Cybercrime: Infos zu Meldestellen und Prävention

Das Bild zeigt eine Frau vor einem Computer, die sich die Haare rauft.
© Pexels | Sicher im Internet surfen.

Ob Hacking, Online-Betrug oder Phishing – im Internet kann jeder leicht in die Falle tappen. Informieren Sie sich hier, wo Sie Cybercrimes melden können und im Ernstfall Hilfe bekommen und wie Sie sich mit einfachen Maßnahmen vor Cyberkriminalität schützen können.

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Mit dem Fortschritt in der Informationstechnologie (IT) und der Digitalisierung steigt nicht nur die Zahl der Nutzer, sondern es verändern sich gleichzeitig die Möglichkeiten für Kriminelle, online Straftaten zu begehen. Durch die verstärkte Nutzung des Internets lässt sich in den letzten Jahren ein Anstieg bei Cybercrime-Delikten beobachten. Welche Delikte unter Internetkriminalität fallen und was Betroffene solcher digitalen Übergriffe im Ernstfall tun können, erfahren Sie im Folgenden.

Was ist Cybercrime? Definition und Beispiele

Was ist unter „Cybercrime“ überhaupt zu verstehen?

  • Cybercrime im engeren Sinn meint Delikte, bei denen unter Ausnutzung von Informations- und Kommunikationstechnik digitale Übergriffe auf Daten oder Computersysteme begangen werden. Datenbeschädigung, Hacking sowie DDoS-Attacken sind nur ein paar Beispiele für diese Art der Internetkriminalität.
  • Bei Cybercrime im weiteren Sinn kommt Informations- und Kommunikationstechnik bei der Planung, Vorbereitung und Ausführung von herkömmlichen Straftaten zum Einsatz. Diese Art der Cyberkriminalität umfasst beispielsweise Internetbetrug, Cyber-Mobbing oder Online-Drogenhandel.
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Mehr Cybersicherheit: Prävention von Internetkriminalität

Mit wenigen Maßnahmen können Sie zur eigenen Cybersicherheit beitragen und mögliche digitale Übergriffe verhindern. Das Bundeskriminalamt empfiehlt diese Sicherheitstipps für den Umgang mit Internet und Computer:

  1. Schutz des PCs: Eine gute Sicherheitsausstattung für den Computer ist das A und O. Vor der ersten Nutzung des Internets sollten ein Antivirenprogramm und eine Firewall am PC installiert werden. Updates sollten zudem regelmäßig durchgeführt werden, da diese oft Sicherheitskorrekturen beinhalten.
  2. E-Mails und Chat: Öffnen Sie nur E-Mails und Nachrichten von vertrauenswürdigen Absendern, da sich Schadsoftware in angehängten Dateien o.Ä. befinden könnte. Vorsicht ist auch geboten, wenn eine scheinbar vertrauenswürdige Institution, z.B. ein Bankinstitut, per E-Mail zur Bekanntgabe vertraulicher Daten auffordert.
  3. Software: In Gratis-Downloads oder Raubkopien von Software oder Zusatzprogrammen von unseriösen Anbietern können sich Schadprogramme verstecken. Achtung bei der Installation!
  4. Online-Shopping: Achten Sie beim Einkaufen im Internet, z.B. bei der Online-Bestellung von Medikamenten, auf die Seriosität der Website. Vertrauenswürdige Online-Shops geben i. d. R. ein Impressum mit Nennung und Anschrift der Firma, des Geschäftsführers oder einer Umsatzsteuer-Identifikationsnummer (UID-Nummer) sowie klare Geschäftsbedingungen (AGB) an.
  5. Bezahlung im Web: Besondere Vorsicht ist beim Kauf von Produkten im Internet geboten, vor allem bei Vorauszahlung. Konto- und Kreditkartendaten sollten ausschließlich über eine verschlüsselte Verbindung übertragen werden. Achten Sie auf die Buchstaben „https“ in der Adresszeile der Webseite und auf ein Schloss- oder Schlüssel-Symbol im Internet-Browser.
  6. Persönliche Daten und Passwörter: Private Fotos und persönliche Kontaktdaten sollten im Internet mit Bedacht veröffentlicht werden. Je weniger Privates man online preisgibt, desto weniger Angriffsfläche wird Kriminellen geboten. Auch bei der Auswahl von Passwörtern sollte Acht gegeben werden. Vermeiden Sie die Verwendung desselben Passworts für verschiedene Dienste und speichern Sie Zugangsdaten nicht am PC. Es gilt: Je länger und komplexer ein Passwort, desto schwerer ist es zu knacken.
  7. Daten sichern: Wichtige Daten sollten mittels Backup-Software regelmäßig auf externen Datenträgern gesichert werden.
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Cybercrime melden – hier gibt es Unterstützung

Sie haben den Verdacht, Opfer einer Betrugsmasche oder eines anderen Cyber-Delikts geworden zu sein? Eine Anlaufstelle für Betroffene in Wien ist die kostenlose Cybercrime Helpline, die die Stadt Wien zur ersten Beratung eingerichtet hat. Unter der Nummer 01 / 4000 4006 bekommt man werktags von 7:30 bis 17:00 Uhr erste Informationen und Empfehlungen für das weitere Vorgehen. Für weiterführende Beratungen verweist die Cybercrime Helpline direkt an die richtige Stelle, etwa an die Internet Ombudsstelle oder den Konsumentenschutz der Arbeiterkammer Wien.

Weitere Ansprech- und Meldestellen für Cybercrimes:

Bundeskriminalamt – Cybercrime-Competence-Center (C4)
nationale Koordinierungsstelle zur Bekämpfung der Cyberkriminalität
Meldestelle bei Verdacht auf Internetkriminalität oder für Hilfe und Informationen
E-Mail: [email protected]
Web: Internetkriminalität (BMI)

IKT-Sicherheitsportal
Internetportal für Themen rund um die Sicherheit in der digitalen Welt.
hilfreiche Informationen und Tipps für Betroffene sowie Kontaktdaten von Meldestellen
E-Mail: [email protected]
Web: IKT-Sicherheitsportal

Cyber-Security-Hotline für Wirtschaftskammermitgliedsbetriebe
Cyber-Security-Hotline für Mitglieder der Wirtschaftskammern
kostenlose telefonische Erstinformation und Notfallhilfe
Web: Cyber-Security-Hotline (WKO)
Hotline: +43 (0) 800 88 81 33 (24-Stunden, 7 Tage die Woche erreichbar)

Hinweis: Bei Straftaten durch konkrete Personen können Sie diese in jeder Polizeidienststelle anzeigen.

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