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Was erwartet mich bei einer Tattooentfernung mit Laser?

Schmerzen. Aber eine gute Alternative zum Laser bei der Tattooentfernung gibt es nicht. Und in diese Situation ist man auch nicht schmerzlos gekommen.

Ein schwarzes Eulentattoo wird weggelasert
© 123rf | Wie schmerzhaft ist die Laserbehandlung zur Tattoo-Entfernung?

Kann jedes Tattoo entfernt werden?

Die modernen Laser ermöglichen eine Tattooentfernung ohne Rückstände. Das gilt grundsätzlich auch für farbige Tattoos und jede Körperstelle. Derzeit sind aber mehr als 400 nicht zugelassene Farben bei Tätowierungen im Einsatz, die die Behandlung erschweren und möglicherweise Flecken oder Schatten hinterlassen können. Tattoos an den Lippen oder anderen Schleimhäuten sowie an den Augen erfordern besondere Vorsichtsmaßnahmen. Insgesamt sind bei einer sachgemäßen Anwendung  beim Tattoo Lasern Narben nahezu ausgeschlossen.

Gibt es danach Narben?

Ob eine Tattooentfernung Narben hinterlässt, hängt davon ab, ob das Tattoo schlecht gestochen oder bereits vernarbt ist. Ansonsten kann man durch die richtige Lasereinstellung und ausschließlich bei einem Facharzt Tattoos narbenfrei entfernen.

Wer macht eine Tattooentfernung mit Laser in Wien?

In Österreich dürfen nur Fachärzte für Dermatologie oder Plastische Chirurgie Tattoos mit Laser entfernen. Bei einem Beratungsgespräch wird über die Behandlung und deren Kosten sowie Dauer entschieden. Die hängt von folgenden Faktoren ab:

  • Farbe und deren Menge und Zusammensetzung
  • Stechtiefe
  • Größe
  • Funktion des Lymphsystems
  • Eigene Sorgfalt bei der Nachbehandlung

Bei einer Schwangerschaft, krankhaften Hautveränderungen oder bei einer Anfälligkeit für Herpes wird von einer Behandlung abgeraten.

Wie viel kostet eine Tattooentfernung in Wien?

In Wien ist bei einer Tattooentfernung mit Kosten von 50-250 € pro Sitzung zu rechnen. Die Termine der Behandlung erfolgen mit einem Abstand von 4-6 Wochen, um die Veränderungen der Haut beobachten zu können.

Ein kleines Tattoo (ca. 4x5 cm) kostet im Schnitt 80 €. Man könnte 2 € pro weiteren cm² als Richtwert nehmen. Ab einem größeren Tattoo (10x10 cm) liegt der Preis bei etwa 200 €.

Übrigens: Einfach zu entfernbare Farben sind Schwarz, Braun, Blau. Je heller, umso schwieriger wird es: Grün, Gelb, Rot und Orange erhöhen daher den Preis.

Eine neue Kombinationsmethode aus zwei Lasern gilt als schonender und effizienter. Einige Fachärzte in Wien sind auf diese Tattooentfernung spezialisiert. Sie hat einen Aufpreis von etwa 50 %, erfordert aber auch weniger Sitzungen.

Wie funktioniert eine Tattooentfernung mit Laser?

Der Laserstrahl wird bei der Behandlung auf einen Punkt des Tattoos gerichtet. Durch die Hitzeimpulse zerplatzt das Farbpigment in kleine Einzelteile. Die werden durch das natürliche Filtersystem, den Lymphen, abtransportiert. Manchmal wandert ein Teil auch an die obere Hautschicht und wird über das Wundsekret ausgeschieden. In diesem Fall kommt es zur Krustenbildung. Das Aufplatzen der Pigmente sorgt bei den Sitzungen für einen kurzen stechenden Schmerz. Es gibt aber die Möglichkeit, eine Salbe zur Betäubung zu verwenden.

Es gibt unterschiedliche Piko- und Nanosekundenlaser mit verschiedenen Licht-Wellenlängenbereichen und Energie-Effizienzen. Zu den gängigsten gehören unter anderem:

  • Rubin-Laser (Wellenlänge 694nm)
  • Alexandrit-Laser (Wellenlänge 755nm)
  • Nd:YAG-Laser (Wellenlängen 1064nm/ 532nm).

Die Entscheidung, welcher beziehungsweise welche Laser bei der Entfernung der Tätowierung zum Einsatz kommen, trifft der Facharzt anhand Faktoren wie der Farbe.

Was muss man nach einer Laserbehandlung beachten?

Vier Wochen nach einer Laserbehandlung sollte man die Sonne meiden und ausreichend UV-Schutz verwenden. Das Solarium gilt es für diese Zeit nicht zu nutzen, genauso wie zwei Wochen nicht ins Schwimmbad oder eine Sauna zu gehen. Die behandelte Stelle muss sauber gehalten und regelmäßig mit einer antibakteriellen Wundsalbe gepflegt zu werden.

Welche Nebenwirkungen und Risiken kann es bei der Behandlung mit Laser geben?

Die Risiken einer Tattooentfernung mit Laser sind abhängig von der Größe des Motivs, der Körperstelle, der verwendeten Farben und deren Pigmentkonzentration sowie der Art der Lasertherapie.

Jede Laserbehandlung hat das Risiko von: 

  • Hautrötungen
  • Verbrennungen
  • Schwellungen
  • Blasen- und Narbenbildung
  • Bei einer falschen Einstellung der Wellenlänge können hellere Flecken bleiben.

Ist der Laser beim entfernen krebserregend?

