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News Text: Maria Mayrhofer

Wien soll bis 2027 Zwei-Millionen-Grenze knacken

Bereits 2027 soll Wien wieder zwei Millionen Einwohner haben. Geburtenboom, hohe Lebenserwartung und Zuwanderung haben für ein großes Bevölkerungswachstum gesorgt. Doch wie wird es in Zukunft weitergehen?

Menschenmenge
© pixabay.com | Bevölkerungszahl Wiens steigt

Die Magistratsabteilung 23 (Wirtschaft, Arbeit und Statistik) hat errechnet, dass die Bevölkerung Wiens seit 2001 um 340 000 Einwohner gewachsen ist. Eine vergleichbar schnelle Entwicklung ist zuletzt für die Monarchie nachgewiesen. Dies schreibt man vor allem der Arbeitsmarktöffnung für EU-Nachbarstaaten im Osten, Ankunft der Menschen, die aus Afghanistan und Syrien fliehen mussten, einem Geburtenboom und einer hohen Lebenserwartung der Wiener und Wienerinnen zu.

Doch diese Enwicklung geht seit 2016 etwas zurückhaltender voran. Für die nächsten 30 Jahre wurde ein Wachstum errechnet, das jenem entspricht, das Wien in den letzten 15 Jahren erlebt hat, somit halbiert es sich also. 2027 wird laut Prognose die Zwei-Millionen-Grenze überschritten, 2035 der historische Einwohnerhöchststand von 1912 mit 2 083 630 Menschen übertroffen.

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Wodurch ergibt sich das prognostizierte Wachstum?

Das Wachstum soll künftig eher durch Geburten als durch Migration entstehen. Die Geburtenrate in Wien ist positiv, was laut MA 23 auch so bleiben sollte. Die Zahl der Neugeborenen soll demnach auch in Zukunft höher sein als jene der Sterbefälle. Das liegt vor allem daran, dass die Bevölkerung Wiens zuletzt um einiges jünger wurde und sich mehr Frauen im gebärfähigen Alter befinden, als früher.

Mit starken Rückgängen rechnet man beim Zuzug aus Osteuropa, da dort das Lohnniveau steigt. Auch die Zuwanderungszahlen aus der Türkei sind mittlerweile ausgeglichen. Die Zuwanderung aus Deutschland dürfte allerdings stark bleiben.

Nach Jahren der Verjüngung wird die Bevölkerung dank höherer Lebenserwartung nun wieder älter. Die in den 1960er geborenen Babyboomer würden bald zur Generation über 80 Jahre zählen. Das würde bedeuten, die Zahl der Hochbetagten würde sich zwischen 2018 und 2048 auf mehr als 160 000 verdoppeln.

Entwicklung in den Bezirken

Diese Entwicklungen dürften in den verschiedenen Bezirken höchst unterschiedlich verlaufen. Hier stehen einander ein deutlicher Anstieg und mitunter sogar eine Schrumpfung gegenüber, wobei für die Prognose durch die MA 23 bei der kleinteiligen Erhebung nur der Zeitraum der kommenden 20 Jahre berücksichtigt wurde. Vor allem die großen Randbezirke werden wachsen, genau wie jene Gegenden, in denen neue Stadtteile erbaut wurden. So holt etwa die Donaustadt mitunter dank der Seestadt Aspern enorm zum bisher größten Bezirk Favoriten auf. Bei den inneren Bezirken wird es laut Vorhersage zu einer Stagnation beziehungsweise sogar zum Schrumpfen der Bevölkerungszahlen kommen.

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