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250 Jahre Beethoven - Auf den Spuren des Wahlwieners

Wer war überhaupt Beethoven? Wo hat er in Wien gelebt? Welche Veranstaltungen gilt es anlässlich seines 250. Geburtstages nicht zu verpassen?

© Maklay62/ pixabay.com | Ludwig van Beethoven - das musikalische Genie als Graffiti in Wiens Straßen

Eine kurze Biographie von Beethoven

Ludwig van Beethovens Geburtstag jährt sich in diesem Jahr zum 250. Mal. Anlässlich dessen finden das gesamte Jahr über Veranstaltungen an verschiedenen Orten seiner Wahlheimat Wien statt. Die Stadt wird 2020 zur „Capital of Music“ avanciert. Damit auch Sie beim Thema „Beethoven“ in diesem Jahr mitreden können, finden Sie hier die Kurzbiographie des Komponisten sowie zehn weitere Fakten über ihn.

Zusammen mit Wolfgang Amadeus Mozart und Joseph Haydn gehört Beethoven zu den prägendsten Komponisten der Wiener Klassik. In den späteren Jahren seines Wirkens wurde er zum Wegbereiter der Romantik. Der Komponist soll am 16. Dezember 1770 in Bonn das Licht der Welt erblickte haben. Schon als Kind lernte Beethoven Klavier, Orgel und Violine zu spielen. Im zarten Alter von 12 Jahren vertrat er seinen damaligen Lehrer als Organisten und erhielt ein Jahr später eine Stelle als Hofmusiker.

Mit 17 Jahren zog es den jungen Beethoven zum ersten Mal nach Wien. Aus familiären Gründen musste er allerdings seinen Aufenthalt frühzeitig abbrechen. Erst fünf Jahre später gelangte er wieder in die Stadt und wurde sesshaft. Schon bald prägte er nachhaltig das Wiener Kulturleben. Bis zu seinem Tod im März 1827 lebte Beethoven in Wien, seiner Wahlheimat.

Zehn Fakten über Ludwig van Beethoven

1.) Schon mit sieben Jahren gab Beethoven sein erstes Konzert.

2.) Bereits 1787 litt Beethoven unter Schwerhörigkeit. Mit 42 Jahren war er taub (Nach neuen Erkenntnissen besaß er eventuell eine minimale Resthörfähigkeit!). Er komponierte bis zu seinem Tod, doch gegen die soziale Isolation half das nicht.

3.) Vor der Uraufführung der 9. Symphonie hatte Beethoven zehn Jahre lang keine Symphonie mehr komponiert. Die Symphonie wirkt bis heute nach. Seit 1985 ist ihr letzter Satz „Ode an die Freude“ als Instrumentalfassung die Hymne der Europäischen Union. 2003 wurde das erste Druck-Manuskript Beethovens „Neunter“ für 3 Millionen Euro versteigert.

4.) Auch wenn Beethoven nie heiratete, war er angeblich immer in Liebesverhältnissen. Das berühmte Stück „Für Elise“ schrieb er wahrscheinlich für die deutsche Opernsängerin Elisabeth Röckel.

5.) Beethoven soll in seiner Zeit in Wien mindestens 68 Mal umgezogen sein.

6.) Sein Sterbehaus befindet sich in der Schwarzspaniergasse 15.

7.) Beethoven komponierte nur eine einzige Oper „Fidelio“, die erst in der dritten Fassung zum Erfolg wurde.

8.) Auch wenn der Komponist bei Hofe zu Gast war, besaß er nicht die gängigen Umgangsformen. Mit voranschreitender Taubheit nahm dies noch zu.

9.) Beethoven war kein beliebter Nachbar, da er auch aufgrund seiner Taubheit nicht sehr sozial umgänglich war und nachts gerne komponierte.

10.) Beethoven konnte schon zu Lebzeiten von seinen Kompositionen leben. Mehr noch, der Komponist war einer der ersten, um den ein Geniekult entstand.

