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Jürgen Weber
Belvedere Text: Jürgen Weber

Max Kurzweil Ausstellung im Belvedere

11. Mai - 04. September 2016: Der Künstler der Wiener Secession, Maximilian Kurzweil wird im Oberen Belvedere mit einer besonderen Ausstellung geehrt. Der Maler der Avantgarde hinterließ ein vielseitiges Werk, das in allen Genres der modernen Kunstgeschichte zuhause ist.

Das Porträt als feiner Pinselstrich, Detail eines Gemäldes von Max Kurzweil
© Max Kurzweil/Belvedere | Porträt von Max Kurzweil (Ausschnitt)

Oberes Belvedere
Meisterwerke im Fokus - Maximilian Kurzweil
11. Mai - 04. September 2016

Max Kurzweil: Maler der Avantgarde

Als Sohn einer reichen Industriellenfamilie hatte der 1867 im mährischen Bisenz (Bzenec) geborene Künstler schon früh mit Studien zur Malerei begonnen. Zuerst in Wien und Paris und dann auch im Rest Frankreichs, wo er in der bretonischen Hafenstadt Concarneau 1894 seine spätere Frau kennenlernte, beschäftigte er sich mit eher impressionistischen Hafen- und Landschaftsbildern. Neben Genrebildern des bretonischen Landlebens entstanden bald auch Werke in allen avantgardistischen Strömungen seiner Zeit, von Naturalismus und Impressionismus über symbolistische Arbeiten bis hin zum Expressionismus lassen sich bei Max Kurzweil viele Spuren finden.

Max Kurzweil wurde 1895 ins Wiener Künstlerhaus aufgenommen und erhielt 1896 dortselbst die kleine goldene Staatsmedaille. Er war 1897 auch ein Gründungsmitglied der Wiener Secession und schrieb u.a. für die bekannte Kunstzeitschrift Ver Sacrum.

Zu seinen bekanntesten Werken, wovon einige auch in dieser Ausstellung zu sehen sein werden, zählen u.a.:

  • Landschaft mit Salzstein (Colorado, USA, privat), ca. 1910, Aquarelle, 30 × 42,5 cm
  • Dame in Gelb (Wien Museum, Inv. Nr. 117.376), 1899, Öl auf Leinwand
  • Ein lieber Besuch (Wien privat), 1894, Öl auf Karton, 24,5 × 30,5 cm
  • Der Polster (Sydney, Art Gallery of New South Wales), 1903, Farbholzschnitt, 28,6 × 26 cm
  • Secession XVII. Ausstellung (Plakat), 1903, Farblithographie, 189 × 63,5 cm
  • Dame in Violett (Bildnis der Gattin Martha); Linz, Oberösterreichisches Landesmuseum, Schenkung Kastner, um 1905, Öl auf Leinwand, 100 × 70 cm

Ausstellung im Oberen Belvedere

In zahlreichen Aktbildern und Frauenporträts öffnete sich der Künstler auch gegenüber einer tieferen Auseinandersetzung mit den Tiefen der menschlichen Psyche. Seine durchaus problematische, zwischen Depression und Leidenschaft schwankende Persönlichkeit, die sich schließlich unter dem Eindruck des vermeintlichen Weltuntergangs im Ersten Weltkriegs fatal auswirken sollte, führte zu einer privaten und auch künstlerischen Tragödie.

Von seiner in Frankreich verbliebenen Frau getrennt und unglücklich in eine seiner Schülerinnen Helene Heger verliebt, wählte er am Höhepunkt des Krieges 1916 gemeinsam mit ihr den Freitod.

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