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Kann man vorgefärbten Ostereiern noch trauen?

Verschiedenen färbige Eier auf einer Palette
© AMA Marketing | Die Herkunft von vorgefärbten Ostereier ist oft unklar

Ostern steht wieder einmal vor der Tür und das bedeutet, dass nicht nur beim Osterhasen Hochbetrieb herrscht, sondern auch die heimischen Hühner Extraschichten fahren müssen. Jährlich werden in Österreich während der Osterzeit circa 50 Millionen Eier industriell vorgekocht, gefärbt und in die Regale der Supermärkte gelegt. Was muss ich beim Kauf beachten? Wie kann ich sicher sein, dass es sich um österreichische Eier handelt? Alle Information rund ums Osterei finden Sie hier.

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"Das weiß ein jeder,
wer´s auch sei, gesund und stärkend ist das Ei."

Schon Wilhelm Busch war ein Anhänger des Frühstücks-Eis, und auch die Österreicher gelten als fleißige Eier-Esser. Durchschnittlich 235 Eier werden hierzulande pro Kopf und Jahr verzehrt. Besonders in der Osterzeit steigt der Konsum noch einmal kräftig an. Insgesamt werden rund um Ostern 70 Millionen Eier in Österreich verkauft und verspeist. 

Ei, wo kommst du her?

Österreich kann sich zu circa 80 Prozent selbst mit Eiern versorgen. Das heißt, dass von den jährlich 2 Mrd. Eiern, die in Österreich gegessen werden, circa 1,6 Mrd. in Österreich produziert werden. Die Frischeier im Lebensmittelhandel stammen fast ausschließlich aus Österreich. Importierte Frischeier kommen in der Regel aus Spanien, Polen, Tschechien oder den Niederlanden. Seit dem 1.Jänner 2004 ist die Einzel-Eikennzeichnung in der gesamten Europäischen Union verpflichtend. Mit den Informationen auf dem Ei können die Konsumenten das Herkunftsland, den landwirtschaftlichen Betrieb und die Haltungsform von jedem einzelnen Ei nachvollziehen.

  • 2.000.000.000 Eier jährlich werden in Österreich verpeist
  • 1.600.000.000 Eier kommen aus Österreich
  • Der restlichen Speiseeier kommen in der Regel aus Spanien, Polen, Tschechien, Niederlande
  • Bei verarbeiteten Eier in Gastronomie und Lebensmittelinsdustrie ist die Herkunft oft unklar
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Ei-Einzelkennzeichnung

Die Kennzeichnungsnummer auf jedem Ei setzt sich auf folgenden Komponenten zusammen:
Die erste Ziffer von 0 – 3 gibt Auskunft über die Haltungsform.

0 = biologische Erzeugung
1 = Freilandhaltung
2 = Bodenhaltung
3 = Käfighaltung

Die Buchstaben verraten das Herkunftsland. Der Ländercode AT steht zum Beispiel für Österreich, DE für Deutschland, BE für Belgien u.s.w. Die siebenstellige Zahl, die auf den Ländercode folgt, ist schließlich die landwirtschaftliche Betriebsnummer. Jeder Betrieb hat eine eigene Nummer.

Eierdatenbank

Um es dem Konsumenten einfacher zu machen, wurde die Österreichische Eierdatenbank ins Leben gerufen. Auf der Website des nicht gewinnorientierten Vereins können Sie den sogenannten Erzeugercode, den Sie auf jedem Ei finden, eingeben und werden über die genaue Herkunft aufgeklärt. Rund 90 Prozent aller in Österreich produzierten Eier werden von der Datenbank erfasst.

Eier aus Käfighaltung im Osternest?

Problematisch wird es bei bereits vorgefärbten Eiern. Durch die Farbe ist die Kennzeichnungsnummer in der Regel nicht mehr lesbar. Der Konsument kann also nicht mehr sicher sein, woher das gekaufte Ei kommt. So ist zum Beispiel die Käfighaltung in Österreich bereits seit Jahren verboten, in anderen Ländern wird das Verbot, aber nicht so konsequent umgesetzt wie hierzulande. Das Landwirtschaftsministerium räumt ein, dass Eier aus Käfighaltung nach Österreich importiert und in verschiedenen Lebensmitteln weiterverarbeitet werden.

"Es ist also auch möglich", so das Landwirtschaftsministerium, "dass Eier aus der bei uns verbotenen Käfighaltung, vorgefärbt, als Ostereier in Österreich im Verkauf landen."

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Sicherheit beim Eier-Kauf

Um keine bösen Überraschungen zu erleben, sollte man beim Kauf von vorgefärbten Eiern auf das AMA Gütesiegel achten. Nur dann kann man sicher sein, dass es sich um hochwertige Eier aus kontrollierter österreichischer Haltung handelt. Erkennbar sind diese Produkte an der rot-weiß-roten AMA-Herkunftsbanderole. Der Kunde findet in der Verpackung ebenfalls den Erzeugercode, womit er wiederum die Herkunft der Eier genau nachvollziehen kann.

Damit einem fröhlichen Eierpecken nichts mehr im Weg steht.

» Mehr Infos zum Thema Ei auf www.ama.at

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