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Kirchen Text: Gerhard Frey

Kirche Zum Heiligen Nikolaus

Geschichtliche Informationen über die Kirche Zum Heiligen Nikolaus in Wien Stammersdorf. Erfahren Sie auch mehr über die Schule und den dazugehörigen Friedhof, sowie die zahlreichen Renovierungsarbeiten an der Kapelle - und warum diese notwendig waren!

Bild von Kirche zum Heiligen Nikolaus in Floridsdorf - im Vordergrund: Obstgärten.
© Geiserich77 | Kirche mitten im Grünen

Weit mehr als nur eine Kirche

Den Namen Pfarre Stammersdorf finden wir nicht nur in Originalurkunden von den Jahren 1352 und 1355, sondern auch in älteren Protokollen.

Pfarrliche Seelsorge war ursprünglich dem Benediktiner Stift Formbach in Bayern anvertraut, bevor sie dem Stift Schotten im Jahre 1469 anvertraut wurde. Die alte St. Nicolai Kirche war daher eine "Filialkirche" zur Pfarre St. Veit.

Pfarrkirche-Kapellen

Die Kirche mußte des öfteren renoviert werden. Zu dem schlechten Zustand der Kirche und den wiederholen Renovierungen wirkten verschiedene Kriege und Belagerungen mit.

1484 hatte das ungarische Kriegsheer des Königs Mathias Cavinus Stammersdorf eingenommen.

1529 und 1683 Türkenbelagerungen

1645 zündeten die Schweden die Kirche an.

1809 plünderten die Franzosen und steckten die Kirche in Brand.

Die Kirche hat einen hohen Turm, dessen Dach aus Kupfer ist. Dieser enthält drei Glocken und eine große Turmuhr.

1808 bemalte der akademische Maler Cimbal das Deckengewölbe der Pfarre.

1848 Flucht des Kaisers (über Pulkau),

Hauptquartier von Feldmarschall von Winischgrätz, im Pfarrhof, Verhalten der Stammersdorfer, Auszeichnung wegen Regimetreue

1850 Feuerbrunst in der Nacht vom 20. zum 21. 2., auch Wirtschaftsgebäude des Pfarrhofes abgebrannt.

1856 Begegnungen mit dem "hohen" Kaiserpaar. In den nächsten paar Jahren sind die Trauungen zurückgegangen, die Geburten angestiegen, aber die Todesfälle gleichgeblieben.

1904 wurde erstmal das Gas eingeleitet. 1917 mußte die Kirche zwei Glocken abgeben, das Kupferdach wurde durch eines aus Eisen ersetzt.

1918 wurden die Orgelpfeifen , aus Metall, abgenommen.

1928 wurde Stammersdorf eine Marktgemeinde.

1931 strahlte erstmals elektrisches Licht in der Kirche.

Friedhof

Da der Gottesacker aber wegen vermehrter Seelenanzahl und der bedeutenden Zunahme von Sterbesfällen nicht mehr ausreichte, wurde 1833 auf Kosten der bayrischen Gemeinde ein Steingarten gleich außerhalb der Kirchenmauern angekauft und zu einem Friedhof umgestaltet. Am 1.12.1833 wurde er feierlich eingeweiht.

Schule

Wegen der weiten Entfernung zum Pfarramt Klein-Engersdorf, bestand schon ursprünglich bei der Filialkirche Stammersdorf eine Schule. 1782 bis 1789 wurden zwei Schulzimmer erbaut. Ein Jahr später, unter der Leitung von Abt Benno Pointer, wurden zwei Lehrerzimmer und eine Schullehrerwohnung angebaut. 1809 und 1811 wurde das Gebäude Opfer von Bränden - danach wurde es in heutiger Form wiederhergestellt.

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