1. Stadt Wien
  2. Gesundheit
  3. Wellness
Mehr Gesundheit
Artikel teilen
Kommentieren
Wellness Text: Sarah Kresser

Hot Yoga in Wien: Wohltuender Ausgleich für hitzige Gemüter

Sauna nach dem Sport war gestern: Beim Hot Yoga treffen Training und Hitze direkt aufeinander. Wie sich das Praktizieren bei rund vierzig Grad auf die Gesundheit auswirkt und was es dabei zu beachten gibt, erklärt folgender Überblick.

Frauen die in einem großen Saal Yoga machen
© Pakin Songmor | Hot Yoga, die 'heiße' Trendsportart

Grundsätzlich kann jeder Yogastil auch "hot" praktiziert werden. Als typisch gilt jedoch das sogenannte Bikram Yoga, bei dem eine Abfolge von 26 Positionen (Asanas) bei 37 Grad Celsius ausgeführt wird. Die Hot Yoga-Varianten reichen aber von entspanntem Yin Yoga bei wohlig-warmer Raumtemperatur über verschiedene Vinyasa Flow-Kombinationen bis hin zum kräftigenden Ashtanga Yoga. Damit verspricht Hot Yoga Entspannung und Fitness zugleich.

Die gesundheitlichen Vorteile von Hot Yoga

Die erhöhte Temperatur beim Hot Yoga bringt einige Vorteile mit sich: Das Gewebe ist beim Praktizieren bereits aufgewärmt, was sowohl Muskeln als auch Gelenke schont und den Körper insgesamt beweglicher macht. Außerdem sollen die tropischen Temperaturen besonders förderlich auf Herz und Kreislauf wirken.

Obwohl Neulinge anfangs oft mit fehlender Ausdauer zu kämpfen haben, gewöhnt sich der Körper rasch an diesen Ausnahmezustand. Lässt man sich von der Hitze nicht gleich unterkriegen, macht sich das Training bald effektiv bemerkbar. So berichten Praktizierende von Verbesserungen in Flexibilität, Kondition, Bluthochdruck – und Laune. Zudem wird der Stoffwechsel angekurbelt und Kalorien verbrennen dabei wie von selbst.

Hot Yoga im Vergleich

Bei konkreten Untersuchungen, die sich explizit mit Hot Yoga befassen, gibt es noch Einiges an Nachholbedarf. Eine Studie der University of Arkansas konnte jedoch einige der genannten Effekte bestätigen: Im Vergleich zu herkömmlichem Yoga verbesserte sich die Flexibilität bei erhöhter Temperatur zusätzlich (10 %), vor allem aber stiegen Transpiration (52 %) und Puls (11 %) signifikant an.

Gute Laune erzielen beide Trainingsformen gleichermaßen. Während Probanden sich nach einer Yogastunde bei normaler Raumtemperatur eher energiegeladen fühlen, berichten sie nach der Hot-Variante vermehrt von körperlicher Erschöpfung (31 %). Daher bieten sich gemäßigtere Yoga-Einheiten für einen aktiven Start in den Tag an, während sich die intensiveren Hot-Klassen eher zum Auspowern und Abschalten vor dem Schlafengehen eignen.

Mögliche Risiken beim Hot Yoga

Trotz positiver Trainingseffekte ist beim Hot Yoga auch Vorsicht geboten. Die Teilnahme erfolgt auf eigene Verantwortung – Herzpatienten wird von diesem intensiven Training grundsätzlich abgeraten. Denn zu Beginn kann das hitzige Workout für den Kreislauf recht anspruchsvoll sein und mitunter Schwindelgefühl oder Übelkeit hervorrufen. Deshalb sollten Anfänger gut auf den eigenen Körper hören und sich nicht an anderen Teilnehmenden messen. Im Vordergrund steht ohnehin nicht der Leistungssport, sondern das körperliche Wohlbefinden.

Dehydration vorbeugen

Wer sich vor den Schweißpfützen um die Matten herum ekelt, wird sich schnell mit der nassen Praxis abfinden müssen. Denn im beheizten Yoga-Studio können mitunter mehrere Liter ausgeschwitzt werden, was den Flüssigkeitsbedarf ungemein erhöht. Deshalb stellt Dehydration den größten Risikofaktor dar. Getränke dürfen zwar mitgenommen werden, allerdings sollte während der Einheit möglichst nichts getrunken werden. Um Dehydration vorzubeugen, erinnern Unterrichtende deshalb regelmäßig daran, untertags und bis eine Stunde vor Beginn umso mehr Flüssigkeit zu sich zu nehmen.

Mädchen trinkt Wasser aus Flasche
© Lenar Nigmatullin | Viel Trinken ist der Schlüssel zum Erfolg

Ohne Schweiß kein Preis – warum Hot Yoga so teuer ist

Die tropischen Raumtemperaturen erhöhen nicht nur den Energieaufwand bei Praktizierenden, sondern auch bei Studiobetreibern. Neben beachtlichen Heizkosten bedarf es nämlich einer gründlichen Reinigung von Studio, Matten und Handtüchern. Nach dem schweißtreibenden Training sind auch die Duschmöglichkeiten weitgehend ausgelastet. Entsprechend schlägt sich dieser Mehraufwand in den Abonnement-Preisen nieder, weshalb Hot Yoga als vergleichsweise teuer gilt.

