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Rektor Märk - Ein stolzer Blick auf die Universität

Im Interview zieht Tilmann Märk, Rektor der Universität Innsbruck, Bilanz über seine erste Amtsperiode und berichtet über seine Vorhaben und Ziele für die Jahre 2016 bis 2020.

Rektor Tilmann Märk und das Hauptgebäude der Universität Innsbruck
© Universität Innsbruck | Rektor Tilmann Märk der Universität Innsbruck.

Abgekürztes Verfahren
Im Dezember 2014 hat Tilmann Märk Senat und Universitätsrat darüber informiert, dass er für eine weitere Amtszeit als Rektor zur Verfügung stünde. Möglich ist diese Wiederbestellung ohne neuerliche öffentliche Ausschreibung durch einen Passus im Universitätsgesetz, der bei qualifizierter Mehrheit in Universitätsrat und Senat ein verkürztes Verfahren zur Rektorsbestellung vorsieht. Für die Zustimmung ist jeweils eine Zweidrittelmehrheit in Senat und Universitätsrat notwendig.

Herr Rektor Märk, seit ihrer Wahl zum Rektor der Universität Innsbruck im Dezember 2011 sind inzwischen über drei Jahre vergangen. Welche Bilanz ziehen Sie über diesen Zeitraum?

Tilmann Märk: In den vergangenen Jahren hat sich die Universität Innsbruck durchwegs positiv entwickelt. Das zeigen verschiedene Indikatoren in Lehre und Forschung, wie beispielsweise die österreichweit führende Prüfungsaktivität unserer Studierenden oder die Einwerbung von Drittmitteln. Die Forschungsfinanzierung durch externe Partner gewinnt übrigens immer mehr an Bedeutung: Bereits zwischen 2011 und 2013 konnte die Universität Innsbruck die Drittmittel von 35,7 auf 40,7 Millionen steigern, im abgelaufenen Jahr beliefen sie sich auf rund 50 Millionen Euro.

Auch die Internationalisierung und verschiedene Rankings belegen die positive Entwicklung unserer Universität: So erreichte die Universität Innsbruck im Times Higher Education Ranking 2014/2015 den 7. Platz im Hinblick auf internationale Vielfalt und Forschungszusammenarbeit mit internationalen Partnern.

Stichwort Partner:  Neben internationalen Kooperationen spielt auch die tirolweite Zusammenarbeit der Hochschulen eine immer größere Rolle?

Märk: Ja, die Kooperation aller acht Tiroler Hochschulen unter dem Stichwort „Campus Tirol“ ist ein wesentlicher Erfolg der vergangenen drei Jahre. Mit über 33.000 Studierenden, 3.000 Lehrbeauftragten und einem jährlichen Budgetvolumen von 400 Millionen Euro haben die acht Tiroler Hochschulen eine enorme Bedeutung für den Standort. Hinter dem „Campus Tirol“ steht die Intention der Hochschulen, gemeinsam mit dem Land Tirol und anderen Partnern aus der Wirtschaft und der Gesellschaft enger zusammenzuarbeiten, um die Studien- und Forschungsmöglichkeiten synergetisch auszubauen, die internationale Sichtbarkeit und Konkurrenzfähigkeit des Standortes zu erhöhen und damit nachhaltig an der Weiterentwicklung der Region zu arbeiten.

Dass das funktioniert, zeigen bereits einige Erfolgsgeschichten wie gemeinsame Mechatronik-Studien der Universität Innsbruck mit der UMIT, die Kooperationen im Bereich von Doktoratsstudien zwischen Universität Innsbruck, MCI und der Fachhochschule Kufstein, die Konzepte zur LehrererInnenausbildung neu – die sogar bis Vorarlberg reichen –  und nicht zuletzt das gerade neu etablierte Bachelorstudium Wirtschaft, Gesundheits- und Sporttourismus, das Ende September gemeinsam von Universität Innsbruck und UMIT in Landeck gestartet wurde.

Welche weiteren neuen Angebote sind geplant?

Märk: Natürlich arbeiten wir im Rahmen des „Campus Tirol“ stets daran, neue Angebote zu entwickeln um damit sowohl die Sichtbarkeit als auch das Angebot in der Wissenschafts- und Bildungsregion Tirol deutlich zu erhöhen. Neben dem Studium in Landeck planen wir beispielsweise gemeinsam mit der UMIT ein Bachelorstudium Mechatronik in Lienz. Auch die Etablierung eines gemeinsamen Masterstudiums „Pharmaceutical Sciences“ gemeinsam mit der Medizinischen Universität Innsbruck ist angedacht.

Was sind Ihre wesentliche Ziele und Vorhaben für die Jahre 2016 - 2020?

Märk: Grundlegend sind für mich die Wahrung beziehungsweise Schaffung optimaler Rahmenbedingungen sowie der Ausbau der Spitzenposition der Universität Innsbruck in Rankings bis 2020.

Seit 2010 konnten rund 23 Prozent mehr Studienanfängerinnen und –anfänger sowie sechs Prozent mehr Studierende verzeichnet werden, die Zahl der an der Universität tätigen Professorinnen nahm zu und liegt aktuell bei 227. Es gilt daher die Qualität in Forschung und Lehre nicht nur zu halten, sondern ständig zu verbessern. Dazu gehört auch der Ausbau der Infrastruktur; insbesondere ein Neubau am Areal Innrain 52a sowie die Umsetzung eines Hauses der Physik.

Welche Herausforderungen sehen Sie dabei in den nächsten Jahren auf sich zukommen?

Märk: Die Frage der ausreichenden Finanzierung von Lehre und Forschung an der Universität Innsbruck ist sicher die größte Herausforderung, die auf mich und mein Team in den nächsten vier Jahren zukommt. Neben der Bereitschaft der Politik in den Forschungsstandort zu investieren wird auch die Nutzung neuer Finanzierungsquellen eine große Rolle spielen, denn wir können unsere Qualität nur halten und weiter ausbauen, wenn die nötigen Mittel zur Verfügung stehen.

Neben all diesen Maßnahmen möchte ich auch die begonnenen Optimierungsprozesse in den Verwaltungsabläufen fortführen. Wenn ich ein umfassendes Ziel für meine zweite Amtszeit  in Worte fassen soll, dann will ich 2020 sagen können: `Studierende, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und die Bewohnerinnen und Bewohner des Standortes blicken mit Stolz auf ihre Universität.

>> Mehr Stimmen und Statements zur Lage der Universitäten

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