1. Stadt Wien
  2. Veranstaltungen
  3. Festival
Mehr Veranstaltungen
Artikel teilen
Kommentieren
Jürgen Weber
Festival Text: Jürgen Weber

Vienna Biennale: Event mit Zukunftsideen

11.6. - 4.10.2015: Im Fokus dieser heuer erstmalig stattfindenden, knapp vier Monate dauernden Veranstaltung mit dem etwas fehlleitenden Namen "Vienna Biennale" stehen kurz gesagt Ideen, wie wir unsere Zukunft gestalten können. Die Disziplinen bildende Kunst sowie die angewandten Disziplinen Design und Architektur werden dabei vernetzt, um das größtmögliche Optimum zu erzielen. Die vom MAK ausgehende Partnerschaft mit der Universität für angewandte Kunst Wien, der Kunsthalle Wien, dem Architekturzentrum Wien sowie departure, dem Kreativzentrum der Wirtschaftsagentur Wien und mit Unterstützung des AIT Austrian Institute of Technology wird anhand mehrerer Projekte gezeigt, wie unsere Zukunft aussehen könnte.

Bebauungsszenario, Rüdiger Lainer + Partner
© Schreinerkastler | Sujet aspern: Die Seestadt Wiens, SeeparkquartierHannes Langeder, Fahrrad-Porsche Ferdinand GT3 RS im Stadtverkehr, 2010

Kunst, Architektur und Design für eine bessere Zukunft

Die weltweit erste „Mehrspartenbiennale“ wird mit einzigartigen Genre-Grenzen sprengenden Diskursen in kontextbezogenen Projekten an mehreren Ausstellungsorten Wien erneut zum Zentrum der westlichen Moderne machen. Die Digitalisierung, die die Industrialisierung längst hinter sich gelassen hat, ist der neue Kreativitätsmotor, der für erhebliche nachhaltige Verbesserungspotenziale in der nunmehrigen „Digitalen Moderne“ sorgen wird. So befassen sich etwa Architektur und Design mit sechs Megacitys auf fünf Kontinenten; die bildende Kunst mit Bukarest als markantem Beispiel einer Stadt hinter dem ehemaligen Eisernen Vorhang und Design und Architektur wiederum mit der wiederholt zur lebenswertesten Stadt der Welt gekürten österreichischen Metropole Wien.

Internationales Kuratorenteam für Vienna Biennale 2015

„Gemeinsam ist allen Projekten, dass sie zwar in einer bestimmten Disziplin verortet sind, sich aber anderen Sparten in vielerlei Hinsicht öffnen. Das Zusammenspiel der Kreativbereiche gibt dieser Biennale ihren einzigartigen Charakter", so Thun-Hohenstein, Direktor des MAK und Leiter der Vienna Biennale auf der Pressekonferenz.

Die Biennale-KuratorInnen
Pedro Gadanho (Kurator für zeitgenössische Architektur am Museum of Modern Art, New York)
Harald Gruendl (Co-Partner, EOOS; Institutsvorstand, IDRV - Institute of Design Research Vienna)
Maria Lind (Direktorin, Tensta Konsthall, Stockholm)
Peter Weibel (Vorstand, ZKM | Zentrum für Kunst und Medientechnologie Karlsruhe; Ordentlicher Professor, Universität für angewandte Kunst Wien)

Video
Beteiligen Sie sich am Beitrag, wir freuen uns:

"Mapping Bucharest: Art, Memory, and Revolution 1916-2016" startete mit dem im Oktober 2014 ausgeschriebenen Ideenwettbewerb "Create Your Bucharest". Die Ausstellung wird die von einer Jury in Bukarest ausgezeichneten Arbeiten in einem eigenen Bereich vorstellen. "Mapping Bucharest" und "Create Your Bucharest" wurden vom MAK mit wesentlicher finanzieller Unterstützung von OMV und OMV Petrom realisiert.
Ort: MAK

