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Stadt startet Whistleblower-Plattform

Das neue "Wiener Hinweisgeberinnen und Hinweisgeber-System" soll anonyme Hinweise über mögliche Verstöße und Korruptionsverdachtsfälle noch einfacher machen.

Bürgermeister und Vizebürgermeister stehen bei einem Bildschirm mit einer Webseite
© C.Jobst/PID | Bürgermeister Michael Ludwig und Vizebürgermeister Christoph Wiederkehr bei der Präsentation
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Mit 22. Februar 2021 setzt die Stadt Wien ein weiteres Zeichen gegen Korruption, diesmal mithilfe einer online Plattform. Auf der Webseite können ab sofort anonym Hinweise auf Korruptionsverdachtsfälle gegeben werden.

Die Webseite richtet sich dabei an Mitarbeiter der Stadt Wien und an Personen, die nicht bei der Stadt Wien arbeiten, zum Beispiel Kunden oder Vertragspartner der Stadt. Gemeldet werden können Anhaltspunkte, dass "Mitarbeiter der Stadt Wien nicht im Interesse der Stadt oder nicht korrekt handeln, sich zum Beispiel bestechen lassen, öffentliche Gelder verschwenden, ihre berufliche Position zum persönlichen Vorteil missbrauchen, vielleicht sogar strafbare Handlungen begehen", heißt es auf der Seite.

Schwerpunkte der Plattform sind demnach Korruption und Wirtschaftsdelikte sowie schwerwiegende Compliance-Verstöße. 

„Die Stadt Wien bekennt sich zu einer transparenten, unbestechlichen Verwaltung und lebt konsequent Transparenz und Antikorruption. Das belegt auch der erste Platz, den Wien im Index von Transparency International – Austrian Chapter einnimmt. Das neue Wiener Hinweisgeberinnen und Hinweisgeber-System – man kann es auch schlicht Whistleblower-Plattform nennen – ist ein weiterer wichtiger Baustein der transparenten Stadt Wien“, betont Bürgermeister Michael Ludwig bei der Präsentation am 22. Februar 2021.

Seit 2011 ist Wien Mitglied der Nichtregierungsorganisation Transparency International - Austrian Chapter (TI-AC). Die Mitgliedschaft versteht sich als Bekenntnis zur Ablehnung von Korruption in jeder Form, zur Unterstützung hoher ethischer Standards, zu einer verbindlichen Geschäftspolitik gegen Bestechung und andere Formen der Korruption sowie zu einem Umsetzungsprogramm zur Schulung der Beschäftigten für eine aktive Korruptionsprävention.

Im Index Transparente Gemeinde, einem Messinstrument von TI-AC für Transparenz in Kommunalverwaltungen, belegte Wien 2017 und 2019 den 1. Platz unter den 50 österreichischen Städten und Gemeinden mit den meisten Einwohnern.

Wie läuft eine Meldung auf der Whistleblower-Plattform ab?

Um diese Transparenz auch weiterhin zu halten und zu fördern, wurde jetzt die online-Plattform ins Leben gerufen. Dabei gibt es zwei Möglichkeiten, einen Vorfall zu melden. Entweder eingeloggt oder als Gast. Eingeloggte Nutzer können nach ihrer Meldung Rückfragen erhalten und direkt kontaktiert werden. Die Meldung erfolgt in fünf Schritten.

  1. Es erscheint ein Informationstext zum Schutz der Anonymität.
  2. Auf der folgenden Seite wird nach dem Schwerpunkt der Meldung gefragt.
  3. Die Meldeseite erscheint. Hier entscheiden Nutzer, ob Sie anonym bleiben möchten oder nicht. Anschließend soll in maximal 5.000 Zeichen der vorfall geschildert werden. Zur Unterstützung kann auch eine Datei mit einer maximalen Größe von 5 MB angehängt werden (Achten Sie auch hier auf Ihre Anonymität!).
  4. Nun können Sie die Meldung über den Button „Abschicken“ senden.
  5. Wenn Sie Ihre Meldung gesendet haben, erhalten Sie eine Referenznummer als Beleg. Bitte speichern oder merken Sie sich diese Referenznummer.

Sie haben einen Hinweis? Hier geht es zur Webseite!

Ziele der Whistleblower-Plattform

Neben der frühzeitigen Aufdeckung steht die Prävention von Compliance-Verstößen und Risiken zur Vermeidung finanzieller Schäden und Reputationsschäden für die Stadt Wien im Vordergrund.

Die Stadt Wien betont, dass webbasierte Hinweisgeberinnen- und Hinweisgebersysteme wie die neue Plattform als Best Practice in der Korruptionsprävention und -bekämpfung gelten. Das vom Magistrat der Stadt Wien verwendete Business Keeper Monitoring System - BKMS - ist ein erprobtes System, das unter anderem in der Wirtschafts-und Korruptionsstaatsanwaltschaft, der Finanzmarktaufsicht, den Wiener Stadtwerken und im Wiener Gesundheitsverbund eingesetzt wird.

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