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Museum Text: Margareta Sandhofer

MUMOK - Infos für Ihren Besuch im Museum moderner Kunst

Das Mumok - Museum moderner Kunst Wien - ist das größte österreichische Museum für internationale moderne und zeitgenössische Kunst. Das Mumok befindet sich im Museumsquartier Wien und hat täglich seine Türen für Besucher geöffnet. Neben wechselnden Ausstellungen birgt das Mueseum eine Sammlung von fast rund 9.000 Werken aus der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Wichtige Infos für einen Besuch im Museum moderner Kunst gibt es hier und weiters auch die richtigen Lokal-Tipps, um den Museumsbesuch gelungen abzurunden.

Außenansicht des Mumok Wien, graues und eckiges Gebäude
© Jürgen Hammerschmied | Museum moderner Kunst Wien

Die Sammlung des Museums

Die vielfältige Sammlung im Mumok umfasst rund 9.000 Werke aus Gemälden, Skulpturen, Installationen, Zeichnungen, Grafiken, Fotos, Videos, Filme, Architekturmodellen und Möbel. Diese Ausstellungsstücke stammen aus der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Weiters beinhaltet die Sammlung Dokumentationsmaterial aus den 1960er Jahren zur Kunst.

Der Grundstock der klassischen Moderne geht auf die Gründungsphase des Mumok zurück, den der erste Direktor und Sammlungsbegründer Werner Hofmann bewusst mit internationaler Ausrichtung setzte. Er verwirklichte damit Otto Wagners Entwurf für eine „Moderne Galerie. Eine Galerie für Werke unserer Zeit, ... die in unauslöschlicher Weise die Spur ihres Geistes der Gesamtentwicklung eingeprägt haben. Die Moderne Galerie aber gehöre der Gegenwart und der Zukunft, nicht der Vergangenheit;“ Kategorien wie Ursprung, Folge und Verwandtschaft waren stets die Kriterien für die Beurteilung der Gegenwartskunst.

Die erste Sammlung des Mumok mit Spitzenwerken der internationalen klassischen Modernen wurde durch die Österreichische Ludwig Stiftung in den Bereichen der Pop Art und des Fotorealismus wesentlich erweitert, und in den Bereichen des Nouveau Réalisme und Fluxus durch den späteren Ankauf der Sammlung Hahn ergänzt.

2007 erhielt die bereits vorhandene umfangreiche Mumok Sammlung zum Wiener Aktionismus durch die Schenkung der Sammlung Bogner, mit bedeutenden Beispielen der Wiener konstruktivistischen Moderne, ein Äquivalent. Daneben besitzt das Mumok wesentliche Werke der Concept Art, Minimal Art, Land Art und Arte Povera, sowie Installations- und Objektkunst der jüngsten Vergangenheit und medialen Gegenwartskunst.

Permanente Ausstellung "Laboratorium der Moderne, Bildende Kunst, Fotografie und Film im Aufbruch"

In dieser Ausstellung wird der Sammlungsbestand des Mumok in Verbindung mit Film und Fotografie gezeigt, um so die bildenden Kunst des beginnenden 20. Jahrhunderts im Kontext der neuen Medialität darzulegen. Sie folgt dabei im Wesentlichen der Grundstruktur Werner Hofmanns, der neben den Schwerpunkten Malerei und Skulptur, Grafik, Design, Architekturmodelle und textile Arbeiten integrativ einbezieht, wie etwa durch den Ankauf von Teppichen von Arp und Miró oder einem Glasfenster von Matisse.

In der Sammlungspräsentation im Mumok sind Film und Fotografie zentrale Bezugspunkte, sodass die tief greifenden gesellschaftlichen und kulturellen Veränderungen des 20. Jahrhunderts deutlich werden. Nun werden Künstler wie Léger, Richter, Man Ray, Moholy-Noagy und Duchamp, deren Werk schon im Grundstock der Sammlung des MUMOK vertreten ist, auch mit filmischen Arbeiten präsentiert, die als Hauptwerke der klassischen Filmavantgarde gelten. Zahlreiche Filmplakate, Autorgrafen, Fotografien und andere Dokumente stellen eine Referenzsituation zum neuen Medium her.

Weitere Ausstellungen in Wien entdecken.

Eintrittspreise und Tickets

Normal

€10,-

Ermäßigt

€ 8,-

(SeniorInnen, Gruppen ab 10 Personen, Club Ö1, Wien-Karte, Der Standard-Abo)

 

Ermäßigt

€ 7,-

(Studierende bis 27 Jahre, Zivil-/Präsenzdienstleistende, Arbeitslose)

 

Eintritt frei

€ 0,-

(Kinder und Jugendliche < 19 Jahre, Gesellschaft der Freunde der bildenden Künste, Jahreskartenbesitzer, IAA, Hunger auf Kunst und Kultur)

 

Semesterticket

€12,-

(01.03.-31.08. / 01.09.-29.02.

 

Studierende bis 27 Jahre / inkl. mumok Filmprogramm)

 

Familienkarte

€14,-

(2 Erwachsene mit bis zu 3 Kindern unter 19 Jahren)

 

Kunst am Donnerstag

€ 5,-

(18.00-21.00 Uhr, inkl. Führung um 19.00 Uhr)

 

Jahreskarte

€33,-

Multimedia Guide

€ 3,-

mumok Kino

€ 6,-

Ermäßigt

€4,50


Lokale im und rund um das Museusquartier 

Lokale im Muserumsquartier

Das Möbel

Das Lokal beruht auf einem einzigartigen Konzept. Während man Kaffee schlürft kann man bei dieser Gelegenheit auf Möbel sitzen oder Tapeten um sich herum betrachten, die es auch zu kaufen gibt. Möbelgeschäft und Café werden eins und das gefällt den Besuchern! Eine gemütliche Atmosphäre, die heute schon am eigenen Sofa von morgen beginnt.