Das "Performing Public Art Festival" stellt das Ereignis im öffentlichen Raum in den Mittelpunkt. „Sie zielt darauf ab, die schweigende Skulptur durch eine neue Sprache der Aufmerksamkeit zu ersetzen", erläutern Peter Weibel und Gerald Bast. KünstlerInnen produzieren unbemerkt vom Galerien- und Museumssystem eine neue Form öffentlicher Kunst, die abseits von Marktmechanismen – wie etwa in der Malerei und Skulptur – demokratische Partizipation der Bürgerinnen und Bürger manifestiert. Ein deutliches Beispiel dafür ist etwa die Aktion von Erdem Gündüz „Durum Adam“ (Standing Man), der im Rahmen der Taksim-Platz-Proteste in Istanbul stattfand.
Ort: Universität für angewandte Kunst Wien

Das Projekt "2051" – die Namensgebung basiert auf einer Orwell’schen Verdrehung der Jahreszahl, in der die erste Vienna Biennale stattfindet -  will einen positiven gesellschaftlichen Wandel aufzeigen und erlebbar machen. Zu diesem Zweck werden im Wiener Stadtraum Ausstellungssatelliten, sogenannte "Demonstratoren", errichtet, die die BewohnerInnen mit zukünftigen Entwicklungen aus den Bereichen Mobilität, Arbeit, Geld, Gesundheit, Wohnen, Versorgung, Gastfreundschaft, Bildung, Konsum und Unterhaltung im Kontext des städtischen Alltags konfrontieren. Im Hintergrund steht, die 2014 stattgefundene Aktion "Hypotopia - Die Milliardenstadt", bei der Studierende der TU veranschaulichten, was mit den Hypo Bank Milliarden alles gebaut hätte werden können.
Ort: MAK

"Uneven Growth: Tactical Urbanisms for Expanding Megacities" zeigt architektonische Möglichkeiten für das schnelle und unausgewogene Wachstum sechs globaler Metropolen (Hongkong, Istanbul, Lagos, Mumbai, New York und Rio de Janeiro). Über eine Online-Plattform (uneven-growth.moma.org) besteht die Möglichkeit ebenfalls etwas zu urbanen Praktiken beizutragen. Eine Auswahl dieser Einreichungen wird dann im Rahmen der MAK-Installation öffentlich vorgestellt.
Ort: MAK

"aspern INTERNATIONAL" wiederum ist eine Kooperation des Architekturzentrums Wien mit der "Wien 3420 Aspern Development AG". Ein Ideenwettbewerb für das Grundstück im Seeparkquartier in aspern bringt die Entwürfe von sieben ausgewählten Architekturbüros aus ganz Europa auf die Vienna Biennale. Auf der Ausstellung "aspern INTERNATIONAL können die Wettbewerbsarbeiten und weitere Projekte der teilnehmenden ArchitektInnen bestaunt werden.
Ort: Architekturzentrum Wien/Technologiezentrum aspern

Die Ausstellung "Die Kunst zu arbeiten. Handeln in der Digitalen Moderne" im Obergeschoss der MAK-Säulenhalle wird Leitbilder und Handlungsanleitungen für die Zukunft menschlicher Arbeit im digitalen Zeitalter vorstellen. Zudem wird "Die Kunst zu arbeiten" im MAK DESIGN LABOR die Ausstellung zeitgenössischer bildender Kunst "24/7: the human condition" gezeigt
Ort: MAK

Ideen für das Gemeinwohl

Die Vienna Biennale will aufzeigen, dass Kunst, Architektur und Design auch eine Strategie sein kann, um ein anderes Narrativ als bloßes Wachstum zu verbreiten. Vielmehr als individuelle Profitmaximierung steht das Gemeinwohl, soziale Innovation oder Massenkreativität im Brennpunkt der Diskussion, denn eine bessere Zukunft kann nicht von einem Einzelnen, sondern nur von vielen gemeinsam erreicht werden. Die Vienna Biennale liefert in ihrer ersten Ausgabe Ideen dazu, Ideas for Change!

Kommentar hinzufügen
CAPTCHA-Bild zum Spam-Schutz
Wenn Sie das Wort nicht lesen können, bitte hier klicken.
weitere Meinungen
Keine Kommentare
  1. Stadt Wien
  2. Veranstaltungen