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Jürgen Weber
Albertina Text: Jürgen Weber

Maria Lassnig: Retrospektive zum 100er

6. September - 1. Dezember 2019: Zum 100. Geburtstag der österreichischen Künstlerin zeigt die Albertina eine Retrospektive des Werkes von Maria Lassnig. Eine Ausstellung, die die Verdienste der Künstlerin würdigt.

Frau, von Tiger überwältigt
© Albertina, Wien – Dauerleihgabe der Österreichischen Nationalbank © Maria Lassnig Privatstiftung | Zum 100. Geburtstag eine Retrospektive in der Albertina: Maria Lassnig

Maria Lassnig: Ways of Being

Retrospektive zum hundertsten Geburtstag

6. September - 1. Dezember 2019

Albertina

Maria Lassnig (1919–2014) gilt als eine der herausragendsten österreichischen Künstlerinnen, die auch neben internationalen Größen wie Louise Bourgeois, Joan Mitchell und Agnes Martin bestehen kann. Ende der 1960er-Jahre übersiedelte Lassnig nach New York und erlebt dort eine pulsierende Kunstszene, die voller feministischer Positionen und Gruppierungen war und sie zusätzlich in ihrer Arbeit motivierte.

Auch die Walt Disney Studios sollen ihr damals vorgeschwebt haben, aber aus dem angestrebten Nebenjob resultierten dann doch nur ein paar Zeichentrickfilme, in denen sie mittels „Körpergefühlszeichnungen“ ihre privaten Erlebnisse, Sehnsüchte und Erfahrungen zu Papier und „in Bewegung“ brachte.

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Nach einem Zwischenstopp in Berlin folgte 1980 die Berufung an die Wiener Hochschule für angewandte Kunst als Professorin für Gestaltungslehre – experimentelles Gestalten.

Maria Lassnig ist 2014 verstorben. „Die Zeichnung kommt der Idee am nächsten“, meinte Lassnig einmal und thematisierte u.a. auch den grausamen Umgang mit Tieren und der Natur. Bleistiftzeichnungen folgten in dieser Periode, die auch ihrem zunehmenden Alter Rechnung trugen und es thematisierten: filigraner Strich und Introspektive kennzeichneten auch ihr Spätwerk, wie man am Tiger mit Frau ebenfalls erkennt.

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Künstlerische Schwerpunkte in der Albertina

Die Retrospektive in der Albertina zeigt aber auch die thematischen Schwerpunkte der Künstlerin. Denn neben Selbstportrait, Science Fiction, die Beziehungen zu Menschen, Tieren und Technik, dem Verhältnis zu Gewalt und Krieg, ist vor allem das Sichtbarmachen des Körperbewusstseins ein wichtiges Thema in Lassnigs Arbeiten. Bereits ab Ende der 1940er Jahre machte Lassnig den eigenen Körper zum Mittelpunkt ihrer Kunst, lange bevor Körpergefühl, Körpersprache und das Verhältnis von Mann und Frau zentrale Themen der internationalen Avantgarde wurden.

Nicht was sie sieht, sondern wie sie sich spürt, wird zum Bild. Diese Besonderheit macht Lassnigs Arbeiten sowie die Retrospektive in der Albertina zu einem Event für Kunstfreunde und alle die es noch werden wollen.


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