Burggasse 10, 1070 Wien
Öffnungszeiten: täglich 10 - 24 Uhr
Küche: Frühstück und Buffet mediterran und traditionell (Mo- Fr 10-14 Uhr, am Wochenende 10-16 Uhr), Snacks und Getränke (auch alkoholische)
Reservierung nur per Tel: +43 1 5249497
cafe@dasmoebel.at

Restaurant Kulin

Lust auf mexikanisch? Im Kulin gibt es eine große Auswahl an mexikanischer Küche. Gegrilltes Steak auf Lavastein, schmackhaft-würzige Burittos und Tacos, oder frisch zubereitete Fajitas erwarten die Besucher und im Anschluss können feurig fruchtige Cocktails genossen werden. Das in den Farben Rot und Orange gestaltete Lokal bringt den mexikanischen Esprit gut zur Geltung und ist zur jeder Tageszeit einen Besuch wert, denn je nach Stimmung der Besucher ist es Bar, Restaurant oder Lounge.

Siebensterngasse 14, 1070 Wien
Öffnungzeiten:
Mo – So von 16 – 2 Uhr
Frühstück: Sa, So von 10 –16 Uhr
HAPPY HOUR: täglich 17 - 19 und 24 - 2 Uhr
Küche: mexikanisch
Reservierungen:  +43 1 9443306, office@kulin.at

Video
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Geschichte Mumok und Stiftung Ludwig Wien

Mumok, das größte österreichische Museum für internationale moderne und zeitgenössische Kunst, wurde erst 1962 als "Museum des 20. Jahrhunderts" eröffnet. Für die Präsentation diente zunächst das sogenannte 20er Haus im Schweizer Garten, dem ursprünglichen "Österreich-Pavillon" der Weltausstellung 1958 in Brüssel.

Werner Hofmann wurde zum ersten Direktor des damaligen Mumok berufen, mit dem schwierigen Auftrag eine repräsentative Sammlung aufzubauen und zu betreuen. Heute, als Grandeur der Kunstgeschichte anerkannt, war Hofmann schon in der unmittelbaren Nachkriegszeit als konsequenter Verfechter der Modernen in damaligen kontroversen Diskussionen um das aktuelle Kunstgeschehen eingetreten. Ihm gelang es in wenigen Jahren einen bedeutenden Grundstock des heutigen Bestandes des Mumok zu bilden und zu etablieren.

Als das Ehepaar Irene und Peter Ludwig aus Aachen ihre private Sammlung von Werken moderner Kunst vorerst für eine Ausstellung und schließlich zu einem großen Teil als Dauerleihgabe in Wien zur Verfügung stellten, bot das Gebäude des 20er Hauses zu wenig Raum, sodass 1979 das barocke Palais Liechtenstein am Alsergrund angemietet und 1981 die Österreichische Ludwig-Stiftung gegründet wurde. Anlässlich des zehnjährigen Jubiläums erfuhr der museale Bestand durch eine weitere Schenkung der großzügigen Mäzenaten wiederum eine enorme Erweiterung und wurde daher ab 1991 mit dem Namen "Museum moderner Kunst Stiftung Ludwig" tituliert.

Im September 2001 übersiedelte das Museum in den Neubau der Architekten Ortner-Ortner im Museumsquartier Wien und führt seither die Kurzform "MUMOK" als Bezeichnung. Inzwischen bietet das Museum rund 9000 Werke umfassender Sammlung auf einer Ausstellungsfläche von etwa 4.800 m2, wo neben der Präsentation des eigenen Bestandes auch regelmäßig Sonderausstellungen durchgeführt werden.

Museumspolitik und Ambitionen im Mumok

Die Sammlungspolitik des MUMOK strebt nicht nur das Schließen von Lücken in den Beständen des Museums durch adäquate Ankäufe von Werken meist arrivierter Künstler an, sondern sucht vor allem einen Diskurs zwischen der Kunst der jüngsten Vergangenheit und der aktuellen Kunstproduktion zu fördern. Daher lag ein Schwerpunkt der Neuzugänge in den letzten Jahren bei jüngeren Arbeiten aus den Bereichen Foto-, Video- und Medienkunst. Die in Österreich präsenten Kunst- und Diskurspositionen sollen im musealen Rahmen in den internationalen Kontext integriert und vermittelt werden.

Die Intention der Museumspolitik des MUMOK ist eine sehr hohe, ethische. Das MUMOK versteht sich nicht nur als Ort der Aufbewahrung und Ausstellung, sondern des Geschehens, der Auseinandersetzung und Vermittlung von neuer und experimenteller Kunst, in enger Verknüpfung mit kunsthistorischer und kunsttheoretischer Diskussion. Maßgeblich sind dafür grundsätzliche Veränderungen des Verständnisses von Kunst. Dieses hatte nicht nur in der Epoche der klassischen Moderne und der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts einen tief greifenden Wandel erfahren, sondern bedarf vor allem mit Beginn der Ära der neuen digitalen Medien einer prinzipiellen Neudefinition. Daher ist das MUMOK auch Veranstaltungsort für Events und Diskussionen, um im laufenden gesellschaftspolitischen und kunst- und kulturpolitischen Diskurs Stellung zu beziehen - mit dem idealistischen Ziel die Gesellschaftsrelevanz des Mediums Kunst zu propagieren und in der Öffentlichkeit wirksam zu machen.

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