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Neue Laser-Radarboxen sind genauer: Helfen Radarwarner?

Front Radargerät
© Wikipedia | Front Radargeräte werden schon seit längerem auf Österreichs Autobahnen eingesetzt

Neue Radarboxen: Blitzer ab 3 km/h zu viel

Außen sehen sie zwar zumeist noch gleich aus, doch das Innenleben der Radarboxen auf Österreichs Straßen ist mit modernsten Geräten ausgestattet, die beinahe Null Toleranz bei Geschwindigkeitsübertretungen zeigen.

  • Ab einer Überschreitung von nur drei km/h wird die Kamera in der Radarbox bei einem Tempolimit unter 100 km/h ausgelöst.
  • Bei über 100 km/h gibt es noch eine 3 %ige Messtoleranz.

Aber Achtung! Die neuen Radarboxen mit Laser blitzen in beide Fahrtrichtungen! 

Zudem können die neuen Radargeräte auch mehrere Autos gleichzeitig erfassen und somit genau zuordnen, wer zu schnell fährt. Außerdem wird in Wien ein mobiles Konzept mit ständigen Standortwechseln für eine bessere Überwachung von Geschwindigkeitsübertretungen sorgen. Wo man derzeit mit Radarkontrollen in Wien rechnen muss, finden Sie weiter unten.

Weniger Geschwindigkeit, weniger Unfälle

Alle drei Jahre werden österreichweit die ca. 100 Radarboxen des Innenministeriums erneuert. Die neuen Geräte arbeiten mit Hilfe eines Lasers und werden nun auch in Wien innerhalb der nächsten drei Jahre die alten Radarkontrollgeräte ersetzen.

Grund für die Kampagne des Innenministeriums, sei nicht, das Geldbörsel der Autofahrer zu schröpfen, sondern vielmehr auf die Gefahr von überhöhter Geschwindigkeit hinzuweisen und aufzuklären, meint etwa auch Otmar Bruckner, Verkehrsexperte im Innenministerium. „Ziel ist es, die Menschen zum Nachdenken anzuregen, dass es sehr gefährlich sein kann, wenn man zu schnell fährt.“ Vorsicht und Aufmerksamkeit sollen dazu beitragen, den Verkehr für alle Beteiligten sicherer zu machen, denn wenn generell langsamer gefahren wird, gibt es tatsächliche auch weniger schwere Unfälle. Eine Verhaltensänderung der Autofahrer würde also wesentlich zu einer besseren Statistik und mehr Sicherheit auf Österreichs Straßen beitragen.

Welche Radarwarner sind erlaubt?

Wer illegale Radarwarner und GPS-Navigeräten mit POI-Warnern im In- oder Ausland benutzt könnte mit bis zu 4.000 Euro Strafe belegt werden, warnt der ÖAMTC. In Deutschland und in der Schweiz ist der Einsatz solcher Geräte ausdrücklich verboten.

In Österreich aber sind GPS-Navigationsgeräte mit einem POI-Warner als „Ankündigungsfunktion“ erlaubt. Allerdings bleiben Radarwarngeräte verboten, die mittels Funkwellen aktive Radaranlagen aufspüren. Die Verwendung solcher Warngeräte kann in Österreich mit bis zu 4.000 Euro Strafe belegt werden.

POI und Radarwarngeräte im Ausland

Wer im benachbarten Ausland auf den Straßen unterwegs ist, etwa die Slowakei oder in die Länder Bosnien-Herzegowina, Frankreich, Irland, Mazedonien, Weißrussland und Zypern sollte unbedingt auch die Funktion am Handy deaktivieren.

Erlaubt  sind GPS-Navigationsgeräte mit POI-Radarwarnern derzeit in Belgien, Dänemark, Finnland, Großbritannien, Italien, Kroatien, Luxemburg, den Niederlanden, Norwegen, Portugal, Russland, Schweden, Serbien, Slowenien, Spanien und in Ungarn.

