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Wien bekommt neuen Fernbus-Terminal

Ein Fernbus-Terminal im zweiten Bezirk soll Reisefans künftig schnell zu ihrer Traumdestination bringen. Für das Großprojekt wurde ein Wiener Architektenteam engagiert. Alle Infos zu den Bauplänen und wann die Abfahrt möglich wird, erfahren Sie hier.

Fernbus Terminal Wien
© 2021 ZOOMVP BUD | Der neue Terminal in Wien
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„Wien braucht als lebenswerteste Stadt der Welt und als bedeutende Tourismusdestination einen attraktiven, internationalen Fernbus-Terminal. Denn bisher ist der Fernbus-Verkehr in Wien auf drei Standorte aufgeteilt. Der neue zentrale Terminal ist künftig neben dem Flughafen und dem Hauptbahnhof die dritte starke Säule im Personen-Fernverkehr.

Und er wird eine prägnante Visitenkarte für die Stadt und ein Impuls für die Umgebung sein: modern, übersichtlich, gut organisiert in einem freundlichen Ambiente. Ganz besonders freut es mich auch, dass es einem Wiener Architekturbüro gelungen ist, den Realisierungswettbewerb für sich zu entscheiden“, sagt Bürgermeister Michael Ludwig bei der Projektpräsentation am 18. Mai 2021.

Wiener Architekten entwerfen Fernbus-Terminal

Aus insgesamt 27 eingereichten Projekten kürte eine Fachjury den Entwurf des Wiener Architekturbüros Burtscher-Durig ZT GmbH zum Gewinner des EU-weit offenen, zweistufigen Wettbewerbs.

Bewertet wurden neben den städtebaulichen, baukünstlerischen und funktionellen Lösungen auch die Nachhaltigkeit der eingereichten Projekte sowie die Wirtschaftlichkeit in der Errichtung, im Betrieb und in der Erhaltung.

Der neue Fernbus-Terminal ist offen, hell und übersichtlich gestaltet. Das Herzstück des Siegerentwurfs bildet ein markantes, luftiges Dach, das die beiden Baukörper und das Verkehrsgeschoss miteinander verbindet.

Die Dachlandschaft besteht aus abwechselnd verglasten und begrünten Feldern und ist nicht nur ein Wetterschutzelement, das Ein- und Durchblicke ermöglicht, sondern auch ein Aufenthaltsraum für alle mit Sitznischen und einer Terrasse. Ein Weg über das Dach durch den dort angelegten Park verbindet den Prater, das Stadion Center und das Donauufer.

Busterminal mit Hochhaus

Fernbus Terminal Wien
© 2021 ZOOMVP BUD | Das markante Hochhaus besticht durch Wintergärten

Weiteres Highlight des Siegerentwurfs: Das Hochhaus über dem Terminalbereich wurde als eine starke, eigenständige „Landmark“ konzipiert. Das 90 Meter hohe Gebäude zeichnet sich durch zweigeschossige Gebäudeeinschnitte mit begrünten Wintergärten und Fernblick aus. Auf dem Dach soll eine Rooftop Bar entstehen.

Der neue Handelskai-Steg schafft mit seiner versetzten Rampe eine wichtige Verbindung zwischen Grünem Prater, Stadion Center und dem Yachthafen Donaumarina für Radfahrer und Fußgänger. Somit wird ein wichtiger Lückenschluss zwischen den Naherholungsgebieten geschaffen.

„Der Siegerentwurf hat ein enormes Potenzial, zu einem neuen, urbanen und vitalen Zentrum zwischen Stadion Center und Handelskai zu werden. Das vorliegende Projekt zeichnet sich ganz besonders auch durch viele nachhaltige Lösungen aus: eine sehr gute Anbindung an den öffentlichen Verkehr, viel Grün am Dach und rund um das Areal, ein smartes Energiesystem und verkehrsberuhigende Begleitmaßnahmen. Davon profitieren die gesamte Umgebung und die Menschen, die vor Ort leben“, betont Ulli Sima, Stadträtin für Innovation, Stadtplanung und Mobilität.

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Zentraler Standort mit guter öffentlicher Anbindung

Der Standort für den geplanten Fernbus-Terminal liegt in Wien Leopoldstadt am Handelskai beim Stadion Center. Die Zu- und Abfahrt der Fernbusse erfolgt mit sehr kurzer Fahrtstrecke über die Anschlussstelle Handelskai der A23 und direkt über den Handelskai in den bzw. aus dem Bus-Terminal. Damit wird es künftig in der Meiereistraße, der Engerthstraße und am Marathonweg keine Fernbusse mehr geben. Das entlastet diese umgebenden Straßenverbindungen und verbessert auch die Aufenthaltsqualität für die Bewohner.

Anfahrt Fernbus-Terminal Wien

U2-Station Stadion
Buslinien 11A, 77A, 79A und 79B
Parkplätze sind beim Stadion Center vorhanden.

Lageplan

  • Ebene 0 ist die Passagierzone: Hier sind Ticketverkauf und Information, Gastronomie und Shops sowie Wartebereiche, Schließfächer und Sanitäreinrichtungen. Ein Leitsystem und Infoscreens helfen bei der Orientierung.
  • Auf Ebene -1 befindet sich das Verkehrsgeschoss mit den Ankunfts- und Abfahrtsstationen. Es wird per Lift, Rolltreppe und Stiegen erreichbar sein. Auch dort gibt es Sanitärräume inkl. Duschmöglichkeiten für die ankommenden Passagiere.  Zugang haben nur Reisende mit gültigem Ticket.

Im neuen Fernbus-Terminal wird durchgängig (0-24 Uhr) Security vor Ort sein, auch die Leitstelle wird 24 Stunden besetzt sein.

Ticket- und Informationsschalter sind von 7.30 bis 21.00 Uhr offen, Gastronomie und Shops sollen von 7.00 bis 21.00 Uhr geöffnet sein.

Video

Partnerschaft und Investorenteam gefunden

„Investitionen wie in den neuen Fernbus-Terminal sind ein kräftiger Impuls und ein wirksamer Motor für die Wirtschaft. Das ist gerade jetzt besonders wichtig, sichert Arbeitsplätze und stärkt den Wirtschaftsstandort. Und wir konnten für das Projekt starke Partner gewinnen. Betrieben wird der Terminal künftig von einer eigenen Betreibergesellschaft, bestehend aus den Firmen Blaguss, Gschwindl und Dr. Richard. Und als Investor ist die Donau Busterminal Realisierungs GmbH der Investoren Ariel Muzicant und Markus Teufel mit an Bord“, erklärt Finanz- und Wirtschaftsstadtrat Peter Hanke.

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Inbetriebnahme voraussichtlich ab 2025

Das Gewinnerprojekt wird nun nochmals ausführlich überprüft und optimiert. Anschließend können die konkreten Planungsarbeiten gestartet werden. Der Siegerentwurf des Wiener Architekturbüros Burtscher-Durig ZT GmbH für den neuen Fernbus-Terminal ist die Basis für den Flächenwidmungs- und Bebauungsplan, deren Erarbeitung im nächsten Schritt erfolgt.

Der Baubeginn ist für frühestens Ende 2022 geplant, die Inbetriebnahme kann ab 2025 erfolgen. Das Projekt am Handelskai ist ein wichtiger Impuls für das neue Quartier Waterfront am Donauufer.

Bevor mit dem Bau für den neuen Fernbus-Terminal begonnen wird, muss Ersatz für die bis jetzt auf dem Grundstück betriebene Sport & Fun Halle gefunden werden. Ziel ist ein bestens angebundener und attraktiver Standort im zweiten Bezirk, damit die Halle wieder für viele Sportbegeisterte in der Nähe liegt. Idealerweise ist auf dem neuen Standort sowohl Indoor- als auch Outdoor-Nutzung möglich – er soll also auch über Sportflächen im Freien verfügen.

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