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Jürgen Weber
Albertina Text: Jürgen Weber

Der große Raffael in einer einzigartigen Gesamtschau

29. September 2017 – 7. Jänner 2018: Der Renaissance-Künstler und als „Madonnenmaler“ berühmt gewordene Raffael (1483-1520) in der Albertina. Eine Gesamtschau zu der man nur sehr selten Gelegenheit bekommt. Must see!

Der Heilige Georg im Kampf gegen den Drachen
© RMN-Grand Palais / Jean-Gilles Berizzi | Raffael in der Albertina: eine einzigartige Ausstellung 2017 in Wien

Ausstellung: Raffael

Albertina

29. September 2017 – 7. Jänner 2018

Auf seinem Sarg im römischen Pantheon stehen noch heute die Worte:

„Ille hic est Raphael, timuit quo sospite vinci, rerum magna parens et moriente mori.“

„Dieser hier ist Raffael, von dem die große Mutter der Dinge [= die Natur] fürchtete übertroffen zu werden, solange er lebte, und mit ihm zu sterben, als er starb.“

Kunst der Renaissance in der Albertina

150 Gemälde und Zeichnungen von Raffael zeigt eine groß angelegte Ausstellung in der Wiener Albertina. Gemeinsam mit Leonardo da Vinci und Michelangelo gehört der als Raffaello Sanzio da Urbino geborene zu den wohl bekanntesten Renaissancekünstlern und eine Gesamtschau seiner Werke zu erleben, diese Chance bietet sich dem kulturbeflissenen Museumsbesuchern nur einmal im Leben. Denn für die Ausstellung in der Albertina wurden Werke aus den Uffizien, der Royal Collection der britischen Königin, dem British Museum, dem Louvre, den Vatikanischen Museen und dem Ashmolean Museum in Oxford sowie aus den Beständen der Albertina selbst zusammengetragen und werden nun dem geschätzten Publikum in einer einmaligen Show präsentiert. Denn tatsächlich kann die monografische Ausstellung auch wirklich als Show bezeichnet werden, so beeindruckend sind seine Zeichnungen und Gemälde, die inzwischen schon mehr als 500 Jahre alt sind und dennoch aktuelle Themen behandeln.

Folgende Gemälde werden u.a. in der Ausstellung in der Albertina zu sehen sein:

  • Der Traum des Ritters, ca. 1504 (National Gallery, London)
  • Selbstporträt, 1506 (Galleria degli Uffizi Florenz, Gabinetto Fotografico delle Gallerie degli Uffizi)
  • Madonna dell’Impannata, 1511 (Galleria Palatina, Palazzo Pitti, Uffizi, Florenz: Gabinetto Fotografico delle Gallerie degli Uffizi)
  • Die Vision des Ezechiel, 1516-1517 (Galleria Palatina, Palazzo Pitti, Uffizi, Florenz: Gabinetto Fotografico delle Gallerie degli Uffizi)
  • Hl. Georg, 1505 (Musée du Louvre, Paris: © RMN-Grand Palais / Jean-Gilles Berizzi)
  • Heilige Familie mit dem Lamm, 1507 (Museo del Prado, Madrid: © Joseph S.Martín – ARTOTHEK)
  • Maria mit dem Kind (Madonna Colonna), 1508 (Gemäldegalerie Staatliche Museen zu Berlin, Preußischer Kulturbesitz Foto: Jörg P. Anders)
  • Madonna mit dem Kind und Johannesknaben (The Garvagh Madonna), 1511 (The National Gallery, London)
  • Madonna mit der Blauen Diadem, 1511(Musée du Louvre, Paris: © Dist. RMN-Grand Palais / Martine Beck-Coppola)
  • Madonna mit Kind und hl. Johannes (Madonna Esterhazy), 1508 (Budapest: © Szépművészeti Múzeum / Museum of Fine Arts Budapest, 2017, Csanád Szesztay) 

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Raffael: Universalgenie und Magister mit 17

Bei Raffael stehe das Denken und die Konzeption im Zentrum, denn er habe stets erste spontane Ideenskizzen, virtuose Detailstudien und Kompositionsstudien angefertigt bis er sich für die Ausführung eines Gemäldes entschied. Für ihn stand auch das Gleichgewicht zwischen Naturnachahmung und Ideal im Vordergrund, arbeitete er doch nicht nur als Maler und Architekt in Florenz und Rom (Bauleiter des Petersdoms) , sondern auch im Auftrag von Päpsten und Fürsten.

Das „Universalgenie der Hochrenaissance“ wird in dieser einzigartigen Ausstellung im Albertina Museum in Wien in seiner gesamten Schaffensperiode repräsentiert: Von der frühen umbrischen Periode (bis 1504) über die Jahre des Florenz-Aufenthaltes (1504/1505–1508) bis hin zur römischen Zeit (1508/1509–1520).

Raffael gehörte mit seinen weltberühmten Zeichnungen schon damals zu den größten Zeichnern der Kunstgeschichte und das obwohl er schon mit 37 Jahren verstarb. Bereits im zarten Alter von 17 Jahren durfte er sich schon „magister“ (Meister) nennen, wie der Kunsthistoriker Giorgio Vasari über ihn berichtet und er es in einem der ältesten überlieferten Verträge über ein Werk für die Cittá di Castello gelesen hat. Manche glaubten damals sogar, dass das Werk Raffaels sogar noch die Natur überträfe.

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