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Der eigene Kräutergarten: Selbst gesät, geerntet und gegessen

Kräuter frisch vom Balkon oder Garten: Viele Menschen legen viel Wert darauf die eigenen Kräuter zu verwenden. Das ist aber nicht erst seit dem Trend von „urban gardening“ beliebt – schon vor Jahrhunderten gab es riesige Kräuteranlagen, vor allem in Klostergärten. Falls Sie Tipps für die Bepflanzung oder die passenden Begebenheiten suchen, werden Sie hier schlauer.

Kräutergarten mit Schildern, im Vordergrund Schnittloch
© pixabay.com | Der eigene kleine Kräutergarten

Die wichtigsten Küchenkräuter auf einen Blick

Es gibt unzählige Kräuterarten, jedoch lassen sich die meisten unserer bekannten Gerichte mit nur ein paar Kräutern bereits vorzüglich verfeinern: In unserer heimischen Küche werden besonders oft Petersilie, Schnittlauch und Dill verwendet. Die Klassiker am Balkon und Garten sind auch oft mediterranen Kräuter aus dem Süden wie Basilikum, Thymian, Rosmarin, Oregano oder Salbei – besonders essenziell für alle italienischen Pasta-Gerichte. Für die asiatische Küche sind Koriander, Thai-Basilikum, Schwarznessel und Thai-Minze passend.

Viele Kräuter werden weniger zum Kochen verwendet sondern eignen sich hervorragend als Tee, Salatgarnitur oder anderweitig: Zitronenmelisse oder Minze sind Klassiker unter den heimischen Teekräutern, Schnittlauch, Kresse sowie Kapuzinerkresse verfeinern viele kalte Speisen, Salate und Brote. All die genannten Pflanzen sind relativ unkompliziert zu behandeln.

Die eigenen Kräuter – der erste Schritt

Soll der Balkon bepflanzt werden, müssen natürlich als erstes Töpfe her. Es eignen sich Plastik- als auch Tontöpfe, wichtig sind vor allem die Abzugslöcher in den Böden der Gefäße, da so Staunässe vermieden wird.

Die meisten Kräuter bevorzugen nährstoffarme Böden, wodurch Düngung nicht nötig ist und sich „schlechte“ und billige Erde in vielen Fällen gut eignet. In der Erde liegt aber auch oft das Problem, wenn Kräuter nicht gedeihen. Meint man es zu gut und verwendet besonders nährstoffreiche Erde, tut man den vor allem den mediterranen Pflanzen nichts Gutes. Die heimischen Pflanzen kommen jedoch mit nährstoffreichem Boden gut zurecht – oder brauchen diesen sogar: Schnittlauch, Estragon und Melisse gedeihen so sehr gut.

Das richtige Kraut für jede Bedingung    

Die oben genannten mediterranen Kräuter brauchen durchlässig Erde. So kann das Wasser schnell abfließen. Diese Kräuter benötigen auch weniger Wasser und sind somit einfach zu halten. Für heimischen Pflanzen darf der Boden auch etwas feucht sein – Unterschiede gibt es aber auch innerhalb einer Sorte: Manche Sorten der Frucht-Minzen können von Zeit zur Zeit auch mal mit Trockenheit gut umgehen.

Je nach Klima und Sonneneinstrahlung fühlen sich auch unterschiedliche Kräuter wohl: Die meisten gängigen Kräuter kommen gut mit praller Sonne zurecht. Vor allem all jene aus dem mediterranen Raum sind an Hitze perfekt angepasst, vertragen jedoch auch Halbschatten gut.

Sind die Temperaturen in den Sommernächten nicht allzu tief, gedeihen sie so auch sehr gut in unseren Breitengraden - die Ausnahme: Basilikum. Der ist empfindlich auf Kälte in der Nacht, weshalb er besser in einem Topf gehalten werden sollte, der bei Kälte drinnen stehen kann. Im kühlen Halbschatten gedeihen jene Kräuter besonders, die eher weiche, große und auch dünne Blätter aufweisen. Vor allem Minze-Arten und Wiesenkräuter gedeihen oft besser, wenn sie nicht rund um die Uhr in der prallen Sonne stehen. Bärlauch oder Waldmeister stellen die Ausnahme der Schattenliebenden dar.

Das Beet richtig bepflanzen

Neben den klimatischen Bedingungen ist auch das Zusammenpassen der Pflanzen wichtig. Manche Kräuter fördern ihr gegenseitiges gedeihen, andere behindern sich – aus verschiedenen Gründen:

  • Düfte oder andere Ausscheidungen der einen Pflanze wirken abschreckend auf Schädlinge der Nachbarpflanze (ähnlich: Permakultur)
  • eine Kräuterart lockt Nützlinge an, die die Schädlinge der Nachbarpflanze fressen
  • die Kräuter entziehen dem Boden unterschiedliche Nährstoffe

Der richtige Zeitpunkt

Für die meisten Kräuter ist im Frühling der ideale Zeitpunkt zum Pflanzen oder Aussäen. Dill, Koriander, Liebstöckel und Rosmarin ab April, Majoran kann schon nach den letzten kalten Tagen (den Eisheiligen) gesetzt werden. Im Mai können dann endgültig auch Zitronenmelisse, Estragon oder Bohnenkraut ohne Sorge gesetzt werden.

Für die wichtigsten Küchenkräuter braucht man somit nicht den allergrünsten Daumen und sie zaubern schnell eine besondere Note in jedes Gericht. Außerdem entspannt das Herumwühlen in der Erde – und es gibt unzählige Gestaltungsmöglichkeiten. Die Stilmöglichkeiten reichen von minimalistisch und Dschungel-Stil über orientalisch und klassisch.

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