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Kurkuma: Königin der Gewürze für die Gelenke

Kurkuma als Wundermittel? Neueste Studien zeigen einen besonders guten Effekt bei Gelenkschmerzen. Kann das die Alternative zu Schmerzmitteln sein?

Kurkuma
© pixabay | Kurkuma als Wundermittel? Das steckt dahinter
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Fühlen Sie sich auch kurz nach dem Aufwachen häufig steif und unbeweglich und möchten am liebsten im Bett bleiben? Die Einschränkungen durch Corona, die ständigen Lockdowns und die Unsicherheit, wie das alles weitergehen soll, machen uns zu schaffen. Wir bewegen uns zu wenig, viele Möglichkeiten, Sport zu treiben fallen in dieser Zeit weg und stundenlanges Sitzen vor dem Computer im Homeoffice oder vor dem Fernseher macht müde und lustlos.

Unsere Gelenke schmerzen und wir fallen in eine Schonhaltung. Hier fängt ein Teufelskreis an. Durch Bewegungsmangel wird nur sehr wenig Gelenkflüssigkeit gebildet. Als Folge gelangen kaum Nährstoffe in die Gelenkkapsel und mit der Zeit führt das zu einer Abnützung der Knorpelschicht. Sie wird dünner und die Knochen beginnen aneinander zu reiben. Dadurch entstehen manchmal leichte bis heftige Schmerzen. Regelmäßige Bewegung und maßvoller Sport schützen die Gelenke und fördern die Beweglichkeit bis ins hohe Alter.

Gelenkschmerzen sind sehr unangenehm und können sich negativ auf Lebensqualität und Wohlbefinden auswirken. Am liebsten möchte man sie rasch loswerden und greift zu den üblichen Schmerzmitteln. Das hilft im Moment, ist aber auf die Dauer nicht als ungefährlich zu sehen.

Gefahr durch dauerhafte Schmerzmitteleinnahme

Auch die Werbung animiert zum schnellen Griff nach dem sogenannten „Wundermittel“, das die Schmerzen einfach so wegzaubert. Doch diese Hoffnung ist trügerisch. Die gelegentliche Einnahme von Schmerzmitteln, mit Arzt oder Apotheker abgesprochen, ist in Ordnung und hilfreich. Der unkontrollierte Dauergebrauch dieser Mittel kann jedoch schädliche Nebenwirkungen auf den Magen-Darmtrakt und auf Herz und Kreislauf, Leber oder Niere haben.

Schon seit einiger Zeit beschäftigt sich die wissenschaftliche Forschung damit, pflanzliche Mittel zur Linderung für Abnützungserscheinungen der Gelenke zu untersuchen, die das Potenzial haben, Schmerzen zu lindern, die Beweglichkeit zu erleichtern und wieder mehr Schwung ins Leben zu bringen.

Kurkuma Wirkung

Zu diesen Mitteln zählt die Gelbwurzel oder Kurkumawurzel für die zahlreiche wissenschaftliche Studien der letzten Jahre ihre Wirksamkeit belegen. Sie verleiht dem Curry seine strahlend gelbe Farbe und unterstützt die Heilung verschiedener Krankheiten.

Neben ihrer positiven Wirkung auf Galle und Leber, bei entzündlichen Darmerkrankungen, Hautproblemen, die Verbesserung der Gedächtnisleistung und Vorbeugung von Krebs möchte ich mich heute mit seiner schmerzstillenden und entzündungshemmenden Wirkung bei Gelenkerkrankungen beschäftigen.

Es handelt sich um ein sehr altes indisches Gewürz, das vermutlich erst im 13. Jh. N. Chr. nach Europa kam. Marco Polo, ein berühmter Weltreisender dieser Zeit war beeindruckt von der Gelbwurzel und meinte, sie sei dem wesentlich teureren Safran sehr ähnlich. Deswegen wird die Kurkumawurzel auch Indischer Safran genannt.

Sie gilt schon seit alten Zeiten als Mittel zum Entgiften des Körpers und als Jungbrunnen. Besonders interessant ist ihre entzündungshemmende und schmerzstillende Wirkung. Leichte oder schwerere Entzündungen sind die Ursache vieler Erkrankungen. Kurkumawurzel wird von der Weltgesundheitsorganisation WHO für Rheuma, Arthritis und Arthrose empfohlen.

Wie kann ich Kurkuma verwenden?

Da das Kurkumapulver aus der Küche und sein wichtigster Inhaltsstoff, das Curcumin schlecht wasserlöslich sind und deshalb nur schwer zu den Gelenken kommen, hat die Forschung in den letzten Jahren verschiedene Möglichkeiten entwickelt, um die Löslichkeit von Curcumin zu verbessern.

Es gibt inzwischen eine Reihe bewährter Präparate in der Apotheke wie Curcumin Loges, Flexofytol oder Accurmin, die mithilfe von Liposomen oder Mizellen, winzigen Kügelchen, das Curcumin umhüllen und wasserlöslicher machen. So gelangt es in ausreichender Menge zu den betroffenen Gelenken und kann dort seine Wirkung entfalten.

Einige wissenschaftliche Studien zeigen, dass Curcumin beim Dauergebrauch sehr gut verträglich und eine ähnliche Wirkung wie herkömmliche Schmerzmittel erzielen kann ohne unerwünschte Nebenwirkungen. Zwei Kapseln täglich, morgens und abends eingenommen, zeigen nach etwa vier Wochen eine deutliche Schmerzlinderung und Verbesserung der Beweglichkeit.

Anders als die üblichen Schmerzmittel, sollen die Curcumin Präparate über mehrere Monate täglich eingenommen werden, um eine langanhaltende Wirkung bei chronischen Schmerzen zu erzielen. Aufgrund der günstigen wissenschaftlichen Datenlage ist es bestimmt einen Versuch wert.

Kurkuma gegen Gelenkschmerzen: Studie

Mag. Heidemarie Manzl arbeitet im Rahmen des Natural Medicine Studiums (Donauuniversität Krems) an einer Arbeit zum Thema Curcumin bei Arthrose.  Unterstützend arbeitet sie an Fragebögen, in denen Erfahrungen mit Kurkuma und Curcumin bei Gelenkproblemen im Zusammenhang mit Arthrose geschildert werden können. Falls Sie in Ihrer Familie oder Ihrem Bekanntenkreis jemanden kennen, der ebenfalls an diesem Thema interessiert ist oder erste Erfahrungen gemacht hat, kann sich per E-Mail für den Fragebogen anmelden.

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