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Jürgen Weber
Kunst & Kultur Text: Jürgen Weber

Bertonis Stahlplastik "Die Bewegung" vor der Stadthalle

Die Plastik „Die Bewegung“ des italienischen Künstlers Wander Bertoni erhält rechtzeitig zum Eurovisions Song Contest einen neuen Standort vor der Wiener Stadthalle. Der neue Standort am Roland-Rainer-Platz über den jährlich ca. eine Million Besucherinnen und Besucher zu den rund 300 Veranstaltungen in die Wiener Stadthalle huschen, wird auch die 100.000 Gäste aus 40 Nationen die anläßlich des ESC noch Wien kommen erfreuen.

Die Skulptur Wander Bertonis zwischen den Mauern der Wiener Stadthall
© Wiener Stadthalle kollektiv fischka kramar | Die Skulptur Wander Bertonis zwischen den Mauern der Wiener Stadthalle.

Skulptur für Sport, Fortschritt und Entwicklung

Das Kunstwerk, das sich im Eigentum der Stadt Wien und in denkmalpflegerischer Obhut der Kulturabteilung befindet, wird zwischen Halle D und der 2006 eröffneten Halle F auf dem Roland-Rainer-Platz, dem Vorplatz der Wiener Stadthalle, und nahe dem Märzpark neu aufgestellt. Die 4,20 Meter hohe, filigrane Skulptur wurde 1958 am Vogelweidplatz aufgestellt, da sich dort der Eingang für die Sport-Funktionäre befand. Die Skulptur „Die „Bewegung“ ist nämlich dem Sport gewidmet, aber „Bewegung“ steht natürlich auch für Fortschritt und Entwicklung.

"Kunst am Bau"

Auf dem Gelände der Wiener Stadthalle befinden sich noch viele weitere Objekte, etwa von Herbert Boeckl, Carl Unger, Fritz Wotruba, Maria Bilger, Heinz Leinfellner, Johann Fuhrmann und eben Wander Bertoni, einem Schüler Fritz Wotrubas. Der neue Standort von der Skulptur am Roland Rainer Platz ist wiederum dem Doyen der österreichischen Architektur, gewidmet. „Roland Rainer wollte ein plastisches Symbol für den Sport. Ich habe den abstrakten Begriff `Die Bewegung´ als Gestaltungsthema ausgewählt, als Ausdruckssymbol aller Sportarten. Für die Ausführung wählte ich das erste Mal rostfreien Stahl als Material.“, so der Bildhauer Wander Bertoni über seine Skulptur.

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Der Künstler Wander Bertoni

Wander Bertoni entkam 1943 mit Hilfe von Maria Biljan-Bilger aus dem Arbeitslager. Er  gehörte zu den Gründungsmitgliedern des Art Clubs, dem auch Friedensreich Hundertwasser und Albert Paris Gütersloh beitraten. Bertoni restaurierte unter anderem die Pestsäule am Wiener Graben, den Vermählungsbrunnen am Hohen Markt und den Bacchus-Zug im Wiener Burgtheater.

Die Skulptur „Bewegung“ für die Wiener Stadthalle fand große Anerkennung und wurde mit Folgeaufträgen für das Stadttheater Stuttgart (1961 – Bewegung II) und für die Siemens AG (1980 – Bewegung III) um Variationen erweitert.  Wander Bertoni ist Inhaber eines Ordens der Republik Italien, dem „Cavaliere d´Italia“ und des Österreichische Ehrenkreuzes für Wissenschaft und Kunst sowie des Architekturpreises des Landes Burgenland für sein von Johannes Spalt gebautes Freilichtmuseum in Winden am See. Wander Bertoni wird am 11. Oktober 2015 seinen 90. Geburtstag feiern.

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