Die richtige Kleidung und Equipment

Die recht überschaubare Anzahl an Hot Yoga-Studios erfreut sich hoher Beliebtheit, weshalb sich rechtzeitiges Erscheinen lohnt. Außerdem empfiehlt sich, zum Training eine eigene Matte und ein Handtuch mitzubringen. Notfalls gibt es das Equipment auch auszuleihen.

Für die richtige Yoga-Bekleidung gilt: Je weniger, desto besser. Einige Studios vertreiben funktionelle Outfits vor Ort. Yogis (männliche Schüler) tragen meist nur Shorts, Yoginis (weibliche Schülerinnen) Leggins mit Sport-BH. Trainiert wird gemeinsam, Umkleiden und Duschen sind getrennt. In den meisten Studios stehen nach dem Training erfrischende Durstlöscher in angenehmer Atmosphäre bereit.

Angebote der Wiener Yoga Studios

Mittlerweile ist der hitzige Trendsport in Wien angekommen, die Auswahl an Hot Yoga-Studios hält sich bislang jedoch in Grenzen. Je nach Studio werden mehrmals täglich verschiedene Hot-Variationen angeboten. Da kommen auch Arbeitstiere nicht zu kurz, denn die ersten Einheiten beginnen um 6:30 Uhr, die letzten gegen 20:00 Uhr.

Die Kurse finden bei einer Temperatur zwischen 33 und 40 °C statt und dauern meist 60 oder 90 Minuten. Zur Auswahl stehen Zeit- und Blockkarten; Monatsabonnements beginnen bei € 99, wobei Studenten-Ermäßigungen und Jahresmitgliedschaften mitunter günstiger ausfallen.

Das 2004 eröffnete Yoga College hat mit rund 40 Klassen pro Woche wohl das breiteste Angebot, darunter Spezialeinheiten wie Mama/Baby, Inferno Pilates, Rücken- oder Faszienyoga.

Tipp: Wer sich das Workout bei Saunatemperaturen nicht regelmäßig zutraut, kann erstmal einen Probemonat einlegen. Bei Hot Yoga Vienna im Haus Lugeck gibt es für € 5 sogar einzelne Schnupperklassen ohne Voranmeldung zu buchen.

Beim ersten Anlauf kann Hot Yoga den Körper schon mal an die Grenzen bringen. Dafür lohnt sich das Durchhaltevermögen, denn diese Praxis verspricht effektive Erfolge bei schonendem Training. Gerade in der kalten Jahreszeit eignet sich Hot Yoga bestens zum Aufheizen der erstarrten Gliedmaßen und kann im Winter auch als Sauna-Ersatz herhalten. In immer mehr Wiener Yoga-Studios heißt es deshalb: Matte ausrollen, ausatmen, auspowern. Namaste.

Hot Yoga-Studios im Überblick

Bikram Yoga Vienna
Adresse: Maria-Theresien-Straße 32-34
1010 Wien
Mobiltelefon: 0676/462 14 19
E-Mail: tammy(at)bikramyoga.at
Homepage: https://www.bikramyoga.at/

Bikram Yoga Wien Süd
Adresse: Breitenfurter Strasse 372D
1230 Wien
Mobiltelefon: 0660/26 2 40 90
E-Mail: hello(at)bikramyogawiensued.at
Homepage: www.bikramyogawiensued.at
 
Hotpod Yoga Vienna
Adresse: Margaretenstraße 70, Stiege 2/2
1050 Wien
Mobiltelefon: 0660/7179 110
E-Mail: vienna(at)hotpodyoga.com
Homepage: https://hotpodyoga.com/studios/vienna/

Hot Yoga Vienna
Adresse: Lugeck 1/21
1010 Wien
Mobiltelefon: 0660/2782011
E-Mail: office(at)hotyogavienna.at
Homepage: www.hotyogavienna.at

Yoga College Vienna
Adresse: Neubaugürtel 47/5/1 - Ecke Burggasse/Gürtel
1150 Wien
Mobiltelefon: 0664/545 29 60
E-Mail: info(at)bikram.at
Homepage: www.bikram.at

Yogaloft Vienna
Adresse: Wiedner Hauptstraße 78
1040 Wien
Mobiltelefon: 0676 9093119
E-Mail: aloha(at)yogaloft.at
Homepage: https://www.yogaloft.at

Weitere Infos für Yoga-Begeisterte:

Yoga in Wien: Alle Yogakurse, -zentren und -studios im Überblick

Yoga Arten im Überblick

Sauna in Wien: Auch ohne Hot Yoga schwitzen

Beteiligen Sie sich am Beitrag, wir freuen uns:

Ein guter Tipp dabei? Teile es mit deinen Freunden.

Kommentar hinzufügen

Datenschutz *
Aufgrund der neuen Datenschutzgrundverordnung nehmen Sie bitte unsere Datenschutzerklärung zur Kenntnis. Wir versichern Ihnen, dass Ihre Daten ausschließlich zweckgebunden zur internen Bearbeitung (Posting-Kommentar) verwendet werden.

Bitte trage in das folgende Feld "Ja" ein, wenn Du damit einverstanden bist, dass die von dir angegebenen Daten elektronisch erhoben und gespeichert werden.

weitere Meinungen
Keine Kommentare
  1. Stadt Wien
  2. Gesundheit