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Jürgen Weber
Kino Text: Jürgen Weber

Gartenbaukino

Die größte Kinofilmleinwand und das größte Einsaalkino der Stadt Wien sind nur zwei Rekorde, die das beim Wiener Stadtpark gelegene Gartenbaukino in seiner langen Geschichte geschrieben hat. Das Kino bestand schon vor dem Ersten Weltkrieg und wurde in den 60er Jahren von den Architekten Erich Boltenstein, Robert Kotas und Kurt Schlauss in seinen bis heute erhaltenen unvergleichlichen Stil umgestaltet, der seinesgleichen sucht und auch mal zum Schauplatz von Vintage-Parties wird.

© Astrid Johanna Ofner | Das Gartenbaukino besitzt die größte Kinoleinwand in Wien und ist auch das größte Einsaalkino der Stadt.

Preise: € 7 / € 8,5 Eintrittspreise Reihe 1 - 3 € 7,00.-, Reihe 4 - 14 € 8,00.-, Reihe 15 - 32 € 8,50.-, Rollstuhlplätze, Reihe 21 € 7,00.-, Tickets täglich ab einer Stunde vor Beginn der ersten Vorstellung erhältlich Zuschlag bei Filmüberlänge (ab 130 min.). Ermäßigungen für Studenten bis 26, für Senioren, für Zivildiener, für Kinder (bis 12), für Ö1 Clubmitglieder, für KURIER Clubmitglieder (jeden Montag) € 1.- je Sitzplatzkategorie. Keine Ermäßigungen auf Reihe 1 – 3.
Filme: Arthouse, Dokumentationen, Retrospektiven; Filme im Original
Besonderheiten: größte Leinwand, größter Kinosaal, Bar & Club, Veranstaltungen, Viennale-Kino, Premierenkino, Kino mit OV
Kinosäle, Sitzplätze: 1 Kinosaal, 750 Sitzplätze, Premieren, Viennale Festivalkino, Arthouse bis Dokumentation.

Bei der Premiere von dem Film „Opernring“ im Wiener Gartenbaukino soll Jan Kiepura, der - wie im Film - vor dem Kino auf dem Dach eines Autos seine Arien gesungen haben und es kam daraufhin tatsächlich zu einem wahren Massenauflauf auf der ansonsten so befahrenen Wiener Ringstraße. Das Gartenbaukino beeindruckte schon damals nicht nur durch seine außergewöhnliche Lage, sondern auch durch die größte Filmleinwand der Stadt Wien, deren Vorhang nach der Vorschau sich nach links und rechts nochmals um einige Meter erweitert, ein immer faszinierendes Schauspiel, das selbst Stammgäste zu verblüffen vermag. Für weitere Verblüffung sorgt auch der riesige Kinosaal, der 750 Menschen Platz bietet. Im Zuge der Renovierung von 1959-1962 wurden allerdings die Balkone entfernt, die wohl noch mehr Zusehern Platz geboten hätten. Auch ein 42m hoher Turm außerhalb des Kinos sei damals vorgesehen gewesen, es blieb dann jedoch bei einem Hochhaus. Das Kino ist heute wie damals ein klassisches Premierenkinos, das mit der Viennale, dem Wiener Filmfestival, kooperiert. Und obwohl es das größte Kino Wiens ist, fühlt man sich unheimlich wohl dort, sogar wohler noch als im Patschenkino zuhause, denn so heimelig ist die Kino-Atmosphäre nirgendwo anders in Wien.

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