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Wirtschaft Text: Stadt-Wien.at Redaktion

1,3 Mrd Wertschöpfung durch die Wien Holding

538 Millionen Euro setzte der Konzern der Stadt Wien mit seinen 75 Unternehmen im Jahr 2014 um. Eine neue Studie schlüsselt nun auch die volkswirtschaftlichen Effekte der Holding auf.

Die in der Bildunterschrift genannten Personen am Tisch sitzend
© stadt-wien.at | v.li.Wolfgang Gatschnegg (Pressesprecher Wien Holding), KR Peter Hanke (GF Wien Holding), Renate Brauner (Vicebürgermeisterin Wien, Finanz- und Wirtschaftsstadträtin), Dipl.-Ing. Sigrid Obalak (GF Wien Holding) und Mag. Agnes Streissler-Führer (GF Agnes Streissler Wirtschaftsolitische Projekberatung)

Rund 1,3 Milliarden Euro an Bruttowertschöpfung bringt die Wien Holding pro Jahr. Davon bleiben 877,3 Millionen Euro (68 Prozent) in Wien. Die neue Studie wurde erstellt von Agnes Streissler, Wirtschaftspolitische Projektberatung in Wien. Die am 12. August 2015 im Rahmen einer Pressekonferenz vorgestellten Studie unterstreicht laut Vizebürgermeisterin Renate Brauner "ganz klar die Bedeutung der Wien Holding als wichtiger Faktor für die Wiener Wirtschaft und den Wiener Arbeitsmarkt“.

Etwas mehr als ein Drittel (34,2 Prozent) der volkswirtschaftlichen Effekte werden vom Immobilienbereich ausgelöst, rund ein Viertel vom Kulturbereich (24,2 Prozent) und ein weiteres Viertel vom Geschäftsfeld Logistik (25,7 Prozent).

Die Pressekonferenz in gesamter Länge

Rekordumsatz


Der Konzern entwickelte sich in den letzten Jahren kräftig. Gehörten im Jahr 2002 lediglich 33 Unternehmen zur Wien Holding, so sind es aktuell mehr als doppelt so viele. Auch der Umsatz des Unternehmens hat sich seither nahezu verdoppelt. Er lag im Jahr 2014 auf einem Rekordniveau von über 538 Millionen Euro.

Arbeitsmarkt


Auch die Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt sind gewachsen: 2.900 Menschen arbeiten direkt im Konzern, österreichweit sichere die Wien Holding laut der von Agnes-Streissler-Führer erstellten Studie 16.590 Arbeitsplätze, davon 11.340 in Wien. 70 Lehrlinge werden in 14 verschiedenen Lehrberufen ausgebildet. „Wir sichern heute um etwa 3.000 Arbeitsplätze mehr als noch vor vier Jahren“, erklärte Holding-Geschäftsführer Peter Hanke.

Investitionen


In den letzten vier Jahren hat der Konzern mit seinen Unternehmen mehr als 576 Millionen Euro investiert, in Projekte wie etwa den Ausbau des Hafen Wien, den Wirtschaftspark Breitensee, den Bürokomplex STAR22 oder die Infrastruktur der Theater, Veranstaltungshallen und Museen. Dazu kommen die Wohnbauprojekte der GESIBA und ARWAG.

Zukunftspläne


In den kommenden Jahren soll weiter kräftig investiert werden, allein 2015 fließen 156 Millionen Euro. Im Fokus stehen dabei der weitere Ausbau des Hafen Wien und der Personenschifffahrt sowie die Entwicklung von Wirtschaftsimmobilien wie zum Beispiel in Neu Marx oder auf dem Areal des ehemaligen Gaswerks Leopoldau. „Wir agieren als Impulsgeber, setzen Initiativen und realisieren Projekte auch in vielen Bereichen, die für die Zukunft der Stadt besonders wichtig sind“, so Holding-Geschäftsführerin Sigrid Oblak.

Konzern-Struktur


Die Wien Holding wurde 1974 als „Wiener Allgemeine Beteiligungs- und Verwaltungsgesellschaft“ gegründet. Im Jahr 2002 wurde der Konzern völlig neu strukturiert. Seither ist die Wien Holding mit ihren rund 75 Unternehmen in den fünf Geschäftsfeldern Kultur, Immobilien, Logistik, Medien und Umwelt tätig. Der Konzern befindet sich im Eigentum der Stadt Wien. Er ist privatwirtschaftlich organisiert und auf Ertrag ausgerichtet - unter Berücksichtigung gemeinwirtschaftlicher Ziele, wie betont wird. „Nicht die Gewinnmaximierung um jeden Preis ist die primäre Triebfeder“, erklärte Brauner. Stattdessen gehe es um „den Mehrwert, also die Vorteile, die die Projekte und Unternehmen für die Stadt und die Menschen bringen.“

Zu den Leitbetrieben der Wien Holding zählen im Kultur- und Veranstaltungsbereich die Vereinigten Bühnen Wien, die Wiener Stadthalle, das Mozarthaus Vienna, das Haus der Musik, das Kunst Haus Wien, das Jüdische Museum Wien, die Wiener Sportstätten und die Wien-Ticket. Im Immobilienbereich gehören die WSE Wiener Standortentwicklungsgesellschaft, die Messe Wien oder die Therme Wien zum Konzern. Im Logistikbereich sind der Hafen Wien, die DDSG Blue Danube, die WienCont oder der Twin City Liner die Flaggschiffe. Im Umweltbereich ist das größte Unternehmen die ebswien hauptkläranlage. Im Medienbereich widmet sich die Wien Holding unter anderem dem Stadtsender W24.

Weiterführende Links:

Wien Holding

Gesamte Studie als pdf

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