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Digitale Welt Text: Sarah Dorfstätter

Handy verloren – was nun?

Mit einem Handy gehen viele private Daten und Erinnerungen verloren. Bevor es zu hohen Telefkonkosten oder Eingriffen in die Privatsphäre kommt, sollte man schnell etwas unternehmen. Aber welche Fundstellen gibt es, wie sperre ich meine SIM-Karte und wie funktioniert eine Handyortung? Wie Sie Ihren elektonischen Begleiter am schnellsten zurückbekommen, erfahren Sie hier.

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© Pixabay | Handy verloren? Mit diesen Tipps sind Sie auf der sicheren Seite.

Viele kennen die Situation: Ein nervöser Griff auf die Hosentasche und das Smartphone ist unauffindbar. Nach einem Griff in die Jackentasche folgt die Erleichterung - es ist doch noch da. Manchmal läuft es aber anders und das Smatphone bleibt verschwunden.

Jetzt ist schnelles Handeln gefragt, denn neben möglichen finanziellen Schäden ist auch die eigene Privatsspähre in Gefahr. Fotos, Nachrichten, Dokumente oder Kreditkarten- und Kontozugangsinformationen - viele persönliche Daten sind mit einem Mal verschwunden. Landen sie in den falschen Händen, kann es unangenehm werden. Was kann man tun? 

Lost & Found - Fundstellen in Wien

Das Zentrale Fundservice der Stadt Wien im 5. Bezirk ist die erste Anlaufstelle für verlorene und gefundene Gegenstände in Wien. Es nimmt Fundgegenstände entgegen, bewahrt diese auf und verwertet sie, um den Besitzer ausfindig zu machen. Außerdem ist es für die Ausstellung von Fund- und Verlustanzeigen zuständig.

Bis ein Verlustgegenstand in der Zentrale eintrifft, kann es bis zu zwei Wochen dauern. Deshalb heißt es erstmal Geduld bewahren. Gefundene Objekte werden maximal ein Jahr aufbewahrt.

Neben dem Zentralen Fundservice dienen die Magistratischen Bezirksämter als lokale Fundstellen in den Bezirken. Hier können ebenso Verlust- und Fundanzeigen gestellt und Fundstücke abgegeben werden. Gefundene Gegenstände bleiben für drei Wochen in den dezentralen Stellen. Ist die Frist abgelaufen, werden sie an das Zentrale Fundservice überstellt und dort weiter aufbewahrt.

Zentrales Fundservice der Stadt Wien
Siebenbrunnenfeldgasse 3
1050 Wien

Öffnungszeiten:
Montag bis Mittwoch: 08.00 - 15.30 Uhr
Donnerstag: 08.00 - 17.30 Uhr
Freitag: 08.00 - 15.30 Uhr

Online-Fundamt

Wer sich selbst auf die Suche nach seinem verlorenen Handy machen möchte, kann sich die zentrale Funddatenbank des österreichischen Online-Fundamts zu Nutzen machen. Alle gefundenen Gegenstände werden online aufgelistet, außerdem können Verlustmeldungen erstellt und Fundstücke bekanntgegeben werden.

Das Online-Fundamt ist unter www.fundamt.gv.at aufrufbar.

Verlust in den öffentlichen Verkehrsmitteln

Wird das Handy in einem Fahrzeug der Wiener Linien verloren, wendet man sich seit Jänner 2018 an das Zentrale Fundservice in Wien. Beim Verlust in Verkehrsmitteln der ÖBB, der Westbahn, der Badnerbahn oder Dr. Richard wendet man sich direkt an das Unternehmen.

ÖBB Lost&Found: +43 1 93000 9722 222 oder per Online-Anfrageformular
Westbahn: +43 1 899 00
Wiener Lokalbahnen: +43 1 90 444
Dr. Richard: +43 1 33 100 355

Handy sperren lassen – wie funktioniert das?

Um hohe Telefonrechnungen zu vermeiden, sollte man seinen Mobilfunkanbieter kontaktieren und die SIM-Karte umgehend sperren lassen. Dazu genügt ein Anruf bei der Kundenhotline. Bei vielen Anbietern kann man die SIM-Karte auch online oder per App selbstständig sperren.

Der Sperrvorgang und das Bestellen einer Tausch-SIM-Karte sind dank jährlicher Servicepauschale meist kostenlos.

Bei der SIM-Sperre werden alle mobilen Dienste deaktiviert. So wird verhindert, dass das Handy von Unbefugten zum Telefonieren oder Internetsurfen genutzt wird und Kosten entstehen. Eingehende Anrufe können weiterhin angenommen werden. Sollte das Handy wieder auftauchen, kann die SIM-Sperre wieder rückgängig gemacht werden.

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© Pexels | Es gibt viele Möglichkeiten, ein verlorenes Handy kostenlos zu orten.

Verlustanzeige, Diebstahlsanzeige - notwendig oder überflüssig?

Für Gegenstände mit hohem (persönlichen) Wert sollte unbedingt eine Verlustanzeige - oder im Fall eines Diebstahls eine Diebstahlsanzeige - ausgestellt werden. Dadurch wird sichergestellt, dass das verlorene Stück wieder zu seinem Besitzer zurückfindet, wenn es gefunden wird.

