Dieser Artikel befindet sich derzeit im Archiv

Wiener Töchtertag

Mädchen mit Warnweste, Kamera und Mikrophon
© MA 57- Frauenabteilung | Mädchen üben sich in technischen Berufen

Seit gut 20 Jahren findet alljährlich die von der Stadt Wien geförderte Initiative "Töchtertag" statt – mit dem erklärten Ziel, jungen Frauen "typische Männerberufe" näherzubringen und so gemeinsam auf Chancengleichheit und Gleichberechtigung hinzuarbeiten.

Erstellt von:
Anzeige

Wiener Töchtertag am 28. April 2022

Seit 2002 findet jedes Jahr im Frühling der "Wiener Töchtertag" statt – eine Initiative der Stadt Wien in Kooperation mit verschiedensten, zum Teil wechselnden Partnerunternehmen, etwa der DDSG Blue Danube, dem Jüdischen Museum Wien, der Wiener Stadthalle, dem Mozarthaus Vienna, dem Central Danube, dem Flughafen Wien-Schwechat und etlichen anderen.

Weshalb diese Initiative?

Der Töchtertag wurde von der Stadt Wien ins Leben gerufen, um jungen, engagierten und interessierten Frauen die sogenannten "typische Männerberufe" schmackhaft zu machen und zu zeigen, dass jede Frau jeden beliebigen Beruf erlernen kann – ganz im Sinne von Chancengleichheit und Gleichbehandlung:

"Immer noch entscheiden sich manche Jugendliche für Berufe auf Basis vorgefertigter, überholter Rollenbilder. Beim Töchtertag geben wir Mädchen daher die Möglichkeit, zahlreiche neue Berufe zu entdecken und abseits von weiblichen Rollenklischees vielfältige Karrieremöglichkeiten kennenzulernen", so Vizebürgermeisterin und Frauenstadträtin Kathrin Gaál. 

Was als Idee in den USA der 90er-Jahre mit dem "Take Your Daughter to Work Day" ("Bring deine Tochter zur Arbeit mit-Tag") begann, hat sich auch hierzulande in rund zwei Jahrzehnten zum echten Erfolg etabliert: Waren es im Auftaktjahr 2002 noch 200 junge Frauen, die in nur einem Unternehmen am Töchtertag teilnahmen, so ist die Zahl der Interessierten inzwischen auf rund 3.000 Jugendliche in bis zu 190 Unternehmen angestiegen. 

Teilnehmende Betriebe am Wiener Töchtertag

Die Berufsfelder, die am Töchtertag in den knapp 200 teilnehmenden Unternehmen erschnuppert werden können, sind so breitgefächert wie die beruflichen Möglichkeiten für junge Frauen selbst:

"Ob IT-Spezialistin, Flugzeugtechnikerin oder Architektin – Mädchen stehen bei ihrer Berufswahl in Wien alle Türen offen. Es gilt nur mutig zu sein und sich etwas zuzutrauen!", so Gaál.

Besonders an Wien als Kulturmetropole und Donau-Hafenstadt sind dabei die Möglichkeiten für junge Frauen, am Töchtertag einschlägige Eindrücke zum Beispiel in den Bereichen Bühne oder Schifffahrt zu sammeln. Namhafte Betriebe aus den einschlägigen Branchen haben in den vergangenen Jahren den Teilnehmenden ihre spannendsten Berufsfelder vermittelt.

Wiener Stadthalle: Hinter den Kulissen

Teilnehmen können alle jungen Wienerinnen zwischen 11 und 16 Jahren!

» Zu den Anmeldemöglichkeiten für Teilnehmerinnen und Unternehmen

Anzeige

Berufe in der Schifffahrt

Im Zuge einer Schiffsrundfahrt entlang den Schleusen von Nussdorf und Freudenau wurden den jungen Frauen Einblicke in die aufregende Welt der Schifffahrt und die dazugehörige Berufe gewährt, angefangen von der Lehre zum Schiffsmädchen über Steuerfrau bis hin zur Kapitänin

Ein gutes Beispiel dafür, dass die Schifffahrt für Frauen ein interessanter Arbeitsplatz sein kann, liefert die 20-jährige Ines Baldhauf, die nach ihrer Ausbildung zur Modedesignerin neue Ufer ansteuert, nämlich als Schiffsmädchen im zweiten Lehrjahr. Nach ihrer abgeschlossenen Lehre möchte sie ihrer Leidenschaft zum Meer treu bleiben und eine Karriere als Kapitänin anstreben. Die Ausbildung bei der DDSG Blue Danube ist nur eines von zahlreichen Beispielen dafür, dass Frauen jeden Lehrberuf erlernen können, den sie möchten.

