ein natürliches Material und wir aus der Rinde von Bäumen gewonnen, macht den Raum damit warm und lässt ihn strahlen. Wer daheim gerne barfuß unterwegs ist, ist in den Haupträumen mit Kork gut beraten. Das Material ist elastisch und undurchlässig gegenüber Wasser.

  • Korkboden ist in nahezu jeder Holzoptik zu haben.
  • Kork ist 100 % umweltfreundlich, die Rinde wird geerntet, der Baum nicht gefällt.
  • Kork hat eine isolierende Wirkung, hält den Raum im Winter warm und im Sommer kühl.
  • Korkböden sind in der Wartung einfach, lassen sich leicht reparieren
  • Gute (oft günstigere) Alternative zu Teppichböden

Bei Kork zu bedenken:

  • Das Material dehnt sich aus (Holz), ist damit nur mit Dehnungsfugen verlegbar. Dadurch ist Kork ebenfalls nicht für Nassräume (Küche, Bad, WC) geeignet.
  • Schwere Möbel können aufgrund der Nachgiebigkeit des Materials Abdrücke hinterlassen.
  • Zu viel Sonnenlicht, bzw. direkte Sonneneinstrahlung bleicht den Boden über die Zeit hinweg aus.
  • Nicht alle Korkbeläge sind für Fußbodenheizungen geeignet.

Wie lange dauert das Verlegen?

Bei der Dauer des Verlegens verhält es sich ähnlich wie bei den Gesamtkosten, pauschal kann nicht gesagt werden wie lange das Zimmer den Bodenlegern überlassen werden muss. Je nach Material und Größe des Raums, nimmt das Verlegen des neuen Bodens unterschiedlich viel Zeit in Anspruch.

Als Richtwert, kann gesagt werden: Zwei Handwerker brauchen für das Verlegen von PVC, Vinyl oder Linoleum auf etwa 20 Quadratmetern, ca. 4 Stunden. Bei Parkettböden etwa 6 Stunden und für Fliesen 8 Stunden.

Je nach zu leistenden Vor- oder Nacharbeiten (Boden stemmen, Abschleifen oder Begradigen etc.) kann das Unterfangen jedoch dementsprechend länger dauern. Am besten einfach den Profi bei der Besichtigung des Raumes fragen, dieser kann den Arbeits- und Zeitaufwand seines Teams am besten einschätzen.

Vor der Bodenverlegung: Was kann ich machen?

Einige Faktoren können das Bodenverlegen zu einem wahren Horror werden lassen. Ist der Unterboden des Raumes zum Beispiel schief, sollte dieser bevor der neue Boden verlegt werden kann begradigt werden. Müssen alte Bodenbeläge entfernt oder der Untergrund anderweitig vorbereitet werden, kann auch dies das Unterfangen verzögern.

Wer dahingehend übermotiviert ist und den Bodenlegern ein bisschen Arbeit und sich selbst damit auch Kosten ersparen möchte, kann beispielsweise den alten Boden selbst abtragen. Sollte man sich dafür entscheiden einen Profi fürs Verlegen zu beauftragen, kann dieser bei der ersten Begehung und Vorbesprechung sicherlich mit Tipps und Rat zur Seite stehen und einem zeigen, wie der Boden entfernt werden muss.

Bedenke: Der alte Boden muss sachgerecht bei den Wiener Mistplätzen entsorgt werden.

Fußboden reparieren: Wie bekomme ich Kratzer aus dem Boden?

Tiefe Kratzer im Vollholzboden, aufgeschwemmte und gewellte PVC-Böden oder eine lockere Fliese - wer kennt es nicht? Jeder Fußboden, egal wie qualitativ hochwertig, nimmt über die Zeit Schaden, immerhin treten wir ihn Tag ein Tag aus mit Füßen. Auch in diesem Fall ist es ratsam einen Bodenleger zu beauftragen. Nur der Profi weiß, wie er den Boden behandeln muss, um den Schaden zu reparieren und nicht nur noch größer zu machen.

Wer dennoch selbst Hand anlegen und kleine Kratzer oder Schrammen im Boden ausbessern will, findet auf Amazon Sets für die Bodenreparatur. Einfach Art des Bodens (ob Parkett/Echtholz, Laminat, PVC etc.) bedenken und Bodenreparaturset bestellen. Für kleine Reparaturen sind diese hervorragend geeignet. Sollte der Fußboden jedoch größeren Schaden genommen haben, ist es ratsam einen Profi hinzuzuziehen. Oft richtet man selbst mit dem falschen Kleber nur noch mehr Schaden an.

Kleine Kratzer (bei Holzböden und Laminat) lassen sich Alternativ auch mit Olivenöl oder Wachs behandeln. Boden sauber wischen, Öl oder Wachs auf ein weiches Tuch träufeln und auf die zerkratzte Stelle reiben.

Fotocredits:

Dielenboden: Photo by laura adai on Unsplash

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