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Museumsquartier Text: Alemannò Partenopeo

Gironcoli und Sammlung Schröder als eine Ausstellung

3. Februar bis 27. Mai 2018: Das mumok zeigt eine Ausstellung über die Werke des Bildhauers Bruno Gironcoli in Kombination mit Werken aus der Sammlung Alexander Schröder.

Das mumok zeigt Entwürfe und Ausführungen von Bruno Gironcoli
© Nachlass Bruno Gironcoli | Bruno Gironcoli und Sammlung Schröder im mumok

Bruno Gironcoli und Sammlung Schröder

mumok - Museum für moderne Kunst
3. Februar bis 27. Mai 2018

Gironcoli Retrospektive und Sammlung Schröder

In dieser Ausstellung werden bedeutende Werke aus der Sammlung von Alexander Schröder vorgestellt, die, wie mumok-Direktorin Karola Kraus betont, sehr gut mit den anderen Ausstellungen des mumok korrespondiert. Sowohl die Ausstellung der Werke der Sammlung Schröder als auch die von Bruno Gironcoli sind noch bis Ende Mai im Museusquartier mumok zu sehen.

Bruno Gironcoli (*1936 in Villach; †2010 in Wien) begann seine Künstler-Karriere als Maler und Zeichner und wurde einem breiteren Publikum ab Mitte der 1980er-Jahre durch seine ausgestellten Großplastiken bekannt. Er verwendete dabei archetypische Figuren sowie Triviales und vermengte es zu futuristisch anmutenden Konglomeraten. Die Retrospektive des mumok veranschaulicht aber auch, dass Gironcolis bildhauerische Praxis von einer kontinuierlichen grafischen Produktion begleitet war.

„Von Bruno Gironcoli zu Anne Imhof oder Kai Althoff ist es prinzipiell ein großer Schritt. Aktuell im mumok allerdings ein kleiner, da die Besucher_innen einfach von einer Ausstellung in die andere wechseln müssen. Ich sehe es als unsere Aufgabe, wichtigen nationalen und internationalen Positionen der Gegenwartskunst Sichtbarkeit zu verschaffen. Eine Aufgabe, die, wie ich finde, mit den beiden aktuellen Ausstellungen mehr als geglückt ist“, so Karola Kraus, Direktorin des mumok.

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Gironcoli auf Papier: Mehr als Skizzen

Großformatige Blätter, die mehr als nur bloße Skizzen für die Bildhauerei waren, zeigen, wie Gironcolli auf Papier seine räumlichen Ideen in Dimensionen trieb, die über die Arbeit am konkreten Material weit hinausgingen. Bruno Gironcolli hielt sich nie an reale Größenverhältnisse, physikalische Zwänge oder körperliche Grenzen. Gerne vermengte er auch schablonenhafte Figuren, Tiere, Symbole und Apparaturen zu hypothetischen Verbindungen. Fantastisch anmutende, surreale Gebilde und Szenen spielte er am Papier durch und suchte nach bildhauerischen Möglichkeiten, die der Realraum versagt.

Die Ausstellung im mumok zeigt auf gleich zwei Ausstellungsebenen rund 150 Papierarbeiten von den 1960er- bis in die 1990er-Jahre in einen Dialog mit herausragenden Beispielen der Drahtplastiken, Polyesterobjekte, Installationen und Monumentalskulpturen des Künstlers. Dadurch stehen Gironcolis bildhauerisches Werk und seine graphischen Arbeiten in einem Zwiegespräch, das neue Perspektiven erschließt und so einen Dialog ermöglicht.

Ausstellung "Optik Schröder II"

In der Ausstellung „Optik Schröder II“ wird ein repräsentativer Querschnitt durch die Privatsammlung von Alexander Schröder gezeigt, der die wichtigsten Arbeiten von Kai Althoff, Tom Burr, Bernadette Corporation, Claire Fontaine, Gelitin, Isa Genzken, Anne Imhof, Sergej Jensen, Pierre Klossowski, Manfred Pernice, Martha Rosler oder Reena Spauling sammelte und dem Publikum zugänglich macht.

>>Video: Alexander Schröder wandert mit mumok-Direktorin Karola Kraus durch die Ausstellung und erzählt...

Augenscheinlich wird in Schröders Sammlung auch die Tendenzen der westlichen Kunstentwicklung der vergangenen drei Dekaden: das Soziale, queeres Leben, Institutions- und Ökonomiekritik, die Auseinandersetzung mit öffentlichen Räumen und Architektur, Poesie oder aktuelle Formen der Kritischen Malerei.

"Die Sammlung steht exemplarisch für eine Philosophie, die sich auf Zeitgenossenschaft, Neugierde, Kennerschaft, Humor, Eigensinn und ein herausragendes ästhetisches Gespür gründet“, so das Kuratorenteam.


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