Das Stechen eines Tattoos hat ein gewisses Krebsrisiko, das durch den Laser gefördert wird. Ob bei es bei der Abspaltung der Farbpigmente zu toxischen oder krebserregenden Bestandteilen kommt, ist wissenschaftlich nicht bestätigt. Das Deutsche Bundesinstitut für Risikobewertung konnte allerdings herausfinden, dass bei der Farbe Blau (Phtalocyninblau) giftige Spaltprodukte wie Benzol, Benzonitril und Blausäure entstehen können.

Vorher nachher von einer Tattooentfernung
© 123rf | Vorher-Nachher durch Laserbehandlung

Tattooentfernung mit Creme: Alternativen zum Laser

Bei der Chirurgischen Entfernung wird das Tattoo ausgeschnitten. Das erfolgt über eine örtliche Betäubung oder Vollnarkose. Je nach Größe wird die Wunde mit Haut-Transplantaten bedeckt oder es kommt zur Verschiebung anderer Hautareale. Diese Alternative zur Laserbehandlung ist aber nur bei länglichen, schmalen oder kleinen Tattoos möglich. Häufige Risiken der Chirurgischen Entfernung sind Narben oder schmerzhafte Wundspannungen.

Eine Methode der Tattooentfernung ohne Laser ist die Dermabrasion. Dabei wird die Haut abgeschliffen oder abgefräst. Es ist ein chrirugischer Eingriff, der eine Lokalanästhesie oder Vollnarkose verlangt. Wie bei vielen Schönheitsoperationen unter Vollnarkose gibt es auch hier einige Risiken. Bei dieser Art vom entfernen gibt es ein hohes Infektions- und Narbenrisiko.

Ein ähnliches Verfahren ist das Chemische Peeling. Von außen sorgt eine Chemikalie, häufig Fruchtsäure, für das Abschälen der oberen Hautschicht. Dadurch liegt die Lederhaut, in der die Farbpigmente sind, frei und diese können mechanisch entfernt werden. Die Nachteile sind eine hohes Narbenrisiko, lange Heilungsphase, eine Zerstörung von umliegenden Hautschichten und eine lokale Narkose.

Bei dem Waterjut Cutting wird bei einer Vollnarkose die Haut mit einem Wasserstrahl unterhöhlt und die Farbpigmente ausgespült. Diese Alternative zur Tattooentfernung mit Laser ist noch nicht ausgereift und hinterlässt Narben. Ein weiterer Nachteil sind die Kosten, da das entfernen sehr teuer sein kann.

Eine Tattooentfernung mit Strom nennt sich Diathermie. Bei einer lokalen Betäubung leitet man Strom in die Haut. Durch die Hitze wird der Farbstoff aufgelöst, aber auch umliegendes Gewebe zerstört.Beides wird über die Haut ausgeschieden, die sich anschließend erneuert. Das sorgt nicht nur für starke Schmerzen bei der Wundheilung, die mehrere Monate dauert, sondern kann eine hohe Narbenbildung als Folge haben.

Die flüssige Tattooentfernung ähnelt dem Tätowieren selbst. Mit Nadeln oder anderen Instrumenten wird eine Chemikalie, ein Enzym oder eine Säure, meist Milchsäure, in die Haut geschossen. Das führt zu einer Entzündung und Wunden, über die das Wundsekret mitsamt dem Farmpigment abtransportiert werden. Es ist eine wissenschaftlich nicht anerkannte und medizinisch nicht vertretbare Methode. Zu den möglichen Risiken gehören Pigmentstörungen, Schattenbildung sowie Narben.

Eine Tattooentfernung ohne Schmerzen verspricht die Bleichcreme. Die Behandlung erfordert mehrere Monate und schädigt die Hautschichten. Die Methode ist mit einem Preis von 80,00 € pro Tube nicht nur kostenintensiv, sondern kann wenig Wirkung haben oder zu einem unschönen Ergebnis führen.

Ein Cover-up ist zwar eine Möglichkeit der Tattooentfernung ohne Laser, allerdings wird das alte nur durch das Stechen eines neuen Tattoos überdeckt. Es ist gut um ein kleines Tattoo zu entfernen. Bei großen und dunklen ist davon abzuraten.

Tattoo entfernen Erfahrungen: Welche Ärzte zur Laserbehandlung in Wien sind empfehlenswert?

Dr. Frank Marschall

Hier erwarten einen professionelle Beratung und Umsetzung. Auf der Homepage wird der Preis für die Entfernung ab 90 € festgelegt.

Dr. Frank Marschall
Adresse: Hans-Sachs-Gasse 29/2, 1180 Wien
Tel.: +43 6766872224
Website: www.drfrankmarschall.at

Dr. Brigitte Klein

Die Fachärztin für Dermatologie führt seit 2009 Tattooentfernung mit Laser in ihrer Ordination durch. Sie ist eine der Wenigen, die auch die 2-Laserkombination in Wien anbietet. Ihre Preise für kleine Tattoos mit dunkler Farbe (4x5 cm) beginnen bei 80 €.

Dr. Brigitte Klein
Adresse: Währinger Gürtel 91, 1180 Wien
Tel.: + 43 47 87 902
E-Mail: office(at)meinehautaerztin.at
Website: www.meinehautaerztin.at

Dr. Alice Pinc

Die Fachärztin für haut- und Geschlechtskrankheiten bietet unter anderem auch Tattooentfernungen an

Dr. Alice Pinc
Adresse: Stiftgasse 21/17, 1070 Wien
Tel.: +43 699 18103495
E-Mail: kontakt(at)alicepinc.at
Website: www.alicepinc.at

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