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Bekommt Wien nun doch ein neues Stadion?

Eigentlich hatte Peter Hacker einem Stadionneubau in Wien eine Absage erteilt. Ursprünglich war der ÖFB an ihn herangetreten, um in Wien eine neue Spielstätte zu errichten. Als Wien die Absage erteilte, hatte sich das Umland gemeldet mit möglichen Standorten rund um die Hauptstadt. Das hat den Wienern dann wohl doch nicht gefallen.

Fußball auf der Wiese
© Pixabay | Fussball alleine füllt nicht das Happel-Stadion in Wien

Qualität der ÖFB Unterlagen unzureichend

„Kein radikales Njet“ genau so war SPÖ Sportstadtrat Peter Hacker nun doch zu vernehmen. Also eine komplette Absage ist es nun doch nicht, aber: „Ich muss sagen, es ist ziemlich enttäuschend, welche Unterlagen in welcher Qualität aktuell auf unseren Tischen liegen zum Thema Nationalstadion“, so Hacker. Daher sei eine Umsetzung momentan nicht machbar.

Das habe auch damit zu tun, dass der ÖFB neben dem Stadionneubau auch gerne ein neues Trainingszentrum für sich beanspruchen möchte. Das Problem sei nur, dass sich scheinbar der ÖFB selber noch nicht so ganz im Klaren darüber ist, wie das denn im Detail aussehen solle. So fehlen derzeit beispielsweise Kostenaufstellungen, Angaben zur Größe oder dazu, wie die Anlage anderweitig genutzt werden soll.

Finanzierung zeigt sich als größtes Problem

Vor allem die finanzielle Unterstützung von Seiten einiger Wirtschaftsunternehmen bewertet Hacker als kritisch. Derzeit sehe er keine realistischen Vorschläge von Seiten des ÖFB, wie die Investitionen in ein neues Stadion auch wieder zurückgezahlt werden können. Hier hatte sich die argumentative Linie leicht verschoben, vorher ging es vor allem um die Infrastruktur, nun ist die Finanzierung der wunde Punkt.

Gegenüber der APA betont Hacker, dass er hier ein „ordentliches Konzept“ erwartet, welches in sich schlüssig ist und das fehle derzeit einfach. Nachdem jedoch der ÖFB im Umland anfing zu suchen, fing Hacker an, auf die damit einhergehenden Probleme hinzuweisen. „Es stellt sich auch die Frage, ob es gelingen wird, etwa Rammstein nach Parndorf oder Götzendorf oder keine Ahnung wo zu kriegen, oder ob die Veranstalter sagen, da bleiben wir lieber in Wien. Das gehört mit in die Überlegungen“, argumentiert Hacker.

Happel Stadion sollte renoviert werden

Darüber hinaus gibt es in Wien ja schon ein Stadion, groß genug um Spiele der Nationalmannschaft zu hosten und zwar das Ernst-Happel-Stadion. Auch daran stößt sich derzeit der Sportstadtrat von Wien. „Es kann mir keiner erzählen, dass das (Happel) Stadion in zehn Jahren so verfällt, dass man da nichts mehr machen kann“, meint er dazu. Das Happel-Stadion wurde bereits 1931 eröffnet und zuletzt zur Fussball-EM 2008 saniert.

Generell scheint es, so Hacker, dass die Diskussion derzeit in eine eher merkwürdige Dimension abrutscht. Er habe das Gefühl, die Diskussion sei mehr politisch getriggert und entbehre einer gewissen Vernunft. Alles, was sich der Sportstadtrat wünscht, wäre eine vernünftige Diskussion auf der „Basis von guten, brauchbaren Unterlagen“.

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