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Politik Text: Franz Schneckenleitner

Nationalfeiertag in Österreich - 26. Oktober

Am Nationalfeiertag wird in Österreich jener erste Tag gefeiert, an dem nach dem 2. Weltkrieg keine fremden Besatzungstruppen mehr im Land stationiert waren. Nach der Unterzeichnung des Staatsvertrages am 15. Mai 1955 dauerte es noch 5 Monate und 10 Tage bis alle Besatzungsstaaten die Ratifizierungsurkunde unterzeichneten und ihre Truppen aus Österreich abzogen. Zur Feier der Wiedererlangung der Souveränität Österreichs werden jedes Jahr im ganzen Land die Fahnen gehisst und mit diversen Veranstaltungen vom nationalen Wandertag bis Militärparaden dieser gesetzliche Feiertag begangen. In Wien findet jährlich das Sicherheitsfest des Österreichischen Bundesheeres mit Angelobung, Leistungsschauen, Hubschrauber Besichtigung und Live-Konzerten am Wiener Heldenplatz statt. Können Sie den vollständigen Text der Österreichischen Bundeshymne? Wenn nicht, dann lesen Sie diesen weiter unten nach...

© Bundesheer/ Folder 2010 |

Historischer Hintergrund kurz und bündig

Seit 1965 wird der österreichische Nationalfeiertag alljährlich am 26. Oktober gefeiert.

Der erste historische Schritt, in Bezug auf den Nationalfeiertag, war die Unterzeichnung des Staatsvertrages am 15. Mai 1955, wodurch Österreich seine "nationale" Freiheit erhalten sollte. Der Staatsvertrag musste von allen sogenannten Signatarstaaten (Frankreich, Großbritannien, Sowjetunion und USA) ratifiziert werden; die letzte Ratifizierungsurkunde wurde am 27. Juli 1955 hinterlegt. Mit der quasi Zustimmung aller vorher aufgezählten Staaten begann die vertraglich vereinbarte Frist von 90 Tagen, in der die Besatzungstruppen Österreich zu verlassen hatten; der letzte Tag dieser 90-Tage-Frist war der 25. Oktober 1955. Schließlich und endlich war dann der 26. Oktober (Nationalfeiertag) der erste Tag, an dem keine fremden Truppen mehr auf österreichischem Hoheitsgebiet standen, infolgedessen beschloss der österreichische Nationalrat in Form eines Verfassungsgesetzes die immerwährende Neutralität.

Die Initiative die Wiedererlangung der Souveränität Österreichs, sprich den Nationalfeiertag, fortan feierlich (vorerst vor allem in Schulen – Schulen wurden beflaggt) zu begehen, kam von Bundesminister Heinrich Drimmel (ÖVP), 1956. Erstmals wurde der "Tag der Fahne" (Nationalfeiertag) am 25. Oktober 1957 begangen.

1965 wurde in Parlament und Bundesregierung beraten, welcher Tag als Nationalfeiertag begangen werden sollte. Die breiteste Zustimmung fand der 26. Oktober. Die Feiertagruhe am Nationalfeiertag gilt seit 1967. Das Österreichische Bundesheer begeht den Nationalfeiertag mit Angelobungen und einer Parade auf der Wiener Ringstraße (seit 1995). In den Landeshauptstädten und am Wiener Heldenplatz gibt es am Nationalfeiertag Leistungsschauen sogenannte Waffenschauen.

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Wiener Sicherheitsfest am Rathausplatz

25. & 26. Oktober 2017: Von 9:00 - 17:00 Uhr präsentieren sich am Rahtausplatz die "Wiener Helfer" mit einem umfassenen Rahmenprogramm für die ganze Familie. Geboten wird eine große Sicherheitsschau, Polizeidiensthunde zeigen, was sie zur Verbrecherjagd beitragen oder die Rettungsdienste geben Tipps, was bei der Ersten Hilfe wichtig zu beachten ist.

Zum krönenden Abschluss präsentieren die Künstler der Vereinigten Bühne Wien, am 26. Oktober um 15:00, Ausschnitte aus dem Musical "I AM FROM AUSTRIA".

Tag der offenen Tür im Weltmuseum

Nach drei Jahren Umbau ist es endlich so weit: Das neu gestaltete Weltmuseum Wien wird am Abend des 25. Oktober mit einer neuen Schausammlung und fünf Sonderausstellungen wiedereröffnet.

Als „Geschenk zum Nationalfeiertag“ wird das neue Weltmuseum Wien am 26. Oktober von 13 bis 21 Uhr bei freiem Eintritt zu besichtigen sein. Erleben Sie weltberühmte Kulturschätze in den neu gestalteten Sälen und erfahren Sie u.a. mehr über die vielfältigen Beziehungen Österreichs zur Welt.

Im neuen cook café & bistro können Sie sich bei einem Café und Kuchen von der atemberaubenden Säulenhalle inspirieren lassen. Schöne Produkte und kreative Geschenkideen werden im neuen Museumsshop auf Sie warten.

Der Justizpalast öffnet am Nationalfeiertag seine Pforten

Adresse: Schmerlingplatz 11, 1010 Wien

Am Mittwoch, 26. Oktober 2016, ist der Wiener Justizpalast von 10 Uhr bis 18 Uhr an einem „Tag der Offenen Tür“ zugänglich. Es besteht die Möglichkeit, dieses historisch und architektonisch interessante Gebäude bei kostenlosen Führungen kennenzulernen.

Im Justizpalast haben drei Gerichtshöfe ihren Sitz: der Oberste Gerichtshof, das Oberlandesgericht Wien und das Landesgericht für Zivilrechtssachen Wien. Auch die Generalprokuratur und die Oberstaatsanwaltschaft Wien sind in diesem Gebäude untergebracht.

Auch am Nationalfeiertag ist das Justizcafé im Dachgeschoß geöffnet. Von dort bietet sich ein herrlicher Blick auf die Wiener Innenstadt.

Anfahrt
Der Justizpalast ist am besten mit der U2 und der U3 (Station „Volkstheater“) zu erreichen sowie mit den Straßenbahnlinien 1, 2, 71, D, 46 und 49 und mit der Autobuslinie 48A.

Nationaler Wandertag

Auch dieses Jahr steht der 26. Oktober wieder im Zeichen von „bewegenden“ Freizeitaktivitäten. In ganz Österreich werden Wanderungen und andere Outdoorevents durchgeführt. Unter dem Motto „Gemeinsam gesund bewegen“, bieten unterschiedlichste Vereine und Institutionen sportliche Angebote für Groß und Klein an.

150 Minuten Wanderungen:

Am Nationalfeiertag laden verschiedene Sportverbände in Österreich zum Mitwandern ein. Hier finden Sie das Programm dazu.

Die Österreichische Bundeshymne

Rund um den Text der Österreichischen Bundeshymne gab es ja in den letzten Monaten immer wieder kontroverse Diskussionen. Neu entflammt war der Streit aufgrund einer Performance von Volks-Rock´n Roller Andreas Gabalier, der anlässlich des Grand Prixs in Spielberg die alte Version (ohne die "großen Töchter") intonierte. Gabriele Heinisch-Hosek reagierte mit einer Lernhilfe für den Schlagerstar, was wiederum zu einem Shitstorm gegen die Ministerin führte. Eine solche Lernhilfe könnte aber wohl so manche/r ÖsterreicherIn gebrauchen, denn wer kann schon, die selten gesungene zweite und dritte Strophe auswendig? (darum hier das "aktuelle Update der gesamte Hymne) 

Ein weiteres Detail am Rande, das wohl so manchen Traditionalisten gar nicht gefallen dürfte: Am Originaltext von Paula Preradović wurde auch früher schon herumgebastelt. Der ursprüngliche Vers "Laß in brüderlichen Chören" wurde jahrzentelang in der Form "Einig laß in Brüderchören" gesungen, bevor er 2011 in "Einig laß in Jubelchören" umgedichtet wurde. Auch die Töchterzeile lautete im Original eigentlich noch "Großer Väter freie Söhne". 

Und noch eine interessante Info: Seit 2011 gibt es auch eine offizielle Version der dritten Strophe in slowenischer Sprache.

1. Strophe:
Land der Berge, Land am Strome,
Land der Äcker, Land der Dome,
Land der Hämmer, zukunftsreich!
Heimat großer Töchter und Söhne,
Volk, begnadet für das Schöne,
|: vielgerühmtes Österreich :|

2. Strophe:
Heiß umfehdet, wild umstritten
liegst dem Erdteil du inmitten,
einem starken Herzen gleich.
Hast seit frühen Ahnentagen
hoher Sendung Last getragen,
|: vielgeprüftes Österreich :|

3. Strophe:
Mutig in die neuen Zeiten,
frei und gläubig sieh uns schreiten,
arbeitsfroh und hoffnungsreich.
Einig laß in Jubelchören,
Vaterland, dir Treue schwören,
|: vielgeliebtes Österreich : |

Slowenische Variation der 3. Strophe

Hrabro v novi čas stopimo,
prosto, verno, glej, hodimo;
upa polni, delavni.
Bratski zbor prisega hkrati,
domovini zvestobo dati.
Ljubljena nam Avstrija,
ljubljena nam Avstrija.


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weitere Meinungen

Sehr geehrter Herr Müller, leider wurde das Programm für die heurige Angelobung offiziell noch nicht kommuniziert. Sobald dies der Fall ist, werden Sie die Informationen auf dieser Seite finden.
MfG Redaktion www.stadt-wien.at

, 26.09.2014 um 12:55

Wo kann ich den genauen Programmablauf für die Angelobung am 26.10.14 finden?
Besten Dank für Info.
Beste Grüsse
Peter Müller
peter.mueller@laserfire.ch

, 24.09.2014 um 19:25
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