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Parks & Parkanlagen Text: Gerhard Frey

Augarten: Vielseitiges Angebot im französischen Parkstil

Die Ursprünge des Augarten reichen in das 17. Jahrhundert zurück. Die sogenannte Alte Favorita wurde zu einem beliebten Konzertveranstaltungsort und später, während der Türkenbelagerung, zerstört. Heute findet man im Augarten die berühmte Porzellanmanufaktur. Der Garten im französischen Stil erlebte und überlebte mehrere große Katastrophen. Mehr dazu, lesen Sie hier.

Flagturm im Augarten Wien, davor heller Weg mit grünen Bäumen umgeben
© BMLFUW_Michalski | Der Augarten in Leopoldstadt

Der Augarten in Wien-Leopoldstadt

Der Augarten lädt mit seiner Jahrhundertgeschichte zum spazieren, schlendern und erleben ein. So kann man in der Wiener Augarten Porzellanmanufaktur Führungen besuchen und wahre Kunstwerke bestaunen. Auch die Wiener Sängerknaben beherbergt diese wunderschöne Parkanlage. Musik und Theater - Muth der Konzertsaal der Wiener Sängerknaben befindet sich, als Hotspot für Klassik, Rock- und Jazzkonzerte, Theatervorstellungen, Performances und andere Kulturveranstaltungen im Augarten Wien.

Augarten Porzellan Museum

Öffnungszeiten Porzellanmuseum und Verkauf
Montag bis Samstag: 10:00 - 18:00 Uhr
an Sonn- und Feiertagen geschlossen

Eintrittspreise
Museum: € 6,00
Ermäßigt: € 4,00

Führungen
Museumsführung: € 12,00
Führungen auf Deutsch und Englisch immer samstags jeweils um 14:00 und 15:00 Uhr. Dauer ca. 1 Stunde.

Café Restaurant Augarten

Im ältesten Barockgarten Wiens kann man Speis und Trank vom Feinsten genießen. Mittags wird eine frische Auswahl an Speisen aus der Wiener Küche serviert. Tagsüber gibt es ausgezeichneten Kaffee nach Wiener Tradition und köstliche Mehlspeisen.

Öffnungszeiten:
Mo-So 10:00 bis abends/ Abendveranstaltungen auf Anfrage
Tel.: 0043 1 211 24 400
E-Mail: restaurant@augarten.at

Die Ursprünge des heutigen Augartens

Schon Kaiser Matthias, der von 1612 bis 1619 regierte, erbaute sich in dem ausgedehnten Auengebiet an der Donau ein kleines Jagdhaus. Kaiser Ferdinand III. läßt hier 1654-57 einen Garten bescheidenen Ausmaßes anlegen, 1663 kauft Kaiser Leopold I. die benachbarten Trautsonschen Gärten dazu und errichtet an deren Stelle einen barocken Lustpark. 1677 wird ein um 1654 erbautes Gartenpalais aus dem Besitz der Familie Trautson von Leopold I. neu adaptiert.

Man nennt das Schlößchen von nun an die "Kaiserliche Favorita", später die "Alte Favorita" - zum Unterschied zur "Neuen Favorita" auf der Wieden, dem heutigen Theresianum. Die ganze Anlage wird 1683 von den Türken so stark zerstört, daß nur noch die Mauern stehenbleiben. Erst 1705 läßt Kaiser Joseph I. Gebäude und Park wiederherstellen.  

Die Alte Favorita

Ein Trakt der "Alten Favorita" wird zu einem Gartensaal ausgebaut, in dem seit 1782 die sogenannten Morgenkonzerte abgehalten werden. Eine Zeitlang werden sie von Mozart dirigiert, nach wechselnden Dirigenten übernimmt um die Wende vom 18. zum 19. Jahrhundert der berühmte Geiger Schuppanzigh die Leitung. Durch ihn läßt auch Beethoven mehrere seiner Werke hier auftühren. Ab 1820 finden hier vielbesuchte 1. Mai-Konzerte statt, über- wiegend mit Musik von Johann Strauß Vater.  

Die mit einem Gittertor versehene nordöstliche Abschlußmauer gegen den Park ist der letzte Rest der während der Zweiten Türkenbelagerung zerstörten "Alten Favorita". Sie steht heute unter Denkmalschutz. In dem Saalgebäude, das jetzt Sitz der Porzellanmanufaktur ist, wurde schon bald nach der Öffnung des Augartens durch Joseph II. ein Restaurantbetrieb installiert

Gartenanlage im französischen Stil

Kaiser Karl VI. hatte 1712 den Gartenarchitekten Jean Trehet, der auch den Garten des Belvedere und den Park von Schönbrunn gestaltet hat, beauftragt, den Augarten in französischem Stil neu anzulegen. Abbildungen gibt es erst aus dem Jahr 1738; sie zeigen eine der Zeit entsprechende große Barockanlage mit einem Parterregarten und mehrere Alleen, die von einem Sternplatz ausstrahlen, somit das Vorbild der Anlage von Versailles und andererfranzösischer Gärten wiederholend. 

Zerstörung und Wiederaufbau des Augarten

Hochwasser 1830

Im Großen und Ganzen schaut der Augarten heute noch oder schon wieder genauso aus. Und das ist eigentlich erstaunlich, wenn man bedenkt, was er alles überstanden hat. So litt er nicht wenig unter dem katastrophalen Hochwasser in der Nacht vom 28. Februar auf den 1. März 1830, in der das Wasser durchgehend im ganzen Augarten 1.75m hoch stand. (Der Augarten grenzte ja damals im Norden fast unmittelbar an einen großen Donauarm, dem heutigen Fahnenstangenwasser, und die beiden Gedenktafeln an der Innenseite des Hauptportals und bei dem Tor nächst der Castellezgasse erinnern an diese Katastrophe und an den Schiffsmeister Johann Lassingleithner, dem es gelang, unzählige Menschen vor dem Ertrinken zu bewahren.) 

2. Weltkrieg

Aber die schlimmsten Schäden entstanden während des 2. Weltkriegs. Hunderttausende Kubikmeter Schutt wurden während der Kriegszeit in ihm abgeladen, zum Bau der beiden Flaktürme legte man sechzehn Feldbahngeleise durch den Augarten, zahllose Betonfundamente und Sockel zerrissen seine Rasen. Barackenstädte entstanden zwischen seinen Kastanien, Rüstern, Linden, Eschen und Ahornbäumen. Als die Aprilschlacht zu Kriegsende wütete, rasselten die Panzer kreuz und quer zwischen dreihundert Bombentrichtern. Hunderte von Gefallenen wurden in Massengräbern verscharrt. Davon ist heute nichts mehr zu sehen, nur die Flaktürme erinnern mahnend an diese Zeit.

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Fakten zum Augarten

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