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Theater an der Wien zeigt Stücke im TV und Radio

Drei Produktionen der Vereinigten Bühnen Wien werden demnächst im TV und Radio präsentiert.

Viele Menschen halten eine Dame in ABdemantel
© Werner Kmetitsch | Gezeigt wird unter anderem Platée
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Mit höchst erfolgreichen Fernsehausstrahlungen von „Fidelio“ oder „Le nozze di Figaro“ im Vorjahr konnte das Theater an der Wien der Vereinigten Bühnen Wien, ein Unternehmen der Wien Holding, sein Publikum auch während des Lockdowns zumindest zuhause erreichen. Heuer folgen viele weitere spannende Opernproduktionen, die im Opernhaus der VBW aufgeführt und aufgenommen wurden.

„Ich freue mich sehr das wir mit Platée, Thaïs und Der Feurige Engel wiederum drei außergewöhnliche Opernproduktionen im Theater an der Wien auf die Bühne bringen konnten und dank unserer Partnerschaft mit ORF und Unitel zumindest filmisch unser Publikum damit erfreuen können. Nichtsdestotrotz sehne ich den Tag herbei, wenn wieder im Theater an der Wien eine Opernaufführung live erlebt werden darf“, sagt Prof. DI Roland Geyer, Intendant Theater an der Wien.

Platée

Termin: Samstag, 3. April 2021 um 20.15 Uhr auf 3Sat

„Platée“ ist keine verklärende Huldigungsoper für die höfische Gesellschaft, sondern eine raffinierte Satire auf die menschlichen Eitelkeiten wie auf arrogante Überheblichkeit. Schriftsteller Jean-Jacques Rousseau, der sonst wenig von Rameau hielt, bejubelte die Oper 1750 als „das allerbeste Musikstück, das bis heute auf unseren Bühnen zu hören war.“

Die Inszenierung von Robert Carsen, der die satirische Götterkomödie in der Pariser Modewelt spielen lässt, wird am 3. April 2021 ab 20.15 Uhr auf 3Sat ausgestrahlt. Die Titelpartie singt der niederländische Tenor Marcel Beekman, es musiziert das Barockorchester Les Arts Florissants unter der musikalischen Leitung von William Christie.

Der feurige Engel

Termin: Samstag, 27. März 2021 um 19.30 Uhr auf Ö1

Menschen in Käfigen
© Werner Kmetitsch | Szenenbild Der feurige Engel

Sergei Prokofjew stieß in New York auf Waleri Brjussows symbolistischen Roman "Der feurige Engel" und witterte in der verstörenden Geschichte, in der Wahnsinn und Realität, Magie und Budenzauber ununterscheidbar bleiben, ein gutes Sujet für eine Oper.

Er formte den Roman selbst zum Libretto um und nutzte ausgiebig die Gelegenheit zu orgiastischer, Wahn suggerierender und daher extrem unkonventioneller Musik. Erst im Jahr 1954, über 30 Jahre nach der Konzipierung und ein Jahr nach Prokofjews Tod, erfolgte in Paris eine französischsprachige Uraufführung. Seither ist „Der feurige Engel“ nur selten und dann als beeindruckendes Kuriosum zu erleben.

Auf Radio Ö1 wird Sergei Prokofjews selten gespielte Oper unter der musikalischen Leitung von Constantin Trinks und mit einem hochkarätigen SängerInnenensemble, angeführt von Bo Skovhus und Ausrine Stundyte, bereits am 27. März 2021 um 19.30 Uhr zu hören sein. Danach ist die Oper sieben Tage lang in der Ö1-Mediathek unter www.oe1.orf.at/player abrufbar.

Thaïs

Termin: Sonntag, 18. April 2021 um 20.15 Uhr auf ORF III

Eine weitere Neuproduktion wird im Rahmen der Sendereihe „Wir spielen für Österreich – Erlebnis Bühne“ zu erleben sein: ORF III sendet am 18. April 2021 ab 20.15 Uhr die Comédie lyrique „Thaïs“ in der Inszenierung von Regie-Altmeister Peter Konwitschny, mit der Sopranistin Nicole Chevalier in der Titelpartie und unter der musikalischen Leitung von Leo Hussain mit dem ORF Radio-Symphonieorchester Wien.

Jules Massenet schrieb seine Oper um die reuige Kurtisane Thaïs für seine Geliebte, die kalifornische Sopranistin Sybil Sanderson. Das Libretto basiert auf dem gleichnamigen, 1890 erschienenen Skandalroman von Anatole France. Die Uraufführung 1894 war nicht besonders erfolgreich, erst nach einer gründlichen Überarbeitung wurde die zweite, 1898 aufgeführte Fassung zu einem Welterfolg.

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