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Bildung Text: Sophia Lindner

Lernen lernen: Mit der richtigen Strategie zum Lernerfolg!

Fällt dir das Lernen schwer, weil die Motivation fehlt? Solltest du eigentlich gerade lernen und prokrastinierst du aber lieber stattdessen? Mit diesem Artikel kannst du beides miteinander vereinen: Die 8 besten Tipps für eine gute Lernmotivation!

Lernende Person mit Stift in der Hand, einer Tasse und einem Tablet am Tisch und 2 Notizblöcken.
© Pexels | Wie lernt man am besten?

Wie schon Paul Watzlawick sagte: Man kann nicht nicht kommunizieren! Genauso kann man auch nicht nicht lernen. Man lernt den ganzen Tag neue Dinge, sei es ein Songtext von deinem neuen Lieblingslied, wie man die neueste App bedient oder auch Dinge, die der Professor in deiner langweiligsten Vorlesung angesprochen hat.

Es gibt generell 2 Arten von Wissen: das explizite und das implizite Wissen. Letzteres beschreibt das unbewusste Aufsaugen von Informationen. Wenn du deinen momentanen Lieblingssong rauf und runter hörst, wirst du die Lyrics bald beherrschen, ohne dass du dich dafür hingesetzt hast um dich mit dem Text genau auseinanderzusetzen. Das explizite Lernen setzt sich aber genau damit auseinander: Du lernst etwas, um es danach auch abrufen zu können. Du setzt dich hin und paukst bewusst für die nächste Prüfung und versuchst, dir den Stoff so gut wie möglich zu merken. Aber wie gelingt das am besten?

So klappt das Lernen!

Zu allererst ist es wichtig, sich die richtige Lern- und somit auch Wohlfühlatmosphäre zu schaffen. Hierbei hilft, positiv an den Lernstoff ranzugehen. Halte dich nicht mit negativen Gedanken auf und blicke positiv auf den Lernerfolg! Ausreichend Schlaf und eine gesunde Ernährung sind vor allem in Lernphasen von hoher Wichtigkeit. Bist du nicht ausgeschlafen fällt es dir auch schwer dich zu motivieren und die Konzentration bleibt auch auf der Strecke. Ein Lernplan ordnet deine Prüfungen und Aufgaben und du visualisierst diese, verteilst ihnen Prioritäten und es fällt dir leichter, dich auf den Stoff zu konzentrieren. Zum Lernen selber gehört natürlich eine gute Vorbereitung, das regelmäßige Üben und das Nutzen von kreativen Lernmethoden.

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Das solltest du beim Lernen besser nicht machen ...

Versuche, dir nicht zu viele Dinge vorzunehmen und lerne vor allem nicht alles auf einmal. Belohne dich nicht mit Fernsehen oder Computerspielen. Es gibt auch die falsche Zeit zu lernen! Welcher der richtige Zeitpunkt ist, sich mit dem Lernstoff auseinanderzusetzen, ist sehr individuell. Hör auf deinen Körper!

8 Tipps zum Lernerfolg

Mit diesen 8 Tipps fällt dir das Lernen für deine nächsten wichtigen Tests, Prüfungen oder Klausuren um einiges leichter:

1. Selbstwahrnehmung: Hör auf dich selbst!

Du musst dich selbst kennenlernen und herausfinden, welche Lernstrategien für dich passend sind. Auch auf den Körper zu hören ist wichtig: Wenn du müde bist und nicht in Fahrt kommst, kann auch kein Lernstoff hängen bleiben. Finde heraus, wann du am konzentriertesten bist, zu welcher Tageszeit du dich am motiviertesten fühlst, dich mit dem zu lernenden Stoff auseinanderzusetzen. Auch beim Lernen ist der richtige Schlafrhythmus wichtig: Nur im Schlaf werden Informationen verarbeitet und im Gedächtnis verankert.

2. Zeitplan

Plane feste Lernzeiten! Wenn du herausgefunden hast, zu welcher Zeit du am produktivsten bist, plane einen Zeitraum ein, der nur dem Lernen gehört. Rituale, wie eine Tasse Tee trinken, motivieren dich und helfen dir bei deiner Lernroutine!