© Ri_Ya/ pixabay.com | Beethoven musikalisches Vermächtnis

Veranstaltungstipps für das Beethovenjahr

Das ganze Jahr über finden in Wien Veranstaltungen in Bezug auf Beethoven statt. Ob nun ein klassischer Besuch in der Wiener Oper, ein Blick auf seine Originalhandschriften in der Österreichischen Nationalbibliothek oder ein Stadtrundgang auf Beethovens Spuren, für alle ist etwas dabei.

Beethoven für Konzertbegeisterte

Im Wiener Konzerthaus geben das ganze Jahr über die Wiener Symphoniker Beethoven zum Besten. Das Jahr beginnt und endet mit der 9. Symphonie und letzten Symphonie des berühmten Komponisten. Am 15.05.2020 findet ein Open-Air-Simultankonzert der Wiener Symphoniker und dem Beethoven Orchester Bonn statt. An verschiedenen Abenden im März erweckt das musicAeterna orchestra of Perm Opera die Klänge der insgesamt  9 Symphonien Beethovens zu neuem Leben.

Beim Wiener Musikverein Festival 2020 lässt der Pianist, Daniel Barenboim, Beethovens Klaviersonaten erklingen. Das Festival dauert vom 8. Mai bis zum 13. Juni 2019. Weitere Informationen finden sich in der Festival-Broschüre.

Beethoven für Opernfans

Die einzige Oper von Beethoven „Fidelio“ gehört zum Programm der Wiener Staatsoper. Es brauchte drei Anläufe und neun Jahre bis sie zum Erfolg wurde. Anlässlich Beethovens Geburtstag ist die erste Urfassung des „Fidelio“ (damals noch mit dem Titel Leonore) aus dem Jahre 1805 an fünf Abenden im Februar zu genießen. Wem das nicht reicht oder aber zu verstaubt ist, kann der dritten Fassung des Fidelio im April und Mai lauschen.

Auch im Theater an der Wien wird Beethovens Fidelio oder das eheliche Glück im März zu hören und zu sehen sein. Die Inszenierung der zweiten Fassung von 1806 des Fidelio übernimmt Chritstoph Waltz und die musikalische Leitung Manfred Honeck. Der Komponist war nicht nur an dem Theater beschäftigt, sondern wohnte dort sogar zeitweilig. Dieser Hintergrund verleiht den Darbietungen einen besonderen Geschmack.

Beethoven für Kunstbegeisterte 

Wer Beethoven nicht nur hören, sondern auch sehen möchte, sollte dem Kunsthistorischen Museum vom 25. März bis zum 5. Juli 2020 einen Besuch abstatten. Beethovens musikalisches Werk ist dort in einer Symbiose mit Gemälden zu entdecken. Bildende Künstler wie Caspar David Friedrich und William Turner werden mit Beethovens Musik in Verbindung gesetzt.

Beethoven für Kenner

Anlässlich des 250. Geburtstages Beethovens kreiert die Österreichische Nationalbibliothek die Sonderausstellung „Beethoven. Menschenwelt und Götterfunken“. „Menschenwelt“, weil die ausgestellten Originalbriefe des Komponisten sowohl seine selbstbewusste und sarkastische Seite als auch seine zärtliche und verletzliche demonstrieren. Der „Götterfunke“ spiegelt sich in den Originalhandschriften seiner Werke wider. Highlight der Ausstellung ist ein Teil Beethovens 9. Symphonie – mit dem Text „Freude schöner Götterfunken“. Sie läuft noch bis Mitte März.

Die 6. Symphonie Beethovens, die Pastorale, wurde 1898/99 zur Inspiration für den Maler Josef Maria Auchentaller. Er setzte die aus fünf Sätzen bestehende Symphonie in fünf Gemälden künstlerisch um. Zum 250. Geburtstag des Komponisten rekonstruiert das Leopold Museum das Ensemble und präsentiert dessen Geschichte.

Beethoven für Kinder

Die Österreichische Nationalbibliothek führt Kinder zwischen sechs und zwölf Jahren durch das Leben Beethovens. Etwa 45 Minuten lang können auch kleine Beethoven-Fans, oder die es noch werden wollen, alles zum Leben des Komponisten erfahren und befinden sich dabei obendrauf noch im Prunksaal der Nationalbibliothek. Eine Voranmeldung ist erforderlich.

