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Marie Schmidt
Feste & Feiertage Text: Marie Schmidt

Katholische Feiertage

Kirchliche Feiertage bedeuten für die Österreicher oft, dass sie einen freien Tag genießen können. Warum aber werden sie gefeiert und wann finden sie dieses Jahr überhaupt statt? Nützliche und fesselnde Hintergrundinformationen mit Datum der katholischen Feiertage dazu finden Sie hier.

Statue eines Heiligen
© Dieter Schütz / pixelio.de | Christliche Feiertage

Chronologie der kirchlichen Feiertage 2017

Daten werden in kürze aktualisiert

Uns allen sind die kirchlichen Feiertage namentlich und zumeist auch vom Datum her bekannt. Doch kaum einer der jüngeren Generation erinnert sich noch, warum tatsächlich ein Fest gefeiert wird und was die Geschichte dahinter ist.

>> Alle Feiertage in Österreich

Tag

Feier

Sonntag, 1. Januar 2017

Neujahrstag

Freitag, 6. Januar 2017

Heilige Drei Könige

Samstag, 7. Januar 2017

Aschermittwoch

Sonntag, 9. April 2017

Palmsonntag/ Beginn Karwoche

Donnerstag, 13. April 2017

Gründonnerstag

Freitag, 14. April 2017

Karfreitag

Samstag, 15. April 2017

Karsamstag

Sonntag, 16. April 2017

Ostersonntag

Montag, 17. April 2017

Ostermontag

Donnerstag, 25. Mai 2017

Christi Himmelfahrt

Sonntag, 4. Juni 2017

Pfingstsonntag

Montag, 5. Juni 2017

Pfingstmontag

Sonntag, 11. Juni 2017

Dreifaltigkeitssonntag

Donnerstag, 15. Juni 2017

Fronleichnam

Dienstag, 15. August 2017

Maria Himmelfahrt

Sonntag, 1. Oktober 2017

Erntedanke

Mittwoch, 1. November 2017

Allerheiligen

Donnerstag, 2. November 2017

Allerseelen

3. Dezember bis 24. Dezember

Advent

Mittwoch, 6. Dezember 2017

Heiliger Nikolaus

Freitag, 8. Dezember 2017

Maria Empfängnis

Montag, 25. Dezember 2017

Christtag (1. Weihnachtsfeiertag)

Dienstag, 26. Dezember 2017

Stephanitag (2. Weihnachtsfeiertag)

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Geschichten zu christlichen Festtagen

Ein Blick hinter die Phänomene lohnt sich. Die Entwicklungen dahinter sind spannender als man glauben könnte und bessern das Allgemeinwissen auf. Lassen Sie sich überraschen!

Pfingsten

Pfingsten könnte man etwas salopp formuliert das zweite Weihnachten nennen. Während an Weihnachten Gott in menschlicher Form in die Welt kommt, tut er es an Pfingsten in Form des Heiligen Geistes. Der Terminus
Technicus des Festes ist „die Herabkunft des Heiligen Geistes in die Welt“. Seit dem 4. Jhd. feiert die Kirche Pfingsten am 50. Tag nach Ostern. Der Zeitpunkt des Festes ist zugleich sein Namensgeber.
Pentekoste, das griechische Lehnwort für Pfingsten, bedeutet „der 50.
Tag“.

Dreifaltigkeitssonntag

Der Dreifaltigkeitssonntag nimmt das Innenleben Gottes in den Blick. Gott ist der Lehre nach zugleich einer und drei Personen: der Vater, der Sohn und der Heilige Geist. Bekanntestes Zeichen für die Dreifaltigkeit ist das Schlagen des Kreuzzeichens im Namen "des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes", in dem die Gemeinde Gott in seine drei Formen anspricht. Im Kirchenjahr eröffnet der Dreifaltigkeitssonntag die Reihe der normalen Sonntage, die weder zu Ostern- noch zur Weihnachtszeit gehören.

