1. Stadt Wien
  2. Freizeit
  3. Sport
  4. Wintersport
Mehr Freizeit
Artikel teilen
Kommentieren
Wintersport Text: Tamara Leitner

Das Wi(e)nterwunderland

Das Tief „Axel“ brachte den Wienern und Wienerinnen Schnee und Sturm, die Zahl der Woche ist laut wetter.at -26 Grad und unsere schöne Stadt gleicht mehr einem Lebkuchenhäuschen mit Zuckerguss, als der hektischen Millionenstadt die sie doch ist.

© Lorri Lang - pixabay.com |

Die Menschen huschen verkleidet als kleine Michelin-Männchen von Hauseingang zu Hauseingang, keiner verweilt auch nur Sekunden länger in den eisigen Straßen als tatsächlich nötig -  aber der Winter könnte doch so schön sein.

Wann haben Sie das letzte Mal einen Schneemann gebaut?

Wir leben in einer Welt, die hektisch und laut scheint und nehmen uns viel zu wenig Zeit für die simplen Dinge. Können Sie sich noch erinnern? An ihre Kindheit, im Winter? Man wachte morgens auf, der erste Blick galt dem Fenster und war er endlich da, der ersehnte Schnee, konnte einen nichts mehr bremsen. Endlich Schneeballschlachten veranstalten, endlich Schneemänner bauen und Schlittenfahren. Der Skianorak war schnell aus dem Kasten geholt, die Mama wurde auf nimmer Wiedersehen geküsst und man war verschwunden, in das weiße Märchenland vor der Haustüre.

Auf dem Weg zur Schule galt es möglichst viele der weißen, kalten Bälle als Munition vorrätig zu haben, um die anderen Kinder zu treffen, bevor sie einen in einen gemeinen Hinterhalt locken konnten. Es war Krieg. Gesichter wurden in den Schnee gerieben, Eisbälle durch die Luft geschleudert und hysterisches Kinderlachen erfüllte die Luft.

Wo haben wir das verloren?

Immer wieder gibt es ihn noch, den einen oder anderen Peter Pan, der verschmitzt den Schnee vom nächstgelegenen Auto zusammenschaufelt und die weißen Bälle auf vorbeihuschende Passanten fliegen lässt. Doch kaum einer findet das noch so witzig wie damals.

© Lorri Lang - pixabay.com |

Schlittenfahren in der Stadt - die geheimen Rodelbahnen Wiens

Die Wiener Magistrate sind zwar sehr eifrig dabei, die weiße Wundermasse schnellstmöglich loszuwerden, aber es gibt immer noch wunderschön verschneite Orte in Wien, an denen man seinem inneren Kind freien Lauf lassen kann.

Begeben Sie sich doch einmal in den Stadtpark, oder den Augarten. Nehmen Sie eine Karotte mit, damit der Schneemann auch eine Nase hat und geben Sie sich einer bitterernsten Schneeballschlacht mit Gleichgesinnten hin. Sie werden sehen, dass Schnee auch im Erwachsenenalter noch richtig Spaß machen kann. 

Wer noch einen verstaubten Schlitten oder eine Rodel bei sich im Keller stehen hat – jetzt ist die Zeit gekommen, das alte Ding zu entstauben, zu Schultern und sich auf den Weg zu machen, um sein inneres Kind wieder einmal laut juchzen zu lassen. Denn, die Stadt Wien kümmert sich darum, dass gewisse Parkanlagen im Winter jederzeit fit für das Rodelvergnügen sind und lassen diese sogar vom TÜV auf ihre Sicherheit prüfen. So kann man auf der Jesuitenwiese im Prater sogar den Hügel hinunterbrettern, wenn es Frau Holle einmal nicht so gut meint. Dort werden für Schneefans die Schneekanonen angeworfen, um die Reise in die Kindheit auch ohne Wi(e)nterwunderland zu starten.

Übrigens: Der Rodelspaß muss nicht mit dem Winter enden, es gibt in und um Wien auch Sommerrodelbahnen, die das Rodelvergnügen erhalten sobald der Schnee geschmolzen ist!

TÜV-geprüften Rodelstrecken

Prater

2., Jesuitenwiese

Stadtpark

3., Stadtpark, Kinderpark

Schweizergarten

3., Schweizergarten

Alois-Drasche-Park

4., Alois-Drasche-Park

Einsiedlerpark

5., Einsiedlerpark

Alfred-Grünwald-Park

6., Alfred-Grünwald-Park

Arne-Carlsson-Park

9., Arne-Carlsson-Park

Kurpark Oberlaa

10., Kurpark Oberlaa, Parkmitte

Luise-Montag-Park

11., Luise-Montag-Park

An den Eisteichen

12., An den Eisteichen gegenüber Onr. 22

Roter Berg (Zwischen Heinz-Nittel-Weg und Nothartgasse)

13., Roter Berg

Pötzleinsdorfer Schloßpark

18., Pötzleinsdorfer Schloßpark

Floridsdorfer Wasserpark

21., An der Oberen Alten Donau

Donaupark

22., Donaupark, Kaffeehausberg

Fridtjof-Nansen-Park

23., Fridtjof-Nansen-Park

Eislaufen, Eisstockschießen und weitere Vergnügen

Neben Schneeballschlachten, Rodeln und Schneemänner gibt es natürlich noch das altbewährte Wintervergnügen: Das Eislaufen. Dafür ist in Wien mehr als gesorgt, mit stolzen sechs Eislaufplätzen, die der Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt werden, steht dem Traum einmal eine richtige Eislaufprinzessin zu sein nichts im Wege. 

So kann man entweder am Rathausplatz riskante Rennen veranstalten und Runde um Runde durch die Innenstadt schlittern, oder sich auch in die Natur begeben und eine Kür auf der alten Donau vorführen. 

Tipp: Etwas außerhalb von Wien befindet sich das Schloss Laxenburg in mitten eines weitläufigen, natürlich gewachsenen Parks. Um Schloss und Naturinseln schlingt sich ein märchenhafter Teich. Wenn die Temperaturen es zulassen, dann gibt es wahrscheinlich keinen romantischeren Ort auf Erden zum Eislaufen. Ein paar Zentimenter Neuschnee gekoppelt mit spiegelglattem Eis ist die absolute Krönung!

Ebenso zählt natürlich das Eisstockschießen zu den begehrten Wintertraditionen und wird gerne und gut von diversen Veranstaltern angeboten. 

Tipp am Rande: Sogar das Wiener Badeschiff verfügt über Eisstockbahnen.

Wer nach alldem immer noch ein Wintermuffel sein mag und sich so überhaupt nicht für Schneeballschlachten und Co. begeistern kann, der darf auch gerne grantig auf der Couch, eingewickelt in fünf Decken, verweilen, das weiße Wunder verfluchen und auf wärmere Zeiten hoffen.

Seien Sie aber nicht enttäuscht, wenn Sie dabei den wahren Spaß des Winters an sich vorüberziehen lassen und ihr inneres Kind beleidigt ist, weil es keinen Schneemann bauen darf.

Weitere Tipps für den Winterspaß:

Rodeln am Semmering 

Skigebiete rund um Wien

Skifahren am Stuhleck

Beteiligen Sie sich am Beitrag, wir freuen uns:

Kommentar hinzufügen
weitere Meinungen
Keine Kommentare
  1. Stadt Wien
  2. Freizeit