Im Theatermuseum können Kinder zwischen fünf und zehn Jahren alles rund um den Komponisten erfahren. An dem Ort, wo Beethoven musizierte und seine Symphonien erklangen, dürfen die ganz Kleinen seiner Musik lauschen und selbst kreativ werden. Sie können eigene Szenen kreieren, komponieren und dem großen Komponisten ein kleines Geburtstagsständchen widmen.

Tipp

Auch das Fest der Freude am 8. Mai ist in diesem Jahr Ludwig van Beethoven gewidmet. In diesem Jahr erklingen auf dem Heldenplatz bei freiem Eintritt Werke des Komponisten, dargeboten von den Wiener Symphonikern.

Im Februar erklingt die erste Urfassung von Beethovens einziger Oper "Fidelio" in der Wiener Staatsoper.

In der Österreichischen Nationalbbliothek ist noch bis Mitte März ein Teil von Beethovens 9. Symphonie zu sehen.

Video

Beethoven für den Neuling

Im Beethoven Museum in Heiligenstadt gibt es die Möglichkeit auf den Spuren des Komponisten in einer seiner unzähligen Wohnungen zu wandeln. Die 14 Ausstellungsräume bieten spannende Einblicke in das Leben des Komponisten. So verfasste der damals 32-Jähirge 1802 dort das sogenannte „Heiligenstädter Testament“ an seine Brüder. Er äußerte darin seine Verzweiflung über seine Taubheit, doch der Brief sollte nie abgeschickt werden. Gleichzeitig arbeitete er in der Zeit auch an verschiedenen musikalischen Werken; unter anderem skizzierte er dort die ersten Entwürfe für seine spätere 3. Symphonie.

Ab Ende Februar können die Besucher des Mozarthauses Vienna die drei großen Komponisten, Johann Amadeus Mozart, Joseph Haydn und Ludwig van Beethoven kennen lernen. Ein Jahr lang läuft die Sonderausstellung, welche die Beziehungen der drei Komponisten der Wiener Klassik porträtiert. So waren Mozart und Haydn gut befreundet und Beethoven wollte bei Mozart lernen, wurde dann aber Schüler Haydns.

Auf den Spuren Beethovens durch Wien spazieren

Ob nun zu Besuch oder in Wien lebend, an Beethoven kommt niemand vorbei. Überall in der Stadt stolpert man über Orte, die in Verbindung mit dem Komponisten stehen. Ist man neu in der „Capital of Music“ bietet sich eine klassische Tour von der Österreichischen Akademie der Wissenschaften über die Secession beim Naschmarkt bis zum Beethovenplatz an. Das „Ludwig van“ im denkmalgeschützten Beethoven-Haus lädt auf dem Weg zur Stärkung ein.

Doch auch Wien und Beethoven Kenner kommen auf ihre Kosten: Nach ein paar Stationen im Ersten Bezirk können sie sich in den 19. Bezirk begeben. Fernab von Touristenströmen finden sich auch dort Erinnerungen an den Komponisten. Beethoven wurde bspw. ursprünglich im Währinger Ortfriedhof – heute der Schubertpark – beigesetzt. Obwohl seine sterblichen Überreste mittlerweile auf dem Zentralfriedhof ruhen, existiert das Grabmal noch heute.

Tipp: Für iPhone Nutzer gibt es noch eine besondere Tour – den Audio-AR-Walk mit Beethoven und Bose. An der Touristen-Info am Albertinaplatz kann im Tausch gegen den eigenen Personalausweis ein Bose Frame ausgeliehen werden. Die Brille in Kombination mit der App #RelatedToAustria führt ca. eine Stunde lang kommentiert auf den Spuren Beethovens durch Wien.

Sonstiges

Das vollständige Programm des Beethoven-Jahres findet sich unter Event Wien. Außerdem können sich Interessierte auch im Büro WIENBEETHOVEN2020 informieren.

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