1. Stadt Wien
  2. Wien
  3. Sehenswürdigkeiten
Mehr Wien
Artikel teilen
Kommentieren
Jürgen Weber
Sehenswürdigkeiten Text: Jürgen Weber

Hofburg Schweizertrakt

Dieser Teil der Hofburg wurde um eine Burgkapelle aus dem 15. Jahrhundert gebaut und beheimatet heute die Schatzkammer, in der die Reichsreliquien der römisch-deutschen Kaiser zu bewundern sind. Der Schweizerhofbrunnen wurde von einer Quelle des damaligen Vorortes St. Ulrich gespeist und diente auch der darunter befindlichen Hofküche als Wasserzufuhr. Besonders bekannt ist auch das rot-schwarze Schweizertor, das über eine Zugbrücke in diesen Teil der Burg führt.

Bild von Stiegenaufgang im Schweizerhof in der Wiener Hofburg
© bella47 | Der Schweizertrakt rund um die Burgkapelle ist der älteste Bauteil der Hofburg in Wien und beherbergt die Schatzkammer.

Schatzkammer

Reichsinsignien und Embleme der Macht

Der Schweizerhof (auch Schweizertrakt) der Hofburg bietet eine aus dem  15. Jahrhundert stammende Burgkapelle sowie die Geistliche und die Weltliche Schatzkammer, wo auch die ehemaligen Herrschaftsinsignien des Heiligen Römischen Reiches und des Kaisertums Österreichs, die Reichskleinodien, aufbewahrt werden. Das rot-schwarze Schweizertor, auf dem die Titel Kaiser Ferdinands I. aufgezählt und die Insignien des Vliesordens abgebildet sind, ist deswegen auch heute noch besonders bekannt, weil man deutlich die Zugbrückenfunktion des Tores erkennen kann. Das Tor führt dann auf einen quadratischen Platz, den Schweizerhof, und zu Burgkapelle und Schatzkammer

Frisches Wasser aus dem Schweizerhofbrunnen

In einer Nische des Tores befindet sich auch der Schweizerhofbrunnen (1552) mit dem kaiserlichen Adler. Eine Wasserleitung aus der Vorstadt St. Ulrich (heute: Neubau) führte direkt in das Becken dieses Brunnens. Darunter befand sich auch lange Zeit die Hofküche. Der Name des Schweizerhofes stammt übrigens von den Schweizer Söldnern, die zur Zeit des Kaiserpaares Franz I. Stephan von Lothringen und seiner Gemahlin der Kaiserin Maria Theresia die Torwache stellten. 

Neue Ausgrabungen: Kunstkammer

Unlängst, 2013, wurden nahe dem Schweizertor Richtung Michaelerplatz Reste des 6 mal 20 Meter großen Fundaments der zwischen 1558 und 1563 erbauten Kunstkammer Kaiser Ferdinands I. entdeckt, der erste Museumsbau nördlich der Alpen. Die Hofburg ist also auch im 21. Jahrhundert noch ständigen Veränderungen unterworfen und bietet noch viele Überraschungen hinter ihren Mauern.

Beteiligen Sie sich am Beitrag, wir freuen uns:

 

 


Posten Sie uns Ihre Meinung via Facebook-Anmeldung!
Kommentar hinzufügen
CAPTCHA-Bild zum Spam-Schutz
Wenn Sie das Wort nicht lesen können, bitte hier klicken.
weitere Meinungen
Keine Kommentare
  1. Stadt Wien
  2. Wien