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News Text: Katharina Widholm

Alvorada-Kaffee: Das Ende einer Ära?

Ein Taxler, der seinen Wagen für eine Tasse Kaffee zu Schrott fährt. Dieser TV-Spot aus den Achtzigern ist mittlerweile ein YouTube-Hit. Doch das Unternehmen dahinter, die Alvorada Kaffee Vertrieb GmbH & Co hat nun Insolvenz angemeldet.

Kaffeebohnen
© Pixabay | Wie wird es mit Alvorada weitergehen?

Es ist ein sonniger Nachmittag. Ein feine Dame steigt in ein Taxi und meint "Jetzt fohr ma ham, auf an Kaffee."

"Wos dringan'S denn für an Kaffee?" erkundigt sich der Taxler.

"An Alvorada!" - Für den Taxler gibt es kein Halten mehr. Er steigt aufs Gas und lenkt seinen Wagen mit 180 Sachen über die Höhenstraße: "An Alvorada? Des is a Kaffee!" verkündet er enthusiastisch. "Do steht des Aroma net nur auf der Pockung. I sog Ihna, i kenn a Kaffeehaus, des Gschloda woa net zum Saufen. De traun si wos." Als er den Fahrweg abkürzt und den Wagen über ein Feld befördert ruft die Passagierin, während sie am Rücksitz hin und her- geschleudert wird: "Sans narrisch, wos hudln'S denn so? Wir wern uns nu dastessn!"

Der Taxler zeigt sich unbeeindruckt und erkärt: "Waun i in a Kaffeehaus geh, muass am Tisch a Alvorada steh!" und setzt die Dame am Zielort ab, nicht ohne vorher eine Vollbremsung hinzulegen. "I glaub, dem is da Kaffee in'd Fiass gschossn",meint die Dame schließlich fassungslos.

Kultige Alvorada-Werbung

Diese Szene entstammt aus der legendären Werbung aus den 1980ern, die Alvorada "Kaffe do Mocca" bewirbt. Gedreht wurde der Spot von Franz Paul Ebner, vor der Kamera standen Burgschauspieler Karl Pfeifer und Inge Prosel. Der Clip wurde längst schon zum Kult erklärt, wahrscheinlich auch, da er wienerischer nicht sein könnte: Kaffee, eine feine Dame, und ein grantiger Taxler, den Alvorada-Kaffee zur Hochform auflaufen lässt. Die Werbung steigerte den Bekanntheitsgrad der Marke enorm und der 1957 gegründete Produzent für Kaffeeprodukte galt als Wiener Traditionsunternehmen. Doch nun wurde verkündet, dass der Alvorada Kaffee Vertrieb GmbH & Co vor der Insolvenz steht.

Alvorada-Kaffee soll weiterhin vertrieben werden

Doch es besteht Hoffnung: das Unternehmen hat Antrag auf Sanierung ohne Eigenverantwortung gestellt. Zudem wurde eine Lizenvereinbarung mit einem großen deutschen Kaffeeunternehmen abgewickelt, um so sicherzustellen, dass Alvoradakaffee weiterhin hergestellt und an Lebensmittelketten, sowie an Gastronomiebetriebe geliefert werden kann. Damit soll auch verhindert werden, dass ein Werteverlust der Marke Alvodara stattfindet. Dafür ist wichtig, dass die Produktion und die zuverlässige Lieferung aufrecht erhalten bleiben.

Wer indes auf Nummer sicher gehen möchte, hat Glück: bei den bekannten Lebensmittelmarken wie Interspar oder Merkur werden die Produkte von Alvorada nach wie vor angeboten. Auch über Online-Shop des Unternehmens kann man den Kaffee nach wie vor beziehen.

Homepage von Alvorada

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