3. Hör auf mit Multitasking!

Alles auf einmal zu machen führt dazu, dass du keine der Sachen richtig gut lernst und machst. Alles nacheinander und dafür konzentrierter ist um einiges sinnvoller! Eins nach dem anderen, das heißt für die erste Prüfung als erstes lernen, für die zweite danach und so weiter. Zeitblöcke können bei der Einteilung des Lernens helfen: Schreibe dir auf, an welchen Tagen du für welches Fach lernst! Aber generell gilt: First things first. Dabei hilft dir auch das „Eisenhower Prinzip“: Wenn du dir eine To Do Liste geschrieben hast, gehe diese systematisch durch und überlege, welche Priorität die einzelnen Punkte haben. Welche Aufgabe oder Prüfung ist am wichtigsten? Das, was als erstes erledigt werden soll, sind diese Punkte, die am wichtigsten und dringendsten sind.

4. Eliminiere statt zusammenzufassen!

Manche können sich während der Vorlesung auf der Uni oder während Unterrichtsstunden in der Schule sehr gut zu lernende Notizen machen. Kannst du das nicht, musst du dich auf Bücher und andere Skripte verlassen. Dabei erwischt du dich wahrscheinlich des Öfteren, dass du diese Lektüren liest, zusammenfasst und die Zusammenfassung noch einmal zusammenfasst. Da bist du oft tagelang – oder sogar wochenlang – damit beschäftigt dir Lernunterlagen anzufertigen. Das kann auch zu einer großen Zeitverschwendung führen! Besser ist, die vorhandenen Skripte und Bücher zuerst zu überfliegen, herauszufinden, was für die Prüfung nicht so relevant erscheint oder vielleicht auch doppelt vorkommt und diese Absätze, Sätze oder sogar Seiten zu eliminieren. Nach diesem „Zusammenfassen“ scheint der Lernstoff auch nicht mehr so viel zu sein, als es vorher den Anschein machte.

5. Pomodoro Technik: Motiviere dich mit Pausen!

Stelle dir sehr kurze Zeitpunkte, in denen du gewisse Aufgaben erledigst. Sobald die Uhr abgelaufen ist, kannst du alle Stifte fallen lassen, unterbrichst deine Arbeit und gönnst dir eine Pause. In der Pause kannst du etwas essen, Musik hören, deinen Freunden auf WhatsApp antworten oder andere Dinge machen, die dich vom Lernen ein wenig ablenken und einfach pausieren. Es ist nämlich viel einfacher, sich in kurzen Zeitblöcken, von sagen wir mal 20 Minuten, auf eine Sache zu konzentrieren und sich nicht vorzunehmen, dass man den ganzen Tag nichts anderes machen sollte, als zu lernen. Sobald du dich nach wenigen Minuten wieder verführt fühlst, doch nochmal deiner besten Freundin zu schreiben oder nur das eine Level Candy Crush zu schaffen, wirst du beim Blick auf die Uhr sehen, dass du ja nur mehr wenige Minuten hast, um die Aufgabe zu lösen und bist dadurch motivierter und vor allem konzentrierter bei der Sache.

6. Finde dich damit ab, dass der Lernstoff nicht immer interessant ist!

Stures Auswendiglernen hat keinen Sinn, muss aber leider trotzdem in deinem Schul- oder Unileben oft mal sein. Wiederhole den Lernstoff mehrmals und gehe ihn so oft wie möglich durch. Auch Eselsbrücken in Form von einfachen Sätzen, Geschichten oder Bildern, die du dir zu deinem Lernstoff ausdenkst, können dabei helfen.  

7. Lerne, den Stoff zu verstehen!

Manche hassen es, für andere ist es viel einfacher: Stumpfes Auswendiglernen bringt oft auch nicht das gewünschte Ergebnis. Bei manchen Fächern ist es notwendig, den Lernstoff zu verstehen. Vor allem für mathematische und sprachliche Fächer gilt: Übung macht den Meister! Versuche, dir während des Schuljahres oder im Laufe des Semesters Lernnachmittage freizuhalten, in denen du den Stoff und Vokabeln wiederholst oder Übungen wieder und wieder machst.

8. Hab Mut zur Lücke!

Die wichtigsten Dinge in jedem Fach sind die großen Überthemen. Diese musst du verstanden haben. Alles weitere sind Details, die du zum Bestehen einer Prüfung nicht unbedingt brauchst. Halte dich nicht lange mit diesen weniger wichtigen Einzelheiten auf. Wichtig ist, dass du die Frage verstanden hast und diese beantworten kannst. Fallen dir aber nicht alle Feinheiten zum Stoff ein, ist dies wirklich nicht schlimm!

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