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Ausstellungen Text: Katharina Widholm

Helena Rubinstein. Die Schönheitserfinderin im Jüdischen Museum

Nicht nur für Make-Up-Fans: Helena Rubinstein, die Gründerin eines der größten Make-Up-Imperien der Welt gilt als Pionierin jüdischen Unternehmertums. Entgegen jeglicher Konventionen stieg sie zu einer der angesehensten und vermögendsten Frauen auf. Das Jüdische Museum Wien hat der Selfmade-Frau nun eine Ausstellung gewidmet.

Vintage Make-Up
© Katharina Widholm | "La Bella Nussy" erschien 1939 erstmals und ist die erste wasserfeste Mascara weltweit

An 18. Oktober kann man im Jüdischen Museum Wien die Ausstellung "Helena Rubinstein. Die Schönheitserfinderin besichtigen.

Ausstellung: Helena Rubinstein. Die Schönheitserfinderin

Wann: 18.Oktober 2017 - 6.Mai 2018

Wo: Jüdisches Museum am Judenplatz

Eine bahnbrechende Karriere

"Es gibt keine hässlichen Frauen, es gibt nur gleichgültige", soll Helena Rubinstein gesagt haben.

Rubinsteins Biografie ist in jeder Hinsicht außergewöhnlich. 1870 kam sie als älteste von insgesamt acht Töchtern einer jüdisch-orthodoxen Familie auf die Welt. In einer Zeit als Antisemitismus an der Tagesordnung stand, Make-up verpönt war und Frauen noch als das Eigentum ihrer Ehemänner galten, baute sie aus dem Nichts ein Schönheitsimperium auf, welches 100 Niederlassungen in 14 Ländern umfasste und ca. 30.000 Mitarbeiter beschäftigte. Den Grundstein ihrer Karriere legte sie in Melbourne, als sie selbstgemachte Creme für das Gesicht an Kundinnen verkaufte und so erfolgreich damit war, dass sie mehrere Schönheitssalons eröffnete. Nach ihrer Rückkehr nach Europa eröffnete sie auch in Paris und London Filialen und 1932 öffnete auch ein Schönheitssalon am Kohlmarkt 8 in Wien seine Pforten. 1914 zog Rubinstein mit ihrer Familie nach New York, welches sie bis zu ihrem Tod im Jahre 1965 zu ihrem Hauptwohnsitz erkor.

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Revolutionärin in der Schönheitspflege

Im späten 19 Jahrhundert galt Make-Up noch als verpönt und war an Frauen nicht gern gesehen. Helena Rubinstein vertrat jedoch die Auffassung, dass jede Frau in optischer Hinsicht das beste aus sich herausholen könne und Schminkutensilien dabei unverzichtbare Helfer waren. Viele Bestandteile des modernen Schminktäschchens hat frau Helena Rubinstein zu verdanken: So erstand sie 1935 das Patent für eine Mascara, die nicht zerlief und Regen standhielt - die Formel dafür wurde übrigens in Wien entwickelt. Dieses Herstellungsverfahren erlaubte es ihr, 1939 die erste wasserfeste Wimperntusche "La Bella Nussy" auf den Markt zu bringen. 1958 erschien schließlich die "Mascara-Matic" mit dem für Wimperntusche typischen Bürstchen-Applikator.

Für die legendäre Tänzerin Josephine Baker und ihr "Revue Nègre" entwarf Helena Rubinstein eine Make-Up-Foundation, die auch für dunkle Hauttypen geeignet war.

Selbst ist die Frau

Helena Rubinstein war zwei Mal verheiratet - das erste Mal mit dem polnischstämmigen Journalisten Edward William Titus und ein weiteres Mal mit dem Georgier Artchil Gourielli-Tchkonia. Doch im Unterschied zu vielen anderen prominenten zeitgenössischen Frauen, spielten diese ausschließlich im Privatleben Rubinsteins eine Rolle und hatten auf geschäftliche Angelegenheiten keinen Einfluss. Ungewöhnlich für diese Zeit, baute Rubinstein ihr Unternehmen aus eigenem Antrieb und ohne männliche Hilfe auf und leitete dieses bis kurz vor ihrem Tod 1965.

Als Liebhaberin von den Künsten und Wissenschaften förderte Rubinstein als Mäzenin vielversprechende Künstler und stand mit den berühmtesten Schriftstellern und Malern in Kontakt, unter anderem Pablo Picasso, Marc Chagall, William Faulkner, Ernest Hemingway oder Marcel Proust

Die Ausstellung

Die Ausstellung kann man bis zum 6. Mai 2018 im Jüdischen Museum am Judenplatz 8 besichtigen. Die Ausstellung umfasst etwa 300 Exponate, die mit dem Leben Helena Rubinsteins in Verbindung stehen wie Fotos, Make-Up-Utensilien, Werbeplakate, Kleidung und Möbelstücke. 

Webpräsenz von Helena Rubinstein

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