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Schräge Osterbräuche: So feiert der Rest der Welt Ostern

Christen auf der ganzen Welt feiern zu Ostern die Wiederauferstehung Jesu Christi. Dabei sind bunte Ostereier und Schokohasen nicht mehr wegzudenken. Doch in manchen Teilen der Welt gibt es deutlich skurrilere Bräuche. Hier die Außergewöhnlichsten im Überblick.

© 123rf.com | Der Kaninchennasenbeutler übernimmt die Rolle des Osterhasen in Australien

USA: Eier von Trump und Osterhase mit Schwimmflossen

Im Garten des Weißen Hauses findet seit 1878 das „Easter Eggs Roll“ statt. Hier rollen tausende Kinder bunte Eier mit einem verlängerten Löffel um die Wette. Zur Belohnung erhalten sie ein Holzei mit der Unterschrift des Präsidenten.

Auf den Florida Keys findet mit der „Underwater Easter Egg Hunt“ eine Ostereiersuche der besonderen Art statt. Am Ostersonntag versteckt Kapitän Spencer Slate zahlreiche Eier im Tauchgebiet vor Islamorada. Über seine Taucherausrüstung trägt er dabei ein weißes Hasenkostüm.

Wer zudem eines der zwei goldenen Eier findet, bekommt einen Korb voller Goodies. Inklusive Gutscheine für Tauchkurse. Umweltschützer können übrigens aufatmen: Die hartgekochten Eier sind mit einer ungiftigen Farbe bemalt.

Tschechien und Polen: Hiebe und kalte Duschen

Neben den klassischen Ostereiern gibt es in Tschechien auch Peitschenhiebe. Mit einer geflochtenen Weidenrute, der Pomlázka, verteilen die Burschen leichte Hiebe an die Mädchen. Diese schenken ihnen dann ein buntes Band für die Rute und bemalte Eier. In manchen Ortschaften dürfen sich die Mädchen immerhin rächen, indem sie den jeweiligen Jungen mit kaltem Wasser übergießen.

Apropos Wasser. In Polen gibt es am Ostermontag eine Wasserschlacht. Smygus-Dyngus, oder auch "feuchter Montag" genannt, ist eine alte Ostertradition. Dabei schütten Männer eimerweise Wasser auf Frauen. Das soll für Fruchtbarkeit und Gesundheit sorgen.

Spanien: Tanzende Skelette

In der autonomen Region Katalonien im Norden Spaniens findet sich eine weitere skurrile Tradition. In der Gemeinde Verges wird am Gründonnerstag ein Totentanz oder auch „danza de la mort“ aufgeführt. Dorfbewohner verkleiden sich als Skelette und streifen durch die alten Straßen von Verges. Dabei begleitet sie ein rhythmisches Trommeln. Durch den Totentanz soll die Vergänglichkeit des Lebens und der Umgang mit dem Tod dargestellt werden.

Australien: Beuteltier statt Hase

Da etwa die Hälfte der Australier Christen sind, wird natürlich auch dort Ostern gefeiert. Allerdings versteckt hier ein anderes Tier die Eier. Da Hasen dort viele Tierarten verdrängt haben, gelten sie nämlich als Plage. Deshalb übernimmt dort der Kaninchennasenbeutler, auch Bilby genannt, den Job des Osterhasen.

Da das Beuteltier laut IUCN bedroht ist, wird Geld aus dem Verkauf von Schokoladen-Bilbies für Tierschutzprojekte verwendet. Eine gute Sache, da die kleinere Variante des Beuteltieres bereits ausgestorben ist.

Barbados: Fische und fettige Stangen

Jedes Jahr wird am Osterwochenende auf der karibischen Insel Barbados das „Oistins Fish Festival“ abgehalten. Beim Festival werden die Fähigkeiten und der Einfluss lokaler Fischer auf die Landeskultur gefeiert. Für einige Tage wird das Fischerdorf Oistins zum Schauplatz zahlreicher Wettbewerbe. Hier werden Fische um die Wette filetiert, Netze geworfen und Bootsrennen abgehalten.

Nebenbei gibt es Musik und kulinarische Leckerbissen. Besonders beliebt ist die „Greasy Pole Competition“. Hier wird eine mehrere Meter hohe Stange eingefettet und an der Spitze ein Preisgeld deponiert. Zwei Teams klettern dann um die Wette, um das Geld zu erreichen.

Philippinen: Ostern Hardcore

Weniger amüsant geht es auf den Philippinen zu. Im südostasiatischen Inselstaat wird am Karfreitag die Kreuzigung Jesu Christi nachgestellt. Die Jesus-Darsteller schleppen ein über 120 kg schweres Kreuz durch die Straßen. Währenddessen werden sie ausgepeitscht, bis sie den Platz der Kreuzigung erreichen.

Dann lassen sich die Darsteller echte Nägel in die Handflächen und Füße schlagen. Auf dem aufgestellten Kreuz verharren sie dann einige Minuten. Dieser extreme Brauch ist bereits seit Jahrzehnten Tradition auf den Philippinen und wird von der katholischen Kirche scharf kritisiert.

Griechenland: Vasen auf die Straßen

Am Karsamstag werfen auf der griechischen Insel Korfu zahlreiche Menschen Vasen und Töpfe aus den Fenstern. Währenddessen werden die Glocken aller Kirchen geläutet. Dieser Brauch wird „Botides“ genannt. Danach spielen Musiker freudige Lieder und marschieren laut durch die Stadt.

Der Ursprung der Tradition ist nicht ganz geklärt. Einige sagen aber, dass der Brauch aus der Zeit der venezianischen Herrschaft kommt. Die Menschen hatten damals ihre alten Keramikvasen, in der Hoffnung auf ein besseres Jahr, zerstört und durch neue ersetzt. Eine andere These besagt, dass Bauern ihre alten Gefäße so entsorgt haben, um Früchte in neue Töpfe zu sammeln.

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