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Jürgen Weber
Sehenswürdigkeiten Text: Jürgen Weber

Hofburg mit Nationalbibliothek und Augustinerkloster

Die ehemalige Hofbibliothek, heute die Österreichische Nationalbibliothek, zählt mit ihrem Prunksaal zu den schönsten Bibliotheken der Welt und kann durchaus auch heute noch als himmlischer Schauplatz von Gedanken und Begriffen bezeichnet werden. Auch das Augustinerkloster und die benachbarte Albertina gelten als wesentliche Teile der Wiener Hofburg, die mitverantwortlich dafür sind, dass das gesamte Ensemble der Wiener Hofburg zu einem unvergesslichen Erlebnis werden kann.

Hofburg: Österreichische Nationalbibliothek Prunksaal Deckengemälde
© WienTourismus/MAXUM | Der Prunksaal der Österreichischen Nationalbibliothek, Hofburg

Die Nationalbilbiothek - ein himmlischer Schauplatz von Gedanken

Die Nationalbibliothek, ehemalige Hofbibliothek, wurde von Joseph Emanuels Vater ​Johann Bernhard Fischer von Erlach begonnen und später von ihm fertiggestellt. Unter dem Mansardendach befinden sich die Quadriga des Sonnengottes (Lorenzo Mattielli) und die Atlanten, die riesige Globen tragen, diese kamen aber erst im 19. Jahrhundert dazu. Der Prunksaal der Nationalbibliothek kann mit Recht als schönster Bibliothekssaal der Welt bezeichnet werden und kann vom Zugang Josefsplatz aus auch besichtigt werden. „Einen himmlischen Schauplatz von Gedanken und Begriffen", die durch mehr als 150 ikonologische Figuren verdeutlicht werden, zeigt das Deckengemälde des Prunksaals von Daniel Gran, aber die Beschreibung gilt vielmehr für die Nationalbibliothek selbst ebenso.

Der Augustinertrakt 

Flankiert auf der südöstlichen Seite des Josefsplatzes, liegt wiederum der Augustinertrakt, benannt nach der angrenzenden Augustinerkirche und dem Augustinerkloster, welche zwar bereits vor der Hofbibliothek errichtet wurden, jedoch durch die Erweiterung der Hofburg ein Teil derselben wurden. Da das Palais Erzherzog Albert von Sachsen-Teschen (ehemals Palais Tarouca-de Sylva), welches die Grafische Sammlung der Albertina beherbergt, baulich mit dem Augustinerkloster verbunden ist und von Mitgliedern der kaiserlichen Familie bewohnt wurde, wird es ebenfalls zum Komplex der Hofburg dazugezählt. Die Albertina beherbergt heute eine der bedeutendsten Kunstsammlungen der Welt, darunter auch den berühmten Hasen von Albrecht Dürer.

Die Augustinerkirche

In der Augustinerkirche befindet sich eines der bedeutendsten Kunstwerke des christlichen Abendlandes, nämlich das Marmorgrabdenkmal für Erzherzogin Marie Christine, der Lieblingstochter Maria Theresias und Gattin von Albert von Sachsen-Teschen (der Begründer der Albertina). Antonio Canova gestaltete eines der faszinierendsten Monumente des Totengedankens, in dessen Mitte sich ein geöffnetes Tor unter einer flachen Wandpyramide zeigt, es schreitet die Tugend mit der Uren, zwei Mädchen mit Totenfackeln, denen die Liebe mit dem blinden Greis am Arm folgt, rechts ein Genius mit Löwe, oben die Glückseligkeit mit einem Medaillon Marie Christines.

In der Kirche zu St. Augustin befinden sich zwei in der Musikwelt sehr geschätzte Orgeln und ist ein Wiener Kirchenmusikzentrum von Tradition. Schubert hat seine Messe in F-Dur hier dirigiert, Anton Bruckner seine Messe in f-Moll hier uraufgeführt.

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