Weiter unsicher ist die Rechtslage in unserem unmittelbaren Nachbarland Tschechien und Bulgarien: besser deaktivieren, als Strafe zahlen.

Der ÖAMTC macht ausdrücklich darauf aufmerksam, dass Unwissenheit nicht vor Strafe schützt. „Vor der Fahrt ins benachbarte Ausland sollten daher alle Autofahrer sicherstellen, dass ihre Navi-Geräte keine Warn-POIs vor Straßenverkehrskontrollen (Geschwindigkeit, Rotlicht, allgemeine Polizeikontrollen etc.) enthalten und diese wenn möglich deaktivieren oder - noch besser - vom Hersteller entfernen lassen“, so der ÖAMTC in einer Aussendung .

Standorte von Radargeräten Wien

Folgende Liste von bekannten Radar-Standorten kursiert derzeit im Internet:

  • Innerer Währinger Gürtel Höhe Einfahrt zum AKH
  • Südost-Tangente (A23) Hanssonkurve Richtung Norden vor dem Verteilerkreis
  • Floridsdorfer Brücke
  • Kagraner Brücke/Wagramer Straße

Es gibt auch sog. mobile Blitzer, wo fast täglich mehrere Polizeibeamte mit zumindest einer Radarpistole stehen:

  •  1010: Opernring, im Bereich Eschenbachgasse (vor Babenbergerstraße)
  •  1010: Franz-Josefs-Kai (Busparkplatz vor Tankstelle)
  •  1010: Franz-Josefs-Kai vor Salztorbrücke
  •  1030: Erdberger Lände/Ausfahrt Schlachthausgasse (30er-Zone)
  •  1030: Rennweg/Litfaßstraße
  •  1030: Rennweg/Adolf-Blamauer-Straße
  •  1070: Neustiftgasse/Mechitaristengasse (30er-Zone)
  •  1090: Spittelauer Lände, Ecke Tepserngasse (nach der ehemaligen Wirtschaftsuniversität)
  •  1090: Maria-Theresien-Straße, im Bereich Deutschmeisterplatz
  •  1090: Türkenstraße, im Bereich Hahngasse (30er-Zone)
  •  1120: Grünbergstraße, im Bereich Hohenbergstraße
  •  1150: Gablenzgasse, im Bereich Spetterbrücke
  •  1170: Höhenstraße, im Bereich Waldrandsiedlung (30er-Zone)
  •  1180: Äußerer Währinger Gürtel, im Bereich Kreuzgasse
  •  1180: Hasenauerstraße, im Bereich Türkenschanzpark (30er-Zone)
  •  1180: Sternwartestraße, im Bereich Gregor-Mendel-Straße (30er-Zone)
  •  1180: Gymnasiumstraße, im Bereich Währinger Park (30er-Zone)
  •  1190: Gürtelbrücke Richtung Döbling im Bereich Bushaltestelle 37A
  •  1190: Peter-Jordan-Straße, im Bereich Felix-Dahn-Straße (30er-Zone)
  •  1210: Floridsdorfer Brücke (Abfahrt Donauinsel)
  •  1220: Reichsbrücke (Mitte)
  •  1230: Altmannsdorfer Straße/Liesingsteg

An folgenden Kreuzungen in Wien sind derzeit Rotlichtüberwachungsanlagen (Ampelradargeräte) zu beachten:

  •  Kreuzung Altmannsdorfer Straße/Sagedergasse
  •  Schottenring vor dem Franz-Josefs-Kai
  •  Kreuzung Reinprechtsdorfer Straße/Schönbrunner Straße
  •  Kreuzung Universitätsstraße/Währinger Straße
  •  Kreuzung Währinger Gürtel/Nußdorfer Straße
  •  Neubaugürtel vor der Felberstraße

Der Ausbau weiterer Anlagen ist laut Polizei geplant.

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