Musikverein Wien

Der Große Musikvereinssaal des Wiener Musikvereins auch Goldener Saal genannt mit Blick Richtung Orchestergraben. Im Vordergrund die rote Samtbestuhlung, Bild mittig die goldene Orgel
© Clemens Pfeffer | Der Große Musikvereinssaal im Musikverein auch bekannt unter dem Namen Goldener Saal

Der Musikverein Wien bezeichnet zweierlei: Das traditionsreiche Konzerthaus am Karlsplatz vis-à-vis vom Künstlerhaus sowie die Gesellschaft der Musikfreunde in Wien. Und: Er beherbergt einen der besten Konzertsäle der Welt, den Großen Musikvereinssaal, besser bekannt als der "Goldene Saal". Das Haus ist fester Sitz der Wiener Philharmoniker und besticht mit einem hochwertigen Veranstaltungsprogramm.

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Der Wiener Musikverein

Der Musikverein an der Wiener Ringstraße, feste Heimat der Wiener Philharmoniker, gilt mit seinem hochwertigen Programm neben dem Konzerthaus am Stadtpark als Zentrum der Wiener Musikhochkultur und Mittelpunkt der internationalen Musikszene, dessen täglich stattfindenden Konzerte Freunde klassischer wie moderner Musik aus der ganzen Welt anziehen. Das rund um den Globus umjubelte Neujahrskonzert der Wiener Philharmoniker wird übrigens alljährlich aus dem Goldenen Saal des Musikvereins weltweit übertragen. 

Besucher des Musikvereins kommen in einen unvergleichlichen akustischen Genuss, denn vor allem eines macht dieses Gebäude als Konzerthaus weltweit einzigartig: seine Architektur. Der Musikverein ist als vollständig abgerundeter Klangkörper konzipiert und wie ein überdimensionales Instrument gebaut. 

 

Übrigens: Der Name Musikverein bezeichnet zweierlei

Zum einen wird das Musikvereinsgebäude am Musikvereinsplatz gegenüber vom Karlsplatz als "Musikverein" bezeichnet. Den Namen trägt außerdem der 1812 gegründete Verein der Gesellschaft der Musikfreunde in Wien, und die weltweit gerühmte Qualität der Konzerte im Musikverein resultiert aus dem perfekten Zusammenspiel von Organisatoren und Konzertgebäude.

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Programm im Musikverein

Die Konzerte im Musikverein huldigen nicht etwa nur der klassischen Musik. Unter das Repertoire mischen sich ebenso moderne Kompositionen, die im Rahmen der etwa dreißig Konzertzyklen pro Saison als Abonnement-Konzept dargeboten werden.

Der auf Zeitgenössisches spezialisierte Zyklus „Kontrapunkte“ oder der Kinder-Zyklus „Allegretto“ werden ebenso geschätzt wie die etablierten Konzertreihen, etwa das „Goldenen Musikvereinsabonnement“ oder Nikolaus Harnoncourts „Concentus Musicus“-Serien.

Klassik und Moderne vereinen sich im Spielplan des Musikverein zu einem runden, zeitgemäßen Angebot von rund 500 Konzerten im Jahr. Zusätzlich fördert der Verein gezielt Neue Musik mit der Vergabe von Kompositionsaufträgen.

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Vom Concert-Verein zu den Wiener Symphonikern

Aus dem im Jahr 1900 gegründeten Wiener Concert-Verein, dem ersten reinen Konzertorchester in Wien, gingen später die Wiener Symphoniker hervor, die bis heute die meisten Symphoniekonzerte im Musikverein spielen. Bis zur Bestellung von Herbert von Karajan leitete ein fix engagierter Dirigent als „artistischer Direktor“ das Haus und prägte das künstlerische Profil des Musikvereins. Heute sind es mehrere Dirigenten von internationaler Kapazität, welche die Konzerte im Musikverein hervorragend dirigieren und die dargebotene Musik künstlerisch individuell interpretieren.

Ehrenmitglieder der Gesellschaft der Musikfreunde in Wien

Besonders eng mit dem Musikverein Verbundene sind Ehrenmitglieder der Gesellschaft der Musikfreunde geworden, darunter etwa

  • Herbert von Karajan
  • Leonard Bernstein
  • Claudio Abbado
  • Nikolaus Harnoncourt
  • Riccardo Muti

Persönlichkeiten wie diese dirigieren und leiten im Musikverein die berühmtesten Orchester und besten Ensembles der Welt, die hier mit großer Leidenschaft Konzerte geben.

In dieser Galerie: 8 Bilder
Der Goldene Saal des Wiener Musikvereins. Blick von der Bühne, Orchestergraben in den leeren Konzertsaal
© Musikverein | Der Große Musikvereinssaal im Musikverein auch bekannt unter dem Namen Goldener Saal
Kupferstich des Wiener Musikvereins Aussenansicht von 1898
© Musikverein | Musikverein um 1898
Posaunisten während des Spielens
© Bubu Dujmic | Die Posaunisten der Wiender Symphoniker
Konzert-Chellisten der Wiener Symphoniker
© Bubu Dujmic | Konzert-Chellisten
Fabio Luisi dirigiert die Wiener Symphoniker im Goldenen Saal, Musikverein Wien
© Bubu Dujmic | Wiener Symphoniker, deren Chefdirigent Fabio Luisi (von 2005 - 2012) dirigierend, "Frühling in Wien" im Goldenen Saal des Musikvereins
Fabio Luisi, italienischer Dirigent und Chefdirigent der Wiener Symphoniker von 2005-2012 am Dirigentenpult beim Dirigieren
© Bubu Dujmic | Fabio Luisi, Chefdirigent der Wiener Symphoniker (von 2005 - 2012)
Fabio Luisi, italienischer Dirigent im Portait
© Barbara Luisi | Fabio Luisi, Chefdirigent der Wiener Symphoniker (von 2005 - 2012)
Fabio Luisi, itanlienischer Dirigent im Portrait und Dirigentenstab im Mund
© Barbara Luisi | Fabio Luisi, Chefdirigent der Wiener Symphoniker (von 2005 - 2012)

Der Goldene Saal – einer der besten Konzertsäle der Welt

Als wahres Wunderwerk der Architektur wird die Akustik des Großen Musikvereinssaales (Goldener Saal) gerühmt. Die unglaubliche Wirkung der Klänge ist sicher zu großem Teil auf die vortreffliche Leistung von Architekt Theophil Hansen zurückzuführen. 

Konstruktion des Goldenen Saals

Der große Saal ist in den für akustische Zwecke besten Proportionen eines Quaders konzipiert (48,80 m lang, 19,10 m breit und 17,75 m hoch) und unter speziellen Aspekten für die Anforderungen eines Konzertsaales perfektioniert: Unter dem Holzboden befindet sich ein Hohlraum, der als Resonanzkörper fungiert. Die Holzdecke des Raumes ist nicht aufliegend, sondern an der Stahlkonstruktion des Dachstuhls aufgehängt, sodass der Klang im Raum schwingen kann. Durch raumgliedernde Elemente wie Kassettendecke, Gesimse, Balkone und skulpturalen Schmuck erfahren die Schallwellen eine optimale Streuung, von welcher das einmalige Klangerlebnis im Goldenen Saal des Musikvereins herrührt. 

Die Pracht seiner Architektur und die edle Ausstattung haben übrigens zur Bezeichnung als Goldener Saal geführt, wo die vollendete Ästhetik und festliche Stimmung allein schon den Besucher dem Alltag entfliehen lassen. 

Über 2000 Menschen können hier auf 1744 Sitz- und 300 Stehplätzen die wunderbarsten Klänge in höchster Qualität genießen.

Die einzigartige akustische Perfektion des Goldenen Saales im Musikverein hat schon Bruno Walter, einen der bedeutendsten Dirigenten des 20. Jahrhunderts, zu einer wahren Lobesrede veranlasst:

„Es war für mich eine unvergessliche Erfahrung, als ich hier das erste Mal dirigierte. Ich habe bis dahin nicht gewusst, dass Musik so schön sein kann.“

Adresse & Kontakt

Musikverein Wien
Musikvereinsplatz 1 in 1010 Wien
Opernviertel

Anfahrt mit öffentlichen Verkehrsmitteln
U-Bahnen U1, U2, U4 bis Station Karlsplatz
Straßenbahnen 1, 2, D bis Station Kärntner Ring, 2, 62 bis Opernring, 71 bis Schwarzenbergplatz
Bus 59A, 3A bis Station Kärntner Ring, 4A bis Karlsplatz

Parken
Kurzparkzonen Innere Stadt und angrenzende Bezirke
Parkgaragen in der Umgebung:

  • Garage Opernringhof, BOE Gebäudemanagement, Elisabethstraße 2-6
  • Kärntnerstraße Tiefgarage, Kärntner Straße 51/ neben Staatsoper
  • Kärntnerring-Garage, ÖPARK Garagenbetriebe, Mahlerstraße 8

Ticketkauf
Online, per E-Mail, telefonisch unter +43 1 505 81 90 oder persönlich an der Konzertkassa


Zur Website
+43 1 505 86 81
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