Fronleichnam

Von den drei frühsommerlichen Feiertagen Pfingsten, Christi Himmelfahrt und Fronleichnam zählt letzteres Hochfest wohl zu den sperrigsten: Im Mittelpunkt steht nicht etwa ein Leichnam, sondern die Verehrung der Eucharistie. Christen feiern an diesem Tag in besonderem Maße die Gegenwart Christi in Brot und Wein. Die Wurzeln des Festes gehen auf die Vision der Augustinernonne Juliana von Lüttich (+1258) zurück, die im Traum einen leuchtenden Mond mit einem schwarzen Fleck sah. Jesus selbst habe ihr erklärt, dass der Mond das Kirchenjahr darstelle, der dunkle Fleck indes ein fehlendes Fest - eben jenes "Hochfest des Leibes und Blutes Christi". 1264 wurde es von Papst Urban IV. als kirchliches Hochfest ausgerufen.

Erntedank

In einer Zeit hochtechnisierter Nahrungsmittelproduktion wird der Dank für eine gute Ernte vielleicht sehr unzeitgemäß. In seinem Kern verweist das Erntedank-Fest aber auf mehr: nämlich auf die Abhängigkeit des Menschen insgesamt von der Natur. Die Bibel benennt diese Abhängigkeiten immer wieder, etwa indem sie Bilder und Sprachspiele aus dem bäuerlichen Milieu benutzt. Zu einem offiziellen Festtag wurde Erntedank allerdings erst im 3. Jahrhundert. Bis heute wird das Erntedankfest gerade in ländlichen Regionen mit einem oft reichen Brauchtum gefeiert. Wollte man dieses Fest, dass sich in ähnlicher Ausprägung in fast allen Weltreligionen findet, verheutigen, könnte man sagen: Leben ist immer verdanktes Leben, ist immer Leben in Abhängigkeiten. Daran möchte Erntedank erinnern.

Heiliger Nikolaus

Millionen von Nikoläusen bevölkern Jahr für Jahr die Supermarkt-Regale. Ihr "Urahn", der Heilige Nikolaus, war im 4. Jahrhundert Bischof von Myra in der heutigen Türkei. Als Sohn reicher Eltern soll er sein ererbtes Vermögen unter den Armen verteilt haben. Nikolaus ist einer der am meisten verehrten Heiligen der Christenheit, um seine Figur ranken sich unzählige Legenden. Belegt ist, dass Schiffer und Geschäftsleute aus Bari seine angeblichen Gebeine 1087 aus Myra ins süditalienische Bari entführten, wo sie bis heute ruhen.

Der Brauch des Nikolausbesuchs bei Kindern stammt aus dem Mittelalter: Klosterschüler wählten am Vorabend des Festes einen "Kinderbischof", der einen Tag lang die Leitung der Klosterschule übernahm.  Bekleidet mit einer Mitra und den Gewändern eines Bischofs tadelte der "Kinderbischof" oder belohnte seine Altersgenossen mit Süßigkeiten. 

Mariä Empfängnis

Das "Hochfest der ohne Erbsünde empfangenen Jungfrau und Gottesmutter Maria" ist wohl der einzige österreichische Feiertag, der sein Bestehen einer Unterschriftenaktion verdankt. Die Nationalsozialisten hatten den jahrhundertealten Feiertag am 8. Dezember nämlich abgeschafft. 1955 führte eine von Hunderttausenden Österreichern unterstützte Initiative zur Wiedereinführung. Heute ist „Mariä Empfängnis“ aber auch der wohl am öftesten missverstandene kirchliche Festtag. Am 8. Dezember feiern die Katholiken nämlich nicht - wie irrtümlich oft angenommen - die jungfräuliche Empfängnis Jesu durch den Heiligen Geist. Vielmehr geht es um die Überzeugung der Kirche, dass Maria ähnlich wie Jesus Christus seit Beginn ihrer leiblichen Existenz ohne Sünde gewesen ist. 


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