Berufe hinter der Bühne

Mit über 300 Veranstaltungen und rund einer Million jährlicher Besucherinnen und Besucher ist die Wiener Stadthalle Österreichs wichtigste Event-Location. Am Töchtertag gewährt die Stadthalle Einblicke hinter die Kulissen – mit spannenden Infos zum Veranstaltungsbetrieb, exklusiver Backstage-Führung und Workshops zu Soundchecks in verschiedenen Settings.

Berufe im Museum

Zwei weitere Partner des Töchtertages, das Mozarthaus Vienna und das Jüdische Museum, sorgen für imposante Eindrücke vom Lehrberuf der Museumstechnikerin. Im Zuge einer Feuerwehrübung etwa stellten hier an vergangenen Töchtertagen die Teilnehmerinnen unter Aufsicht der Wiener Berufsfeuerwehr bereits all ihr Können unter Beweis, um einen Brand zu löschen.

In einer abschließenden Museumsführung und dem dazugehörigen Workshop konnten die jungen Frauen erste einschlägige Berufserfahrung hautnah sammeln. 

Anzeige

Weitere außergewöhnliche Berufsfelder für Frauen

In dieser Galerie: 2 Bilder
Wiener Töchtertag, Mädchen moderiert mit Mikrofon
© W24 | Als Moderatorin vor der Kamera stehen: Der Wiener Töchtertag macht's möglich
Wien Holding Logo
© Wien Holding | Der Töchtertag ist eine Initiative der Wien Holding

Die Hafen Wien-Gruppe betreibt drei große Güterhäfen inklusive Infrastruktur: den Hafen Freudenau, den Hafen Albern sowie den Ölhafen Lobau. Am Wiener Töchtertag gibt der Hafen Wien den jungen Besucherinnen wieder interessante Einblicke in die Logistikbranche. Neben einer informativen Gesprächsrunde und einem spannenden Workshop mit dem Team des Mobilitätslabors thinkport VIENNA findet auch eine Führung durch das Hafen Wien Gelände statt.

Auch der Flughafen Wien ist am Töchtertag mit von der Partie: Die breitgefächerte Lehrlingsausbildung erstreckt sich im dortigen Technik-Bereich über ganze sechs Lehrberufe. Das Angebot für die Teilnehmerinnen reicht hier von einer Rundfahrt über die Besichtigung der Lehrwerkstatt bis hin zur Produktion eines eigenen Werkstücks.

Und in den Hallen der WH Media, ihrerseits unter anderem verantwortlich für den TV-Sender W24, erhalten die Teilnehmerinnen einen Einblick in den Fernsehalltag: Live bei einem TV-Dreh mit dabei sein, erleben, wie eine Greenbox funktioniert oder ein Fernsehstudio besichtigen? All das und noch mehr wird hier im Fokus stehen.

Fazit zum Töchtertag

Die Wien Holding hält mit der Initiative des Töchtertages an ihrer Vision fest, junge, engagierte Frauen für technische Berufe zu begeistern und diese Begeisterung nachhaltig zu fördern, und die stetig steigende Zahl der Teilnehmerinnen ist zentrales Indiz dafür, dass die Formel aufgeht.

Besonders bemerkenswert in den vergangenen Jahren ist das zunehmende Interesse junger Frauen an Berufsmöglichkeiten im Management-Bereich und damit an Beispielen von Unternehmen, deren höchste Positionen mit Frauen besetzt sind, darunter etwa das UNIT-Service, das Jüdisches Museum Wien, die Wiener Messe Besitz GmbH oder das WienCont. Die Frauenquote liegt im Bereich der Managementpositionen zwischen 29 bis 35 Prozent. Somit ist nur jede 3 höhere Position von einer Frau besetzt. Dass die Tendenz steigt, dazu leistet die Stadt Wien mit dem Töchtertag einen wertvollen und wichtigen Beitrag.

Weiterlesen:

» Internationaler Frauentag in Wien – so feiert die Stadt ihre Bürgerinnen!
» Equal Pension Day und Equal Pay Day – erschreckende Bilanzen für Frauen
» Die besten Tipps für Ihre Gehaltsverhandlungen
» "Typisch Mädchen": Geschlechterrollen unter Kindern

Anzeige

Diese Geschichte teilen!


Hinterlassen Sie einen Kommentar!

Empfohlene Beiträge

weitere interessante Beiträge