Verlustanzeigen werden von den Magistratischen Bezirksämtern oder dem Zentralen Fundservice ausgestellt. Für Diebstahlsanzeigen ist die Polizei zuständig. Die Ausstellung ist für ein Smartphone generell kostenlos, es können aber Bundesverwaltungskosten von 2,10 Euro anfallen.

Handy gegen Verlust und Diebstahl versichern lassen

Beim Kauf eines neuen Smartphones ist der Abschluss einer Handyversicherung empfehlenswert. Sie bietet Schutz vor Hardware-, Bruch- und Flüssigkeitschäden und entschädigt optional auch bei Diebstahl und Raub.

Große Handyanbieter wie A1, Drei oder T-Mobile bieten eigene Versicherungspakete an. Beim Vertragsabschluss muss das Gerät unbeschädigt und maximal 30 Tage alt sein. Die Prämien richten sich nach dem Verkaufspreis.

Für ein Angebot inklusive Diebstahlschutz bezahlt man oft etwas mehr - verlorene oder vergessene Geräte sind nur im Versicherungspaket von A1 abgedeckt. Die maximalen Kosten liegen zwischen zwölf und 16 Euro pro Monat, es gilt ein Selbstbehalt von bis zu 199 Euro.

Informieren Sie sich genau darüber, welche Arten von Diebstahl bei einer Handyversicherung abgedeckt sind - wird ein Smartphone aus der Jacken- oder Handtasche gestohlen, zahlen nicht alle Versicherungen!

Es gibt auch externe Anbieter, die Handyversicherungen anbieten (z.B. sofortschutz.de oder wertgarantie.de). Bei Vertragsabschluss darf das Gerät maximal 12 Monate alt sein und muss sich in einwandfreiem Zustand befinden.

Die Prämien richten sich nach dem Verkaufspreis, für Handys zwischen 500 und 1000 Euro bezahlt man inklusive Diebstahlschutz elf Euro pro Monat. Die maximale Selbstbeteiligung fällt mit 30 Euro geringer aus als bei den Mobilfunkern. Ein Vertrag kann im Elektrofachhandel oder online abgeschlossen werden.

Handy orten – wie geht das und funktioniert es auch, wenn das Handy ausgeschalten ist?

Mit Hilfe der Handyortung kann der Standort eines verlorenes Handys auf eigene Faust bestimmt werden. Bei iOS- und Android-Geräten funktioniert das einfach und kostenlos mit der vorinstallierten Funktion "Mein iPhone finden" bzw. über den im Google Playstore erhältlichen "Android Gerätemanager". In den App-Stores gibt es weitere kostenlose Apps, der Hersteller Samsung bietet außerdem für seine Galaxy-Modelle mit "Find My Mobile" eine eigene Ortungsfunktion an.

Es können Töne abgespielt, Hinweisnachrichten gesendet oder auch alle Daten vom Gerät gelöscht werden. Nachteil: Bei allen Anwendungen muss die Funktion muss vor dem Verlust aktiviert werden.

Ist der Akku leer oder das Gerät ausgeschalten, ist eine Handyortung leider nicht mehr möglich. Einige Anwendungen senden und speichern eine letzte Standortmeldung, sobald der Akku ein kritisches Level erreicht hat. Wird das Handy in ausgeschaltetem oder leerem Zustand vom Standort entfernt, kann man den Standort jedoch nicht mehr feststellen.

Wie schütze ich meine Daten bei Handyverlust?

Es ist wichtig, bereits vor einem Verlust Sicherheitsmaßnahmen zu setzen, die es Fremden und Dieben erschweren, auf ein Gerät zuzugreifen. Wir haben für Sie ein paar wichtige Tipps zusammengefasst, die Ihnen helfen sollen, Ihr Handy besser zu schützen und Datenverlust zu vermeiden

  • PIN-Code einrichten: Es klingt fast selbstverständlich - mit einer der ältesten Sicherheitsmaßnahme für Mobiltelefone, der PIN-Code-Sperre, verhindern Sie die Nutzung mobiler Daten und schützen sich vor horrenden Handykosten.
  • Bildschirm-Sperre: Simpel aber effektiv. Der Sperrcode sorgt dafür, dass das Handy vor unbefugtem Zugriff geschützt wird. Auch nach einem SIM-Karten-Wechsel kann nicht auf das Smartphone zugegriffen werden.
  • Handy-Ortung aktivieren: Die Handy-Ortungsfunktion muss aktiviert werden, bevor ein Handy verloren geht. Im Nachhinein ist das nicht mehr möglich!
  • IMEI-/Seriennummer notieren: Jedes Handy besitzt eine eigene Seriennummer. Sie hilft, das Smartphone zu identifizieren und muss zum Beispiel beim Ausstellen einer Verlust- oder Diebstahlsanzeige vorgewiesen werden.
  • Regelmäßige Datensicherung: Um Datenverlust vorzubeugen, sollte man in regelmäßigen Abständen Backups auf dem Computer speichern oder Daten in eine